Immer mehr Hersteller bringen künstliche Intelligenz ins Auto. Dabei trifft Apples CarPlay auf neue KI-Assistenten wie ChatGPT und auf moderne Cockpits etwa in aktuellen Kia-Modellen.
Für Euch als Apple-Nutzer:innen stellt sich die Frage: Lohnt sich ein KI-Assistent im Auto – und worauf solltet Ihr beim nächsten Fahrzeugkauf achten?
Ein aktueller Bericht beschreibt, dass ChatGPT in Apple CarPlay einzieht, allerdings nur, wenn Fahrer:innen bereit sind, mit einem Bot zu sprechen. Die Nutzung erfolgt also konsequent per Sprache, nicht über klassische Menüführung. Damit verschiebt sich die Rolle von CarPlay weiter in Richtung Plattform für Assistenten, die Navigation, Kommunikation und Mediensteuerung übernehmen.
Im Auto soll ChatGPT typische Aufgaben wie Routenführung, Suche nach Zielen oder das Vorlesen von Nachrichten unterstützen. Zudem kann der Assistent Inhalte erläutern oder zusammenfassen, etwa bei längeren Texten oder Informationen aus dem Netz. Für Euch bedeutet das: Weniger Tippen am Display, mehr gesprochene Interaktion mit dem System.
Das birgt Chancen und Risiken. Auf der einen Seite kann eine gut funktionierende Sprachsteuerung die Ablenkung im Verkehr reduzieren, weil Ihr die Hände am Lenkrad lasst. Auf der anderen Seite erzeugt jede zusätzliche Funktion im Cockpit potenziell neue Reize, die Eure Aufmerksamkeit binden. Entscheidend ist, ob die Integration klar strukturiert ist und ob sich der Assistent zuverlässig per Sprache steuern lässt.
Parallel dazu treiben Hersteller wie Kia den Ausbau moderner Cockpits voran. Auf der New York Auto Show feiert der überarbeitete Kia Seltos des Modelljahres 2027 Premiere; die Baureihe erhält zusätzlich eine Hybrid-Variante. Die Plattform deckt damit klassische Verbrenner, Hybridmodelle und mit dem Kia EV3 auch ein vollelektrisches Kompakt-SUV ab.
Im Innenraum setzt Kia beim Seltos künftig auf ein deutlich aufgewertetes Armaturenbrett. Dort sind nun zwei 12,3-Zoll-Displays verbaut, die Instrumente und Infotainment abbilden. Insgesamt wächst das Fahrzeug, die verlängerte Radbasis sorgt für mehr Platz auf beiden Sitzreihen und mehr Stauraum. Kia zeigt damit, dass große, zentrale Bildschirme und vernetzte Systeme auch in kompakteren SUVs zum Standard werden.
Für Apple-Fahrer:innen ist in diesem Kontext vor allem wichtig, wie gut CarPlay eingebunden ist. Entscheidend sind Fragen wie: Läuft CarPlay über das große, zentrale Display? Bietet der Hersteller regelmäßige Software-Updates für Infotainment und Assistenzsysteme? Und wie reibungslos funktioniert die Sprachsteuerung im Zusammenspiel mit Bord- und Apple-Diensten?
Beim Einsatz von KI im Auto solltet Ihr auch an Datenschutz denken. Sprachassistenten wie ChatGPT verarbeiten Eure Eingaben in der Regel über Cloud-Dienste, wodurch Gesprächsinhalte und Nutzungsdaten übertragen werden. Wie genau das umgesetzt ist, hängt von der jeweiligen Integration ab und von den Datenschutzrichtlinien der Anbieter. Wer hier sensibel ist, sollte sich vorab informieren, welche Daten erfasst werden und ob sich bestimmte Funktionen einschränken lassen.
Auch das Risiko zusätzlicher Ablenkung bleibt ein Thema. Je mehr Funktionen ein Assistent bietet, desto leichter verliert Ihr den Fokus auf die Straße, wenn Bedienung oder Antworten zu komplex werden. Sinnvoll ist daher, KI-Assistenten vor allem für klare, kurze Aufgaben wie Sprachbefehle zur Navigation, einfache Informationsabfragen oder Mediensteuerung zu nutzen.
Beim nächsten Autokauf lohnt es sich, gezielt nach CarPlay-Integration, Update-Politik und Sprachsteuerung zu fragen. Für wen KI im Auto sinnvoll ist, hängt stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab: Wer ohnehin häufig per Sprache mit iPhone und Apps interagiert, profitiert eher von ChatGPT und ähnlichen Diensten im Cockpit als jemand, der möglichst wenig digitale Ablenkung im Auto möchte.
Via: www.thelec.net · wabetainfo.com · www.wired.com
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