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Bald Werbung in ChatGPT?

OpenAI plant einen Strategiewechsel: In ChatGPT wird künftig Werbung angezeigt. Das Unternehmen möchte so neue Einnahmequellen für den beliebten KI-Dienst erschließen.

Werbung vorerst nur für Nutzer:innen in den USA

OpenAI aus San Francisco hat angekündigt, dass im Chatverlauf von ChatGPT künftig Werbeanzeigen eingeblendet werden. Zunächst werden diese Anzeigen ausschließlich Nutzer:innen in den USA angezeigt, und zwar in der kostenlosen Variante sowie im neuen Abo „ChatGPT Go“. Die kostenpflichtigen Abos „Plus“ für 23 Euro pro Monat und andere höherpreisige Angebote bleiben weiterhin werbefrei. Laut OpenAI ist noch nicht bekannt, ab wann Werbung auch in anderen Ländern, wie Deutschland, ausgespielt wird.

Klare Kennzeichnung und Schutz der Nutzerdaten versprochen

Nach Angaben von OpenAI sollen alle Werbeanzeigen klar als solche gekennzeichnet werden. Das Unternehmen betont, dass Chatverläufe und Nutzerdaten grundsätzlich nicht an werbetreibende Unternehmen verkauft werden. Die Antworten von ChatGPT bleiben laut OpenAI von Werbeanzeigen unbeeinflusst. Das Ziel ist, den KI-Chatbot als zuverlässiges Informationswerkzeug zu erhalten, ohne dass Unternehmen Einfluss auf Inhalte nehmen.

Finanzierung hoher Investitionen und neue Anreize

Die Einführung von Werbung ist Teil einer neuen Einnahmestrategie. OpenAI und andere KI-Unternehmen investieren derzeit hunderte Milliarden US-Dollar (umgerechnet mehrere Hundert Milliarden Euro) in neue Rechenzentren und Infrastruktur. Die mit Werbung generierten Einnahmen sollen dazu beitragen, diese enormen Kosten zu decken. Gleichzeitig erhalten Nutzer:innen einen Anreiz, auf kostenpflichtige – und werbefreie – Abos umzusteigen. Sam Altman, Firmenchef von OpenAI, hatte sich in der Vergangenheit noch gegen Werbung in ChatGPT ausgesprochen. Nun markiert der Schritt einen klaren Strategiewechsel. Nach Schätzungen nutzen rund 800 Millionen Menschen pro Woche ChatGPT, der Großteil von ihnen jedoch kostenlos. Wie sich der neue Ansatz auf die Akzeptanz des Dienstes auswirkt, bleibt abzuwarten.

Via: https://www.tagesschau.de

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Michael Reimann

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