Ab März 2026 erhält die ARD Audiothek einen neuen Namen: ARD Sounds. Dahinter steht eine strategische Neuaufstellung der digitalen Audioangebote der ARD.
Neue Audio-Plattform für veränderte Mediennutzung
Immer mehr Hörer:innen greifen über Smartphones, smarte Lautsprecher oder vernetzte Autoradios auf Audio-Inhalte zu. Mit ARD Sounds reagiert die ARD auf diese Entwicklung und fasst ihre öffentlich-rechtlichen Audioangebote in einer gemeinsamen Plattform zusammen. Dort sollen regionale Live-Radioprogramme ebenso zu finden sein wie exklusive Podcasts.
So will die ARD vorhandene Ressourcen effizienter nutzen, die Auffindbarkeit der Inhalte verbessern und die Reichweite der digitalen Angebote ausbauen. Jan Weyrauch, Vorsitzender der Audioprogrammkonferenz der ARD, beschreibt das Ziel so: Wer Emotionen wecken wolle, müsse Audioangebote machen. Radio und Audio begleiteten bereits heute Millionen Menschen im Alltag. ARD Sounds solle dies erleichtern, indem sämtliche Audioinhalte in einer App gebündelt würden. Die Plattform sei als „Abspielknopf für deinen Tag“ gedacht, der Nutzer:innen unterwegs beim Joggen oder im Auto informiert und unterhält.
Von der Audiothek zum Tagesbegleiter
Die 2018 gestartete ARD Audiothek begann als „Bibliothek für Wortinhalte“. Inzwischen hat sie sich zu einem digitalen Begleiter durch den Tag mit Radio, Podcasts, Livestreams und Hörspielen entwickelt. Diese gewachsene Vielfalt und die zeitgemäße Ausrichtung sollen mit dem neuen Namen ARD Sounds sichtbar werden.
Unter ARD Sounds finden Nutzer:innen ein breites Spektrum an Audioformaten: tägliche Nachrichten-Updates wie „11KM: der Tagesschau-Podcast“ und „0630“, Talkformate wie „Baborie & Rakers“, Online-Dokumentationen wie „Wild Wild Web“ sowie Livestreams von Fußballspielen der Bundesliga und der Champions League. Die ARD versteht die Umbenennung als starkes Signal für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Audios.
Ein Kernpunkt ist die Integration der bisher eigenständigen Apps von mehr als vierzig Radiosendern. Künftig sollen alle Lieblingsprogramme und -inhalte auf einer einzigen Plattform verfügbar sein. Ergänzt wird das Angebot um personalisierte Empfehlungen, einen komfortablen Audio-Player und direkte Interaktionsmöglichkeiten mit den Sendern in Echtzeit.
Der Start von ARD Sounds erfolgt im März 2026 als App-Update der bisherigen ARD Audiothek. Die Umstellung der Radio-Apps wird schrittweise umgesetzt, damit alle Hörer:innen problemlos zu ihren Sendern finden. Ein gezieltes Onboarding soll die Nutzenden der bestehenden Apps nahtlos auf ARD Sounds überführen. Die Produktentwicklung erfolgt ARD-intern auf derselben technischen Grundlage wie die ARD Mediathek, um Synergien zu nutzen.
Kooperationen mit ZDF, Deutschlandfunk und eigenes Festival
Parallel zum Plattform-Umbau intensiviert die ARD die Zusammenarbeit mit anderen öffentlich-rechtlichen Partnern. Podcasts und Livestreams der Deutschlandfunk-Programme sind bereits Teil des Angebots. Mit dem Start von ARD Sounds ist zudem eine Kooperation mit dem Zweiten Deutschen Fernsehen geplant. Dann sollen unter anderem „Lanz & Precht“, „Aktenzeichen XY… unvergessene Verbrechen“, „heute journal – der Podcast“ und „Terra X“ in ARD Sounds abrufbar sein.
ARD Sounds wird außerdem als analoges Ereignis erlebbar: Vom 7. bis 10. Mai 2026 findet in Nürnberg das erste ARD-Sounds-Festival statt. Im Mittelpunkt stehen ARD-Podcasts und ihre Moderator:innen. 25 Podcastshows in acht über die Stadt verteilten Spielorten sollen Nürnberg zur „Stadt der Klänge“ machen. Auf dem Programm stehen beliebte Formate wie „Kein Mucks“, „Deutschland 3000“, „Eat Read Sleep“, „Eine Stunde History“ von Deutschlandfunk Nova, „too many tabs“, „11km“, „Hateland“, „Eltern ohne Filter“, „Lachlabor“, „Musste durch“ und weitere.
Ein besonderes Element des Festivals sind exklusive Studiokonzerte von Michael Schulte, Malik Harris, LNA und Cosby. Tickets dafür gibt es ausschließlich über Verlosungsaktionen der teilnehmenden ARD-Radiosender und der ARD Audiothek. Eintrittskarten und weitere Informationen zum ARD-Sounds-Festival stehen auf der Webseite www.ARDSoundsFestival.de bereit.
Via: https://www.ard.de
