Maxon hat Cinebench 2026 veröffentlicht und verschärft damit die Anforderungen an Prozessoren und Grafikkarten deutlich. Das Update bringt eine neue Test-Engine, ein SMT-Kern-Testverfahren und erweiterte Hardware-Unterstützung.
Cinebench 2026 setzt auf die aktuelle Version der Redshift-Engine, die laut Maxon Multi-Thread-Tests bis zu sechsmal stärker belastet als die Vorgängerversion. Die neue Engine soll die realen Anforderungen von 3D-Künstler:innen besser abbilden und die Ergebnisse näher an typische Render-Aufgaben heranführen. Maxon weist ausdrücklich darauf hin, dass die mit Cinebench 2026 erzielten Ergebnisse nicht mit früheren Cinebench-Versionen vergleichbar sind. Wer also bisherige Punktzahlen im Blick hatte, muss seine Systeme erneut testen, um eine belastbare Einordnung zu erhalten.
Besonders interessant für Tester:innen ist der neue SMT-Kern-Test. Dabei führt Cinebench 2026 ein Single-Core-Testverfahren explizit auf einem Kern mit Simultaneous Multithreading (SMT) aus. So könnt Ihr direkt sehen, wie gut oder schlecht die SMT-Implementierung Eures Prozessors im Vergleich zur reinen Single-Thread-Ausführung arbeitet. Das kann helfen, Unterschiede bei der Effizienz von SMT zwischen verschiedenen CPU-Modellen besser einzuschätzen.
Die Liste der unterstützten Hardware wurde ebenfalls erweitert. Auf der Grafikkarten-Seite sind nun die aktuellen Generationen der AMD- und Nvidia-Consumer-GPUs enthalten. Zudem unterstützt Cinebench 2026 Nvidias Ampere-, Hopper- und Blackwell-Grafikprozessoren für Rechenzentren sowie AMDs Radeon-Pro-Serie. Intel-Grafiklösungen bleiben weiterhin außen vor, da die Redshift-Engine diese nach wie vor nicht unterstützt.
Im Apple-Ökosystem sind jetzt auch die M4- und M5-Chips offiziell in der Kompatibilitätsliste zu finden. Wie schon bei Cinebench 2024 gibt es zudem eine native Version für Windows-on-Arm. Zusätzlich werden Arm-basierte Prozessoren wie Nvidias Ampere-Altra-CPUs unterstützt, was die Einsatzmöglichkeiten auf Arm-Systemen erweitert.
Die neuen Funktionen haben ihren Preis in Form gestiegener Hardware-Anforderungen. Für GPU-Tests kommen nur Grafikkarten mit mindestens 8 GB Videospeicher in Frage. Auf Apple-Systemen gilt wegen des gemeinsamen Arbeitsspeichers der M-Serie laut Maxon eine Mindestanforderung von 16 GB RAM für GPU-Tests. Wer Cinebench 2026 nur für CPU-Tests auf dem Mac nutzt, kann mit 8 GB oder 12 GB Arbeitsspeicher auskommen, muss dann aber mit möglicherweise eingeschränkter Leistung rechnen.
Interessierte Nutzer:innen können Cinebench 2026 direkt von der Maxon-Website herunterladen und ihre Systeme testen. Unterstützte Betriebssysteme sind Windows 10, Windows 11 sowie macOS ab Version 14.7.
Via: https://www.tomshardware.com
Titelbild: Screenshot
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