Seit Dienstagmittag kommt es weltweit zu Ausfällen zahlreicher Webseiten. Ursache war eine technische Störung beim Internetanbieter Cloudflare.
Am Dienstag waren viele bekannte Online-Dienste wegen einer Störung bei Cloudflare vorübergehend nicht erreichbar. Dazu zählten unter anderem X (ehemals Twitter), Spotify, der KI-Chatbot ChatGPT von OpenAI, Truth Social, die Dating-App Grindr, die Design-Plattform Canva und die Film-Bewertungs-App Letterboxd. Auch die eigenen Seiten von DownDetector, die Ausfälle im Internet dokumentieren, waren kurzzeitig betroffen.
Kurz vor 13 Uhr deutscher Zeit gab Cloudflare eine Statusmeldung heraus. Das Unternehmen sprach von einer „internen Leistungsbeeinträchtigung“, durch die einige Services zeitweise eingeschränkt waren. Um 14:09 Uhr teilte Cloudflare mit, das Problem sei identifiziert und eine Lösung werde umgesetzt. Die Wiederherstellung verlief allerdings ungleichmäßig. Erst um 15:34 Uhr wurden die Dashboard-Dienste nach Angaben von Cloudflare vollständig wiederhergestellt.
Wie Cloudflare gegenüber Medien mitteilte, habe das Unternehmen vor Bekanntgabe der Störung einen „Anstieg ungewöhnlichen Datenverkehrs“ bei einem der eigenen Services festgestellt. Die genaue Ursache dieses Anstiegs ist noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass dieser zu Fehlern beim Datentransfer über das Cloudflare-Netzwerk führte. Cloudflare arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Sicherstellung reibungslosen Datenverkehrs und will im Anschluss die Hintergründe für die ungewöhnliche Verkehrsspitze untersuchen.
Cloudflare bietet für zahlreiche Webseiten weltweit Infrastruktur und Schutz, insbesondere gegen sogenannte verteilte DoS-Angriffe (Distributed Denial-of-Service). Solche Angriffe zielen darauf ab, Online-Dienste mit einer Flut von Anfragen zu überlasten und so unzugänglich zu machen. Erst in diesem Jahr hatte Cloudflare eigenen Angaben zufolge den bislang größten bekannten DDoS-Angriff abgewehrt.
Die Störung am Dienstag folgte auf eine ähnliche Serie von Vorfällen bei anderen großen Internetdienstleistern. Nur wenige Wochen zuvor war Amazon Web Services von einer massiven Störung betroffen: Plattformen wie WhatsApp, Venmo und Coinbase waren für mehrere Stunden offline, was auch zu Problemen an Flughäfen und im Online-Banking führte. Als Ursache nannte Amazon später einen Softwarefehler, durch den notwendige Reparaturprozesse nicht automatisch ausgeführt wurden. Kurz darauf kam es zu weiteren Ausfällen beim Cloud-Anbieter Microsoft Azure, die vor allem die eigenen Dienste wie Xbox betrafen.
Via: https://gizmodo.com
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