Der Provisionsumsatz, den Apple im App Store erzielt, geht in Märkten zurück, in denen das Unternehmen seine Regeln für In‑App‑Käufe lockern musste. Neue Analysedaten deuten darauf hin, dass sich regulatorische Eingriffe zunehmend in den App-Store-Zahlen niederschlagen.
Rückgang der Provisionen in den USA, Brasilien und Japan
Wie Appfigures laut Financial Times berichtet, ist Apples Provisionsumsatz in den USA seit Beginn des Jahres 2026 um 18 Prozent gefallen. Das Analyseunternehmen sieht auch in Brasilien und Japan rückläufige App‑Store‑Erträge, nachdem in beiden Ländern neue Regulierungen eingeführt wurden.
Parallel dazu meldet Sensor Tower einen Rückgang der US-Verbraucherausgaben über den App Store um 6 Prozent im zweiten Quartal 2026. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war dieser Wert noch um 9 Prozent gewachsen. Die Daten legen nahe, dass sich Wachstum und Monetarisierung im App Store in stark regulierten Märkten abschwächen.
Regulatorischer Druck belastet Apples Services-Sparte
Die aktuellen Zahlen stehen im Kontext von Aussagen, die Apple bereits im vergangenen Monat im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse gemacht hat. Demnach beginnen regulatorische Veränderungen, das Wachstum im Geschäftsbereich Services zu belasten.
Für das Juni-Quartal meldete Apple Service-Umsätze in Höhe von 30,7 Milliarden US-Dollar, ein Rekordwert für diesen Zeitraum. Die Summe blieb jedoch unter den Erwartungen von Analyst:innen, die mit 31,4 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Der App Store ist ein zentraler Bestandteil dieses Service-Geschäfts und daher unmittelbar von veränderten Provisionsmodellen betroffen.
Epic-Urteil verändert Geschäftsmodell bei In‑App‑Käufen
Traditionell behält Apple bei digitalen Käufen innerhalb von Apps im App Store zwischen 15 und 30 Prozent ein. Dieses Modell steht jedoch zunehmend unter Druck. In den USA zwingt eine von Epic Games erstrittene einstweilige Verfügung Apple inzwischen dazu, Entwickler:innen zu erlauben, Nutzer:innen auf externe Bezahloptionen zu lenken, ohne dass Apple daran mitverdient.
Sensor Tower führt den Rückgang der US-Verbraucherausgaben im App Store maßgeblich auf dieses Urteil zurück. Seit April 2025 erhebt Apple in den USA keine Gebühren mehr auf sogenannte Link-outs, also Verlinkungen aus Apps heraus auf externe Bezahlseiten. Damit fallen für das Unternehmen dort Provisionsquellen weg, während alternative Zahlungswege für Nutzer:innen und Entwickler:innen an Bedeutung gewinnen.
Die vorliegenden Analysedaten und Apples eigene Aussagen deuten darauf hin, dass regulatorische Entscheidungen und gerichtliche Auflagen das App-Store-Geschäft des Unternehmens in wichtigen Märkten spürbar verändern. Wie Apple sein Service-Geschäft langfristig an die neuen Rahmenbedingungen anpassen wird, bleibt abzuwarten.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
