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DDR5-Arbeitsspeicher verfünffacht sich im Preis – SSD-Krise könnte bis 2030 dauern

Apple RAM aus China Apple Speicherstrategie

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Die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher und SSDs ziehen weiter deutlich an. Neue Zahlen und Aussagen aus der Speicherbranche deuten auf eine langfristige Krise hin.

DDR5 in Deutschland fünfmal teurer als vor einem Jahr

In den vergangenen Monaten habt Ihr vermutlich schon gemerkt, dass Arbeitsspeicher deutlich teurer geworden ist. Aktuelle Daten aus dem deutschen Einzelhandel zeigen nun, wie drastisch die Entwicklung tatsächlich ausfällt.

Wie das Portal Wccftech mit Verweis auf neue Monatszahlen von 3D Center berichtet, liegt der Preis für DDR5-Arbeitsspeicher Mitte August bei 486 Prozent des Niveaus von Juli 2025. DDR5-Module kosten damit ungefähr das Fünffache im Vergleich zur Zeit vor Beginn der Krise vor rund einem Jahr.

Im Vormonat lag der Wert noch bei 445 Prozent, davor bei 419 Prozent. Anders ausgedrückt: Zwischen Mitte Juni und Mitte August sind die DDR5-Preise um 16 Prozent gestiegen. Die Zahlen beziehen sich auf den deutschen Einzelhandelsmarkt und zeigen damit eine deutliche Beschleunigung der Preisentwicklung.

SSDs 2,2-mal so teuer – NAND-Angebot bleibt angespannt

Nicht nur Arbeitsspeicher, auch SSDs werden teurer. Interne SSDs sind im deutschen Einzelhandel binnen eines Monats um 7,7 Prozent im Preis gestiegen. Insgesamt kosten diese Laufwerke aktuell etwa 2,2-mal so viel wie vor der Krise.

Wccftech verweist zudem auf einen Bericht der taiwanischen Wirtschaftszeitung Commercial Times, der eine weitere beunruhigende Einschätzung aus der Speicherbranche zitiert. Pua Khein-Seng, Vorstandschef des SSD-Controller-Herstellers Phison, sieht den Markt für NAND-Flash-Speicher in größeren Schwierigkeiten als bislang angenommen.

Pua berichtet von einem Gespräch mit ranghohen Manager:innen eines NAND-Herstellers. Dort habe er gefragt, wie lange es vom heutigen Investitionszeitpunkt bis zum Beginn der Massenproduktion dauere. Seine ursprüngliche Annahme sei ein Zeitraum von etwa zwei Jahren gewesen.

Die Antwort sei jedoch „vier Jahre“ gewesen, so Pua. Übersetzt bedeutet das: Neue Kapazitäten werden deutlich später zur Verfügung stehen als erwartet, und die angespannte Angebotslage am NAND-Markt dürfte sich voraussichtlich bis 2030 hinziehen – statt wie zuvor angenommen bis 2028.

Langer Preisanstieg bei RAM und SSDs zeichnet sich ab

Die Prognose aus der Speicherindustrie reiht sich in eine Serie pessimistischer Einschätzungen zur Entwicklung der RAM-Preise ein. Mehrere Hinweise deuten darauf hin, dass die aktuelle Krise bei Arbeitsspeicher noch viele Jahre andauern könnte und sich womöglich bis 2030 oder darüber hinaus hinzieht. Für den Rest dieses Jahres und für 2027 rechnen Beobachter:innen mit einer weiteren Verschlechterung der Situation.

Der deutsche Einzelhandel liefert dabei einen aufschlussreichen Blick in den Markt. DDR5-Preise waren seit Anfang 2026 zunächst etwas gefallen und anschließend weitgehend stabil. Seit Juli ziehen sie jedoch stark an. Zwar handelt es sich nur um einen Markt, er gibt aber ein Bild für ein großes europäisches Land wieder und passt zu den zuletzt häufig geäußerten negativen Einschätzungen.

3D Center fasst die Entwicklung sinngemäß so zusammen, dass sich ein bedenklicher Preistrend abzeichne, der sehr bald „exorbitante“ Höhen erreichen dürfte, falls die Entwicklung nicht gestoppt werde. Anzeichen für eine Trendwende gebe es derzeit nicht.

Damit spricht vieles dafür, dass RAM- und SSD-Preise im weiteren Verlauf des Jahres 2026 ff. weiter steigen. Während bei SSDs offenbar noch Luft für zusätzliche Aufschläge gesehen wird, stellt sich bei Arbeitsspeicher immer stärker die Frage, wie viel die Kund:innen noch mitgehen. Zwar könnten manche von Euch geplante Upgrades aufschieben, doch neue Desktop-Rechner und Notebooks werden weiterhin verkauft werden müssen – inklusive teurem RAM.

Via: https://www.techradar.com

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Tags: PC-Komponenten, NAND-Flash, Wccftech, Commercial Times, SSD, Arbeitsspeicher, DDR5, 3D Center, Phison, Hardwarepreise

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