Apple hat die Richtlinien für den App Store überarbeitet und verschärft die Vorgaben für das Teilen persönlicher Daten mit Dritten. Entwickler:innen, die sich nicht an die neuen Regeln halten, müssen mit dem Entfernen ihrer Apps aus dem Store rechnen.
Die aktualisierten Richtlinien betonen, dass persönliche Daten nur dann an Dritte weitergegeben werden dürfen, wenn dies klar offengelegt wird und die ausdrückliche Einwilligung der Benutzer:innen vorliegt. Zu den Drittparteien zählen jetzt ausdrücklich auch Dienste mit künstlicher Intelligenz (KI). Apple schreibt vor, offen zu legen, falls persönliche Daten mit KI-Anbietern geteilt werden.
Konkret heißt es in den Richtlinien: „Ihr müsst deutlich machen, wenn persönliche Daten mit Dritten, einschließlich KI-Dienstleistern, geteilt werden, und vorab die ausdrückliche Zustimmung einholen. Daten, die von Apps erhoben werden, dürfen nur zum Zweck der Verbesserung der App oder für Werbung weitergegeben werden, und dies nur in Übereinstimmung mit den Vorgaben der Apple Developer Program License Agreement.“
Wer sich als Entwickler:in nicht an diese Vorgaben hält, riskiert den Ausschluss aus dem App Store. Diese Anpassung folgt bisherigen Regeln, die das Datenschutzniveau bei Apple bereits hoch ansetzen. Neu ist vor allem, dass der Anwendungsbereich nun ausdrücklich auf KI-Anbieter erweitert wurde. Apple reagiert damit auf die Zunahme von Anwendungen, die personenbezogene Daten zur Verbesserung KI-basierter Funktionen verarbeiten.
Apple selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den geänderten Richtlinien geäußert. Unabhängige Nutzer:innen und Beobachter:innen bewerten die Anpassung als weiteren Schritt zur Sicherung der Datenhoheit in einer Zeit, in der KI-Technologien und automatisiertes Lernen auf immer mehr Smartphones eingesetzt werden.
Künstliche Intelligenz begegnet uns heute vor allem als Chatbots wie ChatGPT, Gemini oder Claude. Jedoch umfasst der Begriff viel mehr, etwa Technologien wie maschinelles Lernen, die aus Nutzungsdaten selbstständig Verbesserungen ableiten. Apple plant, in Kürze eine neue, KI-gestützte Version von Siri vorzustellen. Gerüchten zufolge könnte dabei eine angepasste Variante von Googles KI „Gemini“ im Hintergrund genutzt werden.
Die neuen Vorgaben gelten als klares Signal an alle Entwickler:innen: Wer KI-Features nutzt, muss die Privatsphäre der Benutzer:innen sowie Transparenz und ausdrückliche Zustimmung gewährleisten. Gerade in einer Zeit, in der automatisierte Technologien rasant an Bedeutung gewinnen, hebt Apple damit den Schutz persönlicher Daten weiter hervor.
Via: CNet
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