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China überholt weltweit beim Einsatz von Industrierobotern

China setzt seit Jahren verstärkt auf den Einsatz von Industrierobotern und baut seinen Vorsprung weiter aus. Neue Zahlen zeigen, wie groß der Abstand zur Konkurrenz inzwischen geworden ist.

China dominiert den Markt für Industrieroboter

Nach Angaben der International Federation of Robotics sind weltweit rund 4.664.000 Industrieroboter im Einsatz. Mehr als zwei Millionen davon arbeiten in chinesischen Unternehmen. Allein im letzten Jahr hat China rund 300.000 neue Roboter installiert und damit 54 Prozent aller weltweiten Neuinstallationen verantwortet. Im Vergleich dazu hat die USA nur etwa ein Zehntel dieses Wertes erreicht und 34.000 Industrieroboter hinzugefügt. Dass China bei der Automatisierung vorne liegt, ist kein Zufall – der Boom der Roboter geht Hand in Hand mit der führenden Rolle des Landes als Produktionsstandort.

Laut der New York Times produziert China aktuell fast ein Drittel aller industriell gefertigten Güter weltweit. Zum Vergleich: Zum Jahrtausendwechsel lag der Anteil noch bei 6 Prozent. Damit stellt China heute mehr her als die USA, Deutschland, Japan, Südkorea und Großbritannien zusammen.

Wachsender Abstand zu anderen Industrieländern

Die Entwicklung deutet darauf hin, dass der Vorsprung Chinas absehbar nicht kleiner wird. Während China seine Roboter-Installationen 2024 um 7 Prozent steigern konnte, sanken die Werte im gleichen Zeitraum in anderen Technologie-Nationen. Japan verzeichnete ein Minus von 4 Prozent, die USA ein Minus von 9 Prozent, Südkorea einen Rückgang von 3 Prozent und Deutschland einen Rückgang von 5 Prozent. Die International Federation of Robotics rechnet damit, dass Chinas Automatisierungstrend anhält. Für die kommenden Jahre prognostiziert die Organisation ein jährliches Wachstum von rund 10 Prozent bis mindestens 2028. Ein Grund dafür ist, dass in China immer mehr Industriezweige auf Automatisierung setzen. Zu den Bereichen mit dem größten Wachstum zählten zuletzt die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Herstellung von Gummi- und Kunststoffprodukten sowie die Textilfertigung. In den USA konzentriert sich der Robotereinsatz dagegen nach wie vor auf klassische Bereiche wie die Automobilbranche.

Technologische Trends und Fachkräftemangel

Obwohl immer mehr Anwendungen auf Künstlicher Intelligenz basieren, spielen humanoide Roboter in China bisher eher eine Nebenrolle. Gründe dafür liegen auch in der Lieferkette: Viele Sensoren und Halbleiter lassen sich bisher nicht komplett in China fertigen. Darum halten sich humanoide Robotertypen in China bislang zurück. Unternehmen wie Tesla und Boston Dynamics dagegen setzen auf Pläne für humanoide Arbeitsroboter, die oft sehr hohe Anschaffungskosten haben werden – beispielsweise Teslas Optimus, dessen Preis bei etwa 20.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 18.500 Euro) liegen soll.

Ein wesentlicher Treiber der chinesischen Entwicklung ist gut ausgebildetes, technisches Personal. Das Land hat in den letzten Jahren viele Fachkräfte wie Elektriker:innen und Programmierer:innen hervorgebracht, die Roboter installieren und warten können. In den USA wächst die Anzahl der Elektriker:innen ebenfalls, der Mangel an qualifizierten Programmierer:innen bleibt jedoch ein Problem. Die jüngsten politischen Verschärfungen bei Arbeitsvisa – etwa die Anhebung der H1-B-Gebühren unter der Trump-Administration – erschweren es zusätzlich, qualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu holen.

Via: https://gizmodo.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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