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Das ELIZA-Archäologie-Projekt: Dem ersten Chatbot auf der Spur

ELIZA Archäologie Projekt

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Das ELIZA-Archäologie-Projekt untersucht die Geschichte und Ideen rund um den ersten Chatbot. Ein interdisziplinäres Team beleuchtet dafür Programm, Kontext und Wirkung von ELIZA.

ELIZA: Ursprünge des textbasierten Dialogs

Das ELIZA-Archäologie-Projekt vereint Forscher:innen, Künstler:innen und Programmierer:innen, um die Entwicklung des Chatbots ELIZA zu erforschen. Im Mittelpunkt stehen dabei historische Einordnung und technische Funktionsweise.

ELIZA gilt als ursprünglicher, einflussreicher Chatbot, der das Genre textbasierter Agenten in der Mensch-Computer-Interaktion begründet hat. Das Programm entstand in den 1960er-Jahren am MIT im Rahmen von Project MAC und wurde von Joseph Weizenbaum entworfen und programmiert.

Mit ELIZA entwickelte Weizenbaum eine neue Form der hochgradig interaktiven Kommunikation mit Computern. Gleichzeitig prägte das Projekt entscheidend, wie Menschen begannen, Computer als Systeme zu sehen, die sich sinnvoll an Gesprächen beteiligen können. Im Rahmen des Archäologie-Projekts steht Euch eine genaue Neuumsetzung von ELIZA zum Ausprobieren zur Verfügung.

Kontext, Code und kulturelle Wirkung

Das Forschungsteam möchte ELIZA umfassend einordnen und sowohl die Entstehungsgeschichte als auch den technischen Aufbau des Programms erklären. Dazu gehört eine detaillierte Darstellung, wie der Code funktioniert und in welchem Programmierumfeld Weizenbaum damals arbeitete.

Das Projekt untersucht außerdem Weizenbaums Abkehr von ELIZA beziehungsweise dem DOCTOR-Skript, als er begann, vor den Gefahren zu warnen, Maschinen wie Menschen zu behandeln. In einem weiteren Schritt betrachten die Beteiligten spätere Arbeiten, die von ELIZA inspiriert wurden.

Dazu gehört auch die Frage, wie sprechende Computerprogramme in Literatur und Film dargestellt werden und welche Spuren ELIZA dort hinterlassen hat. So soll deutlich werden, welche Rolle der Chatbot für das Bild von KI-basierten Gesprächssystemen gespielt hat.

Kollaborative Forschung und laufendes Buchprojekt

Das Projektteam setzt sich aus Personen mit unterschiedlichen Interessen zusammen und bringt entsprechend viele Stimmen ein. In Anlehnung an gemeinschaftlich verfasste Analysen wie „Reading Project“ (Iowa 2015) soll die Website kontinuierlich erweitert werden, während die Beteiligten die vorhandenen Materialien bearbeiten.

Derzeit arbeitet das Team an einem gemeinsam geschriebenen Buch über ELIZA und ihre Wirkung mit dem Titel „Inventing ELIZA: How the First Chatbot Shaped the Future of AI“. Parallel dazu dokumentiert ein Projektblog laufend neue Überlegungen und aktuelle Entdeckungen zu ELIZA.

Wer mehr über den Hintergrund des Vorhabens erfahren möchte, findet zusätzliche Informationen unter „Reading ELIZA: Critical Code Studies in Action“. Dort wird erläutert, wie das Projekt in den Kontext kritischer Code-Studien eingebettet ist und welche Fragestellungen es leiten.

Via: https://findingeliza.org

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Tags: Chatbot, Computergeschichte, MIT, ELIZA, Joseph Weizenbaum, Project MAC, Textbasierte Agenten, künstliche Intelligenz

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