Apple soll zentrale Produktpläne überarbeitet haben – mit Folgen für das erwartete Touch‑MacBook mit OLED‑Display und das Basis‑Modell des iPhone 18. Berichte deuten auf ungewöhnliche Chip-Strategien und Einschränkungen bei KI-Funktionen hin.
MacBook „Ultra“ mit Touch-OLED angeblich ohne neue M6-Pro-/Max-Chips
Apple hat seine Roadmap für Apple Silicon laut früheren Berichten angepasst. Demnach plant der Konzern, noch in diesem Jahr M5 Ultra sowie einen Basis‑M6 einzuführen und anschließend direkt auf M7, M7 Pro und M7 Max im Jahr 2027 zu springen, während ein M7 Ultra für 2028 vorgesehen sein soll.
Diese Neuausrichtung betrifft offenbar auch das kommende, touchfähige MacBook mit OLED‑Display. Für dieses Modell kursiert der Name „MacBook Ultra“, um dessen Premium-Ausstattung zu markieren. Laut bisherigen Informationen setzt Apple bei dem Gerät auf eine Hybrid‑OLED‑Architektur mit Oxide‑TFT und Tandem‑OLED‑Schichten, die für höhere Helligkeit und bessere Energieeffizienz sorgen soll.
Zusätzlich sollen ein Touch‑Display, eine Lochkamera in einem pillenförmigen Ausschnitt mit Dynamic‑Island-Funktionalität sowie ein dünnes und schlankes Gehäuse geplant sein. Neue Hinweise von Bloomberg-Reporter Mark Gurman deuten nun aber darauf hin, dass das erste Touch‑MacBook nicht mit frischen M6‑Varianten, sondern mit bereits bekannten M5 Pro- und M5 Max‑Chips erscheinen soll. Eine überarbeitete Version, die Ende 2027 erwartet wird, soll dann auf M7 Pro und M7 Max setzen.
Ebenfalls im Gespräch ist ein Update des Einstiegs‑MacBook‑Pro noch in diesem Jahr, das mit dem neuen Basis‑M6 ausgestattet sein könnte. Gründe für die ungewöhnliche Chip-Strategie sieht der Bericht vor allem in zwei Bereichen: Zum einen soll der Basis‑M7 eine deutlich höhere einheitliche Speicherbandbreite von 240 GB/s im Vergleich zu 153 GB/s beim Basis‑M5 bieten. Damit wären M7‑Chips für lokale KI-Anwendungen deutlich besser geeignet, was Apple offenbar zu einem schnelleren Wechsel auf die M7‑Architektur motiviert – auch auf Kosten geplanter M6 Pro-, Max- und Ultra‑Varianten.
Zum anderen verweist der Bericht auf Engpässe bei TSMC im 2‑nm‑Fertigungsprozess. Apple soll daher vorhaben, zumindest einige M7‑Chips auf Intels 18A‑P‑Prozess fertigen zu lassen. Eine beschleunigte Einführung der M7‑Generation könnte Apple helfen, den vollen Fertigungslinien von TSMC auszuweichen.
iPhone 18: 9 GB RAM sollen KI‑Funktionsumfang begrenzen
Parallel dazu meldet der auf Apple spezialisierte Analyst Ming-Chi Kuo neue Details zum Basis‑iPhone 18. Seine aktuellen Recherchen deuten darauf hin, dass das Einstiegsmodell mit A20‑Chip im Frühjahr 2027 mit 9 GB RAM erscheinen könnte – eine Steigerung gegenüber 8 GB beim aktuellen A19, aber unterhalb der Schwelle, die Apple intern offenbar für bestimmte KI‑Funktionen ansetzt.
Apple Intelligence und die neue Siri‑KI setzen laut einem früheren Bericht auf drei Cloud‑Modelle, darunter AFM 3 Cloud Pro, das aus einem 1,2‑Billionen‑Parameter‑Google‑Gemini‑Modell abgeleitet sein soll, sowie zwei On‑Device‑Modelle: AFM 3 Core und AFM 3 Core Advanced. AFM 3 Core bringt etwa 3 Milliarden Parameter mit, während AFM 3 Core Advanced rund 20 Milliarden Parameter umfasst, von denen aber je nach Aufgabe nur 1 bis 4 Milliarden gleichzeitig aktiv sind. Gerade dieses Advanced‑Modell soll überarbeitete Diktierfunktionen und ausdrucksstärkere Siri‑Stimmen ermöglichen.
Obwohl AFM 3 Core Advanced jeweils nur 1 bis 4 Milliarden Parameter in den Arbeitsspeicher lädt, soll es mindestens 12 GB RAM erfordern. Mit den nun kolportierten 9 GB RAM wäre das Basis‑iPhone 18 damit offenbar von diesen erweiterten On‑Device‑KI‑Funktionen ausgeschlossen.
Steigende Speicherpreise setzen Apple unter Kostendruck
Als Hauptgrund für diese Entscheidung nennt der Bericht die Kosten. Die Vertragspreise für 12 GB LPDDR5X‑DRAM haben sich demnach seit dem ersten Quartal 2025 verdreifacht. Gegen Ende des ersten Quartals und in das zweite Quartal 2026 hinein lagen sie bei rund 120 US‑Dollar pro Einheit und sind seit Jahresbeginn um 68,8 US‑Dollar auf zuletzt etwa 145 US‑Dollar pro Einheit gestiegen. Zusätzliche Belastungen durch höhere Flash‑Speicherpreise kommen hinzu.
Vor diesem Hintergrund wären 12 GB RAM in einem Basis‑iPhone 18 deutlich teurer, was sich spürbar in Apples Stückkosten und damit in der Produktpositionierung niederschlagen würde.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: wccftech.com
