Ein unabhängiger Entwickler hat The Legend of Zelda: Ocarina of Time mit Hilfe von KI-Werkzeugen erstmals als native Version auf iOS und iPadOS gebracht – ganz ohne klassische Emulation. Das Projekt mit dem Namen HarkinianPad basiert auf einer bestehenden Community-Portierung und setzt auf aktuelle Apple-Technik samt Metal-Rendering und Touch-Steuerung.
N64-Klassiker landet nativ auf iPhone und iPad
Während viele Fans noch auf ein offizielles Remake von The Legend of Zelda: Ocarina of Time für die erwartete Nintendo Switch 2 warten, hat Entwickler Chris „Kahris“ Sotraidis eine Alternative vorgestellt. HarkinianPad ist ein Port des Nintendo-64-Originals, der nativ unter iOS und iPadOS läuft.
Das Spiel erschien 1998 für das Nintendo 64 und gilt als einer der wichtigsten Titel der Videospielgeschichte. 2011 folgte ein Remake für den Nintendo 3DS. Später war Ocarina of Time über das Nintendo Switch Online Expansion Pack auf Nintendo Switch und Nintendo Switch 2 spielbar. Wer keine Nintendo-Konsole besitzt, hatte bislang jedoch nur eingeschränkte Möglichkeiten, den Titel legal zu erleben.
Von dekompiliertem C-Code zur Metal-App
Die Basis für HarkinianPad legte die Zelda Research Team-Gruppe (ZELDARET), die Ocarina of Time im Jahr 2021 in C dekompiliert hat. Auf dieser Grundlage entwickelte das Team Harbour Masters Ship of Harkinian, einen inoffiziellen nativen Port des Spiels für Microsoft Windows, Linux, macOS, Android, Nintendo Switch und Nintendo Wii U.
Wie der Name nahelegt, baut HarkinianPad direkt auf der Engine von Ship of Harkinian auf. Kahris ließ OpenAIs Codex und GPT-5.6 Sol den bereits dekompilierten C-Code für iOS anpassen. Der KI-Agent setzte das Projekt als native Arm64-Anwendung mit Rendering über Apples Metal-API um. Diese Herangehensweise ermöglicht bessere Leistung, höhere native Auflösungen und moderne Funktionen, die auf der ursprünglichen Nintendo-64-Hardware nicht möglich waren.
HarkinianPad bringt unter anderem Widescreen- und Vollbild-Unterstützung sowie eine Bildwiederholrate von 60 FPS. Zum Vergleich: Das Original auf dem Nintendo 64 lief mit einer Auflösung von 240p bei 20 FPS – mehr ließ die damalige Hardware nicht zu.
Touch-Steuerung, Controller-Support und Open Source
Für iPhone und iPad führt HarkinianPad ein neues, Touch-optimiertes Steuerungsschema ein. Ihr könnt wahlweise die integrierten Touch-Bedienelemente verwenden oder eine klassische Steuerung mit Bluetooth-Controller, Maus oder Tastatur nutzen. Dadurch lässt sich das Spiel sowohl an Einsteiger:innen als auch an erfahrene Zelda-Fans anpassen.
HarkinianPad ist als Open-Source-Projekt frei verfügbar, inklusive aktueller Version und Quellcode auf der GitHub-Seite des Projekts. Die Software läuft auf einer Vielzahl von Apple-Geräten mit iOS und iPadOS.
Trotz nativer Umsetzung handelt es sich – wie schon bei Ship of Harkinian – nicht um einen Emulator, dennoch benötigt Ihr eine rechtmäßig erworbene ROM von The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Diese ROM dient als Datenbasis, aus der HarkinianPad während des Spielens Grafiken, Musik und Soundeffekte bezieht.
Das Projekt zeigt, wie KI-gestützte Coding-Tools es einzelnen Entwickler:innen ermöglichen, bestehende Community-Codebasen auf neue Plattformen zu bringen. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit solcher Werkzeuge könnte dieser Ansatz auch anderen Retro-Spielen eine Zukunft auf modernen Geräten eröffnen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: tomshardware.com

