Elon Musks Unternehmen X Corp hat beantragt, die laufende Klage gegen Apple wegen angeblicher Bevorzugung von OpenAI im App Store fallenzulassen. Warum der Schritt erfolgt, ist bislang unklar.
Klage gegen Apple soll enden, Fragen bleiben offen
Am Montag, dem 14. September, wurde bei Gericht ein Antrag eingereicht, der im Wesentlichen nur die Einstellung des Verfahrens gegen Apple fordert. Ob es eine Einigung im Hintergrund gibt oder ob Musk seine ursprünglichen Vorwürfe inzwischen als unbegründet einschätzt, geht aus den bislang vorliegenden Unterlagen nicht hervor.
OpenAI ist weiterhin Teil des Verfahrens. Musk beantragt ausdrücklich nur, Apple aus dem Verfahren zu entlassen, nicht jedoch OpenAI. Damit bleibt ein Teil der ursprünglichen Klage bestehen, während die Rolle Apples neu bewertet werden dürfte.
Auslöser der Klage waren Vorwürfe von Musks KI-Unternehmen xAI, das inzwischen zu SpaceX gehört. xAI hatte Apple und OpenAI wettbewerbswidriges Verhalten im Zusammenhang mit dem App Store und angeblich bevorzugter Behandlung von OpenAIs Apps gegenüber xAI-Apps vorgeworfen.
Zweifel an Kernvorwürfen zur App-Store-Bevorzugung
Die Vorwürfe einer systematischen Bevorzugung von OpenAI im App Store galten schon früh als fragwürdig. Selbst Musks eigener KI-Dienst Grok relativierte die Darstellung, als ein Social-Media-Nutzender nach der Situation im App Store fragte: Auch andere Anbieter als OpenAI hätten zwischenzeitlich die Spitzenposition im Store belegt.
So erreichte DeepSeek im Januar 2025 die Nummer-eins-Position im App Store. Perplexity folgte am 18. Juli 2025. Beide Spitzenplatzierungen fielen in die Zeit nach der im Juni 2024 bekannt gewordenen Partnerschaft zwischen OpenAI und Apple.
Weitere Daten lieferte der App-Analyse-Dienst SensorTower: Demnach stand Grok selbst am 18. und 19. Februar 2025 an der Spitze des App Store, nachdem Grok-3 kostenlos angeboten wurde. Diese Beobachtungen stellen den Vorwurf einer dauerhaften oder exklusiven Bevorzugung von OpenAI im App Store in Frage.
Langsamer Prozessverlauf und neue Auflagen für Musk
Das Verfahren zieht sich seit seiner Einreichung im August 2025 hin und kam nur schleppend voran. Im Mai 2026 wurde Apples Senior Vice President of Software Engineering, Craig Federighi, als sogenannte „document custodian“ benannt, also als verantwortliche Person für die Bereitstellung relevanter Unterlagen.
Auch Apples aktueller CEO Tim Cook sollte diese Rolle übernehmen, der entsprechende Antrag wurde jedoch abgelehnt. Parallel dazu geriet Musk selbst unter Druck: Im Verlauf des Prozesses wurde ihm vorgeworfen, Beweismaterial zurückgehalten oder vernichtet zu haben.
Zuletzt ordnete ein Gericht an, dass E-Mails von Elon Musk in das Verfahren eingebracht werden müssen. Ob diese Entscheidung oder andere bislang nicht öffentlich bekannte Entwicklungen zu dem jetzigen Antrag geführt haben, Apple aus dem Verfahren zu entlassen, ist derzeit nicht geklärt.
Bis weitere Unterlagen oder Stellungnahmen veröffentlicht werden, bleibt offen, was Musk zu dem Kurswechsel bewogen hat und wie das verbliebene Verfahren gegen OpenAI weitergeführt wird.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
