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ChatGPT-4o wird abgeschaltet: So übersteht ihr den Umstieg auf ChatGPT-5.2

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OpenAI stellt ChatGPT-4o am 13. Februar endgültig ein und leitet alle Nutzer:innen auf das neue Modell ChatGPT-5.2 um. Wir fassen zusammen, wie ihr euch darauf vorbereiten könnt.

Was hinter dem Aus für ChatGPT-4o steckt

OpenAI will ChatGPT-4o dauerhaft abschalten und alle Anfragen auf das laut Unternehmen deutlich weiterentwickelte ChatGPT-5.2 umleiten. Der Termin für den Wechsel ist der 13. Februar.

Langjährige ChatGPT-Nutzer:innen erinnern sich: Schon beim Start des ursprünglichen ChatGPT-5 wollte OpenAI 4o ausmustern. Die Reaktionen fielen damals so kritisch aus, dass das Unternehmen 4o für Plus-Abonnent:innen zurückbrachte.

Viele fanden ChatGPT-5 im Vergleich zu 4o zu roboterhaft, unterwürfig und wenig humorvoll. Dazu kam das Gefühl, dass sich eine vertraute digitale Begleitung über Nacht stark in ihrer Persönlichkeit verändert hatte.

Inzwischen ist OpenAI überzeugt, die Anpassungsmöglichkeiten für die Persönlichkeitssteuerung in ChatGPT-5.2 so weit verbessert zu haben, dass 4o endgültig entfallen kann. In einem Blogbeitrag hieß es, man wolle Nutzer:innen mehr Kontrolle darüber geben, wie sich ChatGPT anfühlt, nicht nur, was es leisten kann. Die Ankündigung der Abschaltung von GPT-4o sei erfolgt, weil diese Verbesserungen nun bereitstünden.

Dass der Stichtag unmittelbar vor dem Valentinstag liegt, empfinden manche 4o-Fans als wenig sensibel, gerade weil viele Menschen ChatGPT auch für emotionale Unterstützung und Gesellschaft nutzen.

Trotz der neuen Einstellmöglichkeiten in 5.2 bevorzugen zahlreiche Nutzer:innen weiterhin die Persönlichkeit von ChatGPT-4o. Einige drohen mit einem Wechsel zu Gemini, andere haben Online-Petitionen gestartet, um GPT-4o zu retten.

Fünf Strategien für die Zeit nach ChatGPT-4o

1. Bewährte Arbeitsabläufe in 5.2 nachbauen

Ein wesentlicher Vorteil von 4o war, dass das Modell mit einfachen Eingaben zuverlässig genau die gewünschten Ergebnisse lieferte. Formulierungen wie „Fasse das ohne Schönfärberei zusammen“ oder „Schreibe das knapper, nicht länger“ funktionierten meist direkt.

Noch vor der Abschaltung solltet ihr eure wichtigsten Eingaben in 5.2 ausprobieren und die Unterschiede analysieren. Nehmt einen regelmäßig genutzten 4o-Prompt, testet ihn in 5.2 und notiert, wo die Antwort von euren Erwartungen abweicht.

Anschließend könnt ihr Korrekturanweisungen ergänzen, etwa „Kein einleitender Rahmen“, „Nicht ausführen, sofern nicht gefragt“ oder „Satzrhythmus beibehalten“. So lässt sich das Ergebnis näher an das Verhalten anpassen, das ihr von 4o gewohnt seid.

2. Kompatibilitäts-Prompt für 4o-Verhalten anlegen

Zu den häufigsten Kritikpunkten an den GPT-5-Modellen gehört, dass sie zu gefällig und unterwürfig wirken. Das ist ein weiterer Grund, warum viele Nutzer:innen 4o bevorzugten.

In den Einstellungen von ChatGPT könnt ihr im Bereich Personalisierung dauerhaft gültige Anweisungen hinterlegen. Der Text im Feld „Benutzerdefinierte Anweisungen“ gilt dann für alle Chats.

Alternativ fügt ihr zu Beginn eines neuen Gesprächs einen Start-Prompt ein, der das Verhalten in Richtung 4o lenken soll. Darin könnt ihr etwa festhalten, dass ChatGPT sich in Ton und Verhalten wie ChatGPT-4o verhalten, direkt, neutral und präzise antworten, Anweisungen wörtlich befolgen, motivierende Sprache vermeiden, sich kurz halten und eure Schreibstimme bei Überarbeitungen bewahren soll. Bei Unklarheiten soll das Modell nur eine gezielte Rückfrage stellen statt zu raten.

3. ChatGPT-4o weiter nutzen – trotz Abschaltung

Eine besondere Option ist ein Dienst namens „4o-Revival“, der sich zum Ziel gesetzt hat, ChatGPT-4o weiter zugänglich zu machen. Dort stehen datierte Schnappschüsse des ursprünglichen 4o zur Verfügung, mit denen ihr verschiedene Versionen testen könnt, um die bevorzugte Variante wiederzufinden.

Nach Einschätzung der Autor:innen vermittelt die Nutzung von 4o-Revival tatsächlich weitgehend das gewohnte 4o-Gefühl. Die Oberfläche weicht etwas ab, doch ihr könnt viele frühere Funktionen verwenden, darunter Bilderzeugung, Datei-Uploads, Websuche sowie Speicherfunktion und persönliche Anweisungen. Sprachmodus gibt es nicht vollständig, aber eine Text-zu-Sprache-Ausgabe wird unterstützt.

Der Nachteil sind die Nutzungslimits. In der Gratisversion sind 15 Nachrichten pro 24 Stunden möglich. Der Plus-Tarif kostet 19,99 US-Dollar (rund 18,50 Euro) pro Monat und erhöht das Kontingent auf 80 Nachrichten alle vier Stunden.

4. Petition gegen das Aus von 4o unterzeichnen

Wer die Abschaltung von 4o nicht einfach hinnehmen möchte, kann versuchen, OpenAI zum Umdenken zu bewegen. Eine Online-Petition fordert, GPT-4o weiter verfügbar zu halten.

Dort heißt es, OpenAI solle die Entscheidung zurücknehmen, GPT-4o für zahlende Kund:innen einzustellen. Falls GPT-5 als Standard weiterentwickelt werde, solle es zumindest einen „Legacy“-Schalter oder einen eigenen „Klassikmodus“ geben, über den Plus-, Team- und Enterprise-Nutzer:innen GPT-4o dauerhaft weiterverwenden können.

Ob die Petition den Kurs von OpenAI tatsächlich ändert, ist offen. Sie bietet aber eine Möglichkeit, Protest zu äußern.

5. ChatGPT ganz den Rücken kehren

Als letzte Option steht für manche Nutzer:innen der Ausstieg aus ChatGPT im Raum. Viele diskutieren offen, den Dienst komplett zu verlassen. Häufig genannte Alternativen sind Gemini und Claude.

Das Ende von 4o reiht sich für einige Nutzer:innen in eine Serie wahrgenommener Einschnitte ein. Dazu zählen Berichte über automatische Umleitung auf Modelle mit geringerer Denkfähigkeit je nach Anfrage und die Einführung von Werbung.

Für Unmut sorgt auch eine Spende in Höhe von 25 Millionen US-Dollar (rund 23,10 Millionen Euro) von ChatGPT-Präsident Greg Brockman an ein Wahlkomitee für Donald Trump, die größte Einzelspende im betrachteten Zeitraum.

In einem Beitrag auf Reddit begründete der:die Nutzer:in „Individual_Dog_7394“ den Abschied von ChatGPT damit, dass ältere Modelle abgeschaltet würden, obwohl viele sie weiterhin für bestimmte Aufgaben nutzten. Zudem sei die Qualität von GPT im Vergleich zu anderen Modellen gesunken und komme für die eigenen Anforderungen nicht an Gemini heran.

Der:die Nutzer:in „JackStrawWitchita“ plädierte sogar dafür, auf kostenpflichtige KI-Dienste ganz zu verzichten. Es sei kostengünstiger und lehrreicher, zwischen den kostenlosen Angeboten verschiedener Dienste zu wechseln. Nur so könne man die unterschiedlichen Werkzeuge wirklich kennenlernen, während ein Abo an ein einzelnes Ökosystem binde.

Via: https://www.techradar.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: Gemini, Claude, ChatGPT 4o, ChatGPT-5.2, 4o-Revival, Petition, OpenAI, KI-Assistent

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