Apple verzichtet seit einigen Jahren beim MacBook Air auf aktive Lüfter. Möglich wurde das durch den Wechsel von Intel-Prozessoren zu Apples eigener Chipsatzfamilie Apple Silicon.
Apple Silicon statt Lüfter: Wie das MacBook Air gekühlt wird
Apple strich die Lüfter im MacBook Air, als das Unternehmen die Intel-Prozessoren durch eigene Chips ersetzte, beginnend mit dem MacBook Air M1 Ende 2020. Diese Umstellung war ein wesentlicher Hardware-Schritt, der die Kühlung grundlegend veränderte.
Der Hauptgrund: Die Apple-M-Chips in den aktuellen Modellen arbeiten deutlich energieeffizienter und leistungsstärker als die Intel-Prozessoren in den Air-Geräten vor 2020. Statt eines aktiven Kühlsystems nutzt Apple nun einen passiven Wärmeverteiler, der die Abwärme über das Gehäuse ableitet. So bleiben neuere MacBook-Air-Modelle im Alltag lautlos, weil keine Lüfter mehr nötig sind. Allerdings gibt es einige mögliche Einschränkungen bei der Leistung, auf die Ihr achten solltet.
Diese MacBook-Air-Modelle kommen ohne Lüfter aus
Das letzte MacBook Air mit aktivem Lüfter war das frühe 2020er-Modell mit Intel-Chip. Seit dem Start des MacBook Air M1 im November 2020 verzichten alle nachfolgenden Air-Modelle auf Lüfter. Eine zentrale Voraussetzung für diesen Schritt war die Einführung von Apple Silicon. Die Apple-M-Chips, die Apple inzwischen in seinen dünnsten Notebooks einsetzt, verbrauchen weniger Energie als die früheren Intel-Prozessoren.
Wie können die aktuellen Air-Modelle ohne aktive Lüfter ihre Temperatur regulieren? Hier kommt das Kühlkonzept von Apple ins Spiel. Neuere Varianten wie das MacBook Air M5 setzen auf einen passiven Wärmeverteiler, der Hitze aufnimmt und über das Aluminiumgehäuse abführt. So können das M5 Air und alle MacBook-Air-Modelle mit M-Chip bei typischen Büro- und Alltagstätigkeiten vollständig lautlos laufen.
Vorteile und Nachteile des lüfterlosen MacBook Air
Der offensichtlichste Vorteil des lüfterlosen Designs ist die völlige Abwesenheit von Lüftergeräuschen. Wer schon einmal ein leistungsstarkes Gaming-Notebook genutzt hat, kennt das störende, dauerhafte Lüfterrauschen. Bei den neueren MacBook-Air-Modellen bleibt es selbst unter hoher Last leise.
Ohne Lüfter ist das MacBook Air zudem etwas leichter. Vergleicht Ihr das letzte Intel-Modell mit Lüfter mit dem MacBook Air M2, zeigt sich der Unterschied: Das 2020er Air wiegt 2,8 Pfund, das M2 kommt auf 2,7 Pfund. Durch den Wegfall der Lüfter konnte Apple außerdem die Akkulaufzeit der jüngsten Air-Generationen leicht verbessern. Lüfter verbrauchen zwar generell nicht sehr viel Energie, aber ihr Verzicht bringt dennoch eine spürbare Optimierung mit sich.
Auf der Negativseite steht vor allem das Thema Leistungsdrosselung durch Temperaturbegrenzung. Für sehr anspruchsvolle Nutzer:innen ist das MacBook Air deshalb oft nicht die beste Wahl. macOS reduziert bei hoher Dauerlast die Taktraten des Prozessors, um die Temperaturen im Rahmen zu halten. Diese sogenannte Drosselung senkt die Leistung. Im Alltag bedeutet das längere Exportzeiten bei Videos oder Bildratenabbrüche bei Spielen. Ohne Lüfter kann das MacBook Air zudem wärmer werden als ältere, aktiv gekühlte Modelle, das MacBook Air M5 fühlt sich unter hoher Last insbesondere auf der Unterseite deutlich warm an.
Wann ein MacBook Pro sinnvoller ist
Für die meisten von Euch deckt ein MacBook Air alle alltäglichen Anforderungen leise und effizient ab. In Bezug auf das Verhältnis von Leistung zu Preis ist das MacBook Air M5 aktuell das stimmigste MacBook-Modell.
Wenn Ihr jedoch als anspruchsvolle Video-Editor:innen regelmäßig große 4K-Dateien exportiert, kann ein MacBook Pro sinnvoller sein. Dank aktiver Kühlung reduziert das Pro die Gefahr von Leistungsdrosselung bei dauerhafter Volllast. Das MacBook Pro bietet nicht nur bessere thermische Reserven als das lüfterlose Air. Anspruchsvolle Kreative profitieren außerdem vom Display: Das M5 Air nutzt ein herkömmliches LCD-Liquid-Retina-Panel mit 60 Hertz, während das M5 Pro auf ein helleres Mini-LED-Display mit 120 Hertz setzt. Zusätzlich punktet das Pro mit mehr Anschlüssen: drei Thunderbolt-Ports statt zwei beim M5 Air, dazu ein HDMI-Anschluss und ein SDXC-Kartensteckplatz.
Allerdings lohnt sich das Einstiegsmodell des MacBook Pro M5 nur, wenn Ihr ein entsprechend hohes Budget habt. Das 14‑Zoll-Modell startet bei 1.999 US‑Dollar (rund 1.830 Euro) und ist damit deutlich teurer. Das M5 Air ist mit einem neuen Einstiegspreis von 1.299 US‑Dollar (rund 1.190 Euro) für die 13‑Zoll-Variante ebenfalls kein Schnäppchen, doch der Aufpreis von etwa 700 US‑Dollar (rund 640 Euro) für das MacBook Pro dürfte sich für durchschnittliche Alltagsnutzer:innen kaum auszahlen.
