OpenAI veröffentlicht erstmals seit Jahren neue Modelle mit offenen Gewichten. Ihr könnt jetzt ChatGPT-ähnliche KI direkt auf eurem Mac nutzen – ganz ohne Abo oder Cloud-Anbindung.
OpenAI veröffentlicht neue Modelle mit offenen Gewichten
OpenAI hat am 5. August 2025 zwei neue große Sprachmodelle veröffentlicht: gpt-oss-20b und gpt-oss-120b. Diese Modelle bieten erstmals seit GPT-2 im Jahr 2019 wieder öffentlich verfügbare Gewichte. Beide Modelle stehen unter der Apache-2.0-Lizenz, was kostenlose kommerzielle Nutzung und Modifikationen ermöglicht. CEO Sam Altman bezeichnet das kleinere gpt-oss-20b als aktuell bestes und nutzerfreundlichstes offenes Modell. Laut Altman erreichen die neuen Modelle eine vergleichbare Reasoning-Performance wie GPT-4o-mini und o3-mini. OpenAI reagiert mit dieser Veröffentlichung auch auf den Druck aus der Open-Source-Community, nachdem unter anderem Metas LLaMA 3 und DeepSeek aus China für Aufmerksamkeit sorgten. Die Entscheidung, diese Modelle jetzt zu veröffentlichen, steht offenbar im Zusammenhang mit der wachsenden Bedeutung offener KI-Plattformen.
Systemanforderungen und Mac-Kompatibilität
Das gpt-oss-20b Modell benötigt mindestens 16 Gigabyte gemeinsamen Speichers oder VRAM und ist damit gut auf leistungsstarken Apple Silicon Macs wie dem M2 Pro oder M3 Max lauffähig. OpenAI hebt die Unterstützung von Apple Silicon explizit als wichtigsten Anwendungsfall für das 20b-Modell hervor. Für das größere gpt-oss-120b empfiehlt OpenAI jedoch 60 bis 80 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dieses Modell ist daher eher für leistungsstarke GPU-Workstations oder Cloud-Umgebungen geeignet und für herkömmliche Macs nicht praktikabel. Das kleinere Modell läuft dagegen auch auf vielen Apple- oder PC-Systemen lokal. Für Entwickler:innen und Forscher:innen mit speziellem Bedarf kann das größere Modell dennoch interessant sein. Verfügbar sind beide Modelle als Open-Source-Variante unter einer flexiblen Lizenz mit voller Kontrolle für Nutzer:innen.
Performance, Entwickler-Tools und lokale KI-Anwendungen
Die neuen gpt-oss-Modelle unterstützen moderne KI-Funktionen wie chain-of-thought reasoning, Funktionsaufrufe und Code-Ausführung. Entwickler:innen können sie anpassen, damit eigene Tools erstellen und alles offline betreiben. Das eröffnet neue Möglichkeiten für den Datenschutz, zum Beispiel für lokale Assistent:innen und KI-Workflows ohne Internetverbindung. OpenAI stellt dazu Referenzumsetzungen und Beispiel-Prompts bereit. Ihr könnt die Modelle mit Toolkits wie PyTorch, Transformers, Triton, vLLM oder den Metal Performance Shaders von Apple nutzen. Zusätzlich gibt es Unterstützung in Drittanbieter-Tools wie Ollama und LM Studio. Diese Lösungen vereinfachen das Herunterladen der Modelle, die Komprimierung sowie das Einrichten der Oberfläche. Das 20b-Modell ist von Haus aus mit einer speziellen 4-Bit-Komprimierung ausgestattet, die Arbeitsspeicher spart und die Geschwindigkeit erhöht, ohne dabei die Ergebnisqualität zu beeinträchtigen. Zwar braucht die Einrichtung etwas technisches Wissen, aber Tools wie LM Studio oder Ollama helfen euch beim Einstieg.


OpenAI kehrt mit diesen Modellen zur Offenheit zurück und gibt Entwickler:innen und Nutzer:innen mehr Möglichkeiten, KI lokal auf dem eigenen Gerät zu nutzen. Das gpt-oss-20b-Modell bietet solide Leistung für viele Geräteklassen und macht unabhängige KI-Lösungen auf Apple Macs leicht zugänglich. Das größere 120b-Modell bleibt Expert:innen mit speziellem Equipment vorbehalten, markiert aber einen Fortschritt Richtung Transparenz und Zugänglichkeit. Für Mac-Nutzer:innen bedeutet das: Ihr könnt KI-Leistung direkt lokal nutzen, was gut zum aktuellen Trend von mehr On-Device-Intelligenz in Apple-Systemen passt.
