Cloud-Abos werden teurer, Speicherbedarf und Datenmengen steigen. Viele von Euch fragen sich deshalb, ob ein eigenes NAS im Heimnetz eine sinnvolle Alternative oder Ergänzung sein kann.
Mit dem NASync DXP4800 Pro drängt uGreen in das mittlere NAS-Segment. Das wirft damit die Frage neu auf, wie sich lokaler Speicher gegen iCloud und Co. schlägt.
Cloud-Kosten steigen: Druck auf iCloud, Google & Co.
Streaming- und Cloud-Dienste passen ihre Preise regelmäßig nach oben an. Das betrifft nicht nur Online-Speicher, sondern auch Medienangebote wie etwa Google-TV-Streaminglösungen oder Mediatheken im Abo-Modell. Für Nutzer:innen wirkt jeder einzelne Aufschlag vielleicht überschaubar, über mehrere Dienste und Jahre gerechnet summieren sich die monatlichen Gebühren aber spürbar.
Gerade im Apple-Umfeld ist iCloud oft der zentrale Dreh- und Angelpunkt. Fotos, iPhone-Backups, geteilte Alben, iCloud Drive und Bibliotheken aus Apps wie Final Cut Pro oder Logic Pro belegen je nach Nutzung schnell Hunderte Gigabyte. Wer dann in höhere Speicherstufen wechseln muss, zahlt dauerhaft mehr. Und hängt vollständig von den jeweiligen AGB, Preisentscheidungen und technischen Grenzen des Anbieters ab.
uGreen NASync DXP4800 Pro im Apple-Umfeld
uGreen baut sein NAS-Angebot zügig aus und positioniert das NASync DXP4800 Pro ausdrücklich im mittleren Leistungssegment. Das Modell liegt preislich bei 679,99 US‑Dollar (ca. 630 Euro) und bietet vier Einschübe. Es richtet sich laut Review vor allem an Kreative und kleine Teams im Apple-Ökosystem, die große Dateien lokal verwalten möchten und Wert auf eine engere Kontrolle ihrer Daten legen.
Innerhalb der uGreen-Reihe sitzt das DXP4800 Pro über den Varianten GT und Plus in der Vier-Schacht-Familie. Es setzt auf einen Sechskern-Prozessor von Intel und soll damit genug Reserven für typische Workflows liefern, etwa beim Umgang mit großen Medienprojekten oder mehreren gleichzeitigen Zugriffen. AppleInsider hebt das Preis-Leistungs-Verhältnis hervor und verortet das Gerät als fähiges NAS der Mittelklasse. Es stößt dabei nicht in den Bereich hochspezialisierter Enterprise-Lösungen vor.
Im Vergleich zu etablierten Herstellern wie Synology oder anderen NAS-Anbietern stellt uGreen somit eine zusätzliche Option dar. Zielgruppe sind Teams und Einzelpersonen, die bereits mit Mac, iPad und iPhone arbeiten, ihre Medienprojekte zentral ablegen wollen und dafür eine eigenständige Infrastruktur bevorzugen, anstatt alles in verschiedenen Cloud-Diensten zu verteilen.
NAS statt oder neben der Cloud: Für wen sich der Umstieg lohnt
Ein lokales NAS eignet sich vor allem für Euch, wenn Ihr dauerhaft große Datenmengen verwalten müsst. Dazu zählen zum Beispiel umfangreiche Fotobestände, Videoprojekte aus Final Cut Pro, Audiodateien für Logic Pro oder Archivmaterial für laufende und abgeschlossene Produktionen. Statt ständig Cloud-Speicher nachzukaufen, könnt Ihr die Kapazität Eures NAS mit größeren oder zusätzlichen Festplatten anpassen.
Auch Backups profitieren von einem NAS. Time-Machine-Sicherungen lassen sich zentral im Netzwerk speichern, ohne dass externe Laufwerke regelmäßig umgesteckt werden müssen. Gleichzeitig könnt Ihr iCloud entlasten, indem Ihr nur noch wirklich benötigte Daten in der Apple-Cloud haltet und den Rest auf das NAS verschiebt. So reduziert Ihr die laufenden Abo-Kosten und behaltet Eure Daten physisch in eigener Hand.
Über Remote-Zugriff stellt Ihr Dateien vom NAS auch unterwegs bereit, etwa für iPhone- und iPad-Nutzung. Damit das sicher bleibt, gehören grundlegende Routinen dazu: regelmäßige Updates des Systems, durchdachte Benutzerkonten, starke Passwörter und Backups des NAS selbst. Gerade Einsteiger:innen sollten solche Abläufe von Anfang an einplanen.
Finanziell rechnet sich ein NAS über drei bis fünf Jahre vor allem dann, wenn Ihr sonst hohe Cloud-Stufen dauerhaft buchen müsstet oder mehrere Dienste parallel nutzt. Die Anschaffungskosten eines Geräts wie des uGreen NASync DXP4800 Pro plus Festplatten stehen dann wiederkehrenden Gebühren gegenüber, die sich langfristig zu einem ähnlichen oder höheren Betrag aufsummieren können.
Via: appleinsider.com · www.theverge.com
