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Artemis II: NASA behebt Leck und bereitet nächsten Betankungstest vor

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NASA arbeitet nach der abgeschlossenen Generalprobe für Artemis II an Reparaturen und Analysen am Startsystem. Ziel ist ein reibungsloser Ablauf beim nächsten Betankungstest.

Austausch von Dichtungen nach erhöhten Wasserstoffwerten

Nach dem nassen Probelauf am 3. Februar vor Artemis II haben Techniker:innen zwei Dichtungen in einem Bereich ersetzt, in dem beim Test höhere als zulässige Wasserstoffkonzentrationen gemessen wurden. Ingenieur:innen untersuchen die entfernten Dichtungen und erarbeiten Pläne, um alle identifizierten Punkte vor der nächsten Generalprobe zu beheben.

Sobald die Tanks der Trägerrakete des Raum­start­systems (Space Launch System, SLS) nach dem letzten Test von kryogenen Treibstoffen geleert waren, begannen die Teams sofort mit Arbeiten an der Heckversorgungsmast-Kupplung auf der mobilen Startrampe. Sie lösten Raketen- und bodenseitige Anschlussplatten, um den Bereich mit den erhöhten Gaswerten zu inspizieren und die Dichtungen rund um zwei Treibstoffleitungen zu ersetzen.

Die beiden Heckversorgungsmasten, jeweils etwa so hoch wie ein dreistöckiges Gebäude, führen die Leitungen für kryogene Treibstoffe und die elektrischen Kabelverbindungen zur Kernstufe des SLS. Vor dem Start kippen sie zurück und verfügen über sogenannte Schnelltrennkupplungen, die sich beim Abheben augenblicklich lösen, um einen sicheren und zuverlässigen Rückzug beim Start zu gewährleisten.

Tests der Reparaturen und Anpassungen am Ablauf

Während die Teams weiter die Ursache des Lecks untersuchen, soll das Wiederverbinden der Schnittstellen voraussichtlich am Montag, dem 9. Februar, abgeschlossen sein. Geplante Tests im Stennis-Weltraumzentrum der NASA in Bay St. Louis, Mississippi, sollen zusätzliche dynamische Aspekte der Anschlussplatten bewerten. Ingenieur:innen prüfen Optionen, die Reparaturen vor der nächsten nassen Generalprobe zu testen, um sicherzustellen, dass die Dichtungen wie erwartet funktionieren.

Für die nächste Generalprobe passt NASA mehrere Abläufe an und konzentriert sich stärker auf die Betankungsaktivitäten. Die Luke der Orion-Crewkapsel wird vor dem Test geschlossen, und das Abschlussteam, das am Starttag die Artemis-II-Crew in ihre Sitze bringt und die beiden Orion-Luken schließt, wird nicht zur Startrampe geschickt. Der Crew-Zugangsausleger wird bei der kommenden Probe nicht zurückgezogen, nachdem Ingenieur:innen bereits erfolgreich demonstriert haben, dass die bodenseitige Startsequenzsteuerung ihn in der Endphase des Countdowns einfahren kann.

Zusätzlich hat NASA in zwei geplanten Haltephasen im Countdown, vor und nach den Betankungsarbeiten, jeweils 30 Minuten extra eingeplant, um mehr Zeit für Fehlersuche zu haben. Dadurch verlängert sich der gesamte Countdown um eine Stunde. Diese zusätzliche Zeit wirkt sich nicht auf den Zeitplan der Crew am eigentlichen Starttag aus.

Artemis-II-Crew setzt Training fort, Starttermin bleibt offen

Seit dem Ende ihrer Quarantäne setzen die NASA-Astronaut:innen Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der Astronaut der Kanadischen Weltraumagentur, Jeremy Hansen, ihr Training fort. Sie vertiefen ihre Routine mit den Systemen des Orion-Raumschiffs, sodass der Umgang damit zur zweiten Natur wird. Außerdem gehen die Astronaut:innen die Details jedes Flugtages der Mission durch und stärken damit ihr Verständnis der geplanten Testziele während des Fluges.

NASA behält weiterhin März als mögliche nächste Startgelegenheit im Blick, wird jedoch keinen konkreten Starttermin festlegen, bevor nicht eine erfolgreiche nasse Generalprobe abgeschlossen und alle Daten ausgewertet sind.

Via: https://www.nasa.gov
Titelbild: Nasa

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Tags: Stennis-Weltraumzentrum, Nasa, Orion, SLS, Artemis II, Betankungstest, Generalprobe, Space Launch System, Wasserstoffleck

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