Am 20. Oktober 2026 wird Apples Magic Mouse 17 Jahre alt. Seit ihrer Vorstellung hat sich wenig verändert – dabei könnten mehrere Designentscheidungen den Alltag mit der Maus deutlich angenehmer machen.
Apple stellte die erste Magic Mouse am 20. Oktober 2009 vor. Sie lag zunächst allen iMacs bei; Mac-Besitzer:innen konnten sie für 69 US-Dollar (rund 63 Euro) separat kaufen. Apple pries sie als weltweit erste Maus mit Multi-Touch-Oberfläche an. Das iPhone hatte diese Technik erst zwei Jahre zuvor bekannt gemacht.
Statt klassischer Tasten bot die Maus eine durchgehende Oberfläche. Tippen auf der linken Seite löste einen Linksklick aus, rechts einen Rechtsklick. Berührungen ermöglichten außerdem Gesten zum Scrollen, zum Wischen durch Zeitleisten sowie zum Verschieben und Vergrößern von Bildern.
Das klang innovativ, brachte aber Nachteile mit sich. Eine native Mittelklick-Funktion fehlte, ebenso Gesten für einige verbreitete Funktionen von Mac OS X. Bei manchen Macs kam es zudem zu Bluetooth-Problemen. Vor allem aber empfanden viele Menschen die flache Form als unbequem. Für längere Nutzung war die Ergonomie ein Problem.
Die erste Version benötigte gewöhnliche AA-Batterien. Apple bot dafür sogar eigene wiederaufladbare Batterien samt Ladegerät an. Erst sechs Jahre später erhielt die Maus einen eingebauten Akku.
Am 13. Oktober 2015 stellte Apple die Magic Mouse 2 vor. Gemeinsam mit dem Magic Trackpad 2 kam zunächst eine Variante in Space Grau hinzu. Diese war anfangs dem iMac Pro vorbehalten. Weitere Farben folgten 2021 mit der Überarbeitung des iMac mit M1-Chip.
Die zweite Generation brachte einen Akku und einen Lightning-Anschluss. Doch Apple platzierte den Anschluss an der Unterseite. Dadurch lässt sich die Maus während des Ladens nicht benutzen – eine Einschränkung, die bei kabellosen Mäusen ungewöhnlich ist und online bis heute Spott auslöst.
Auch die Klickmechanik blieb umstritten. Beim Drücken bewegt sich die gesamte Oberfläche. Das kann die Handfläche einklemmen. Die Drucksensorik Force Touch, die Apple beim Magic Trackpad 2 einführte, übernahm das Unternehmen nicht für die Maus.
2024 ersetzte Apple Lightning durch USB-C. Die Gelegenheit, den Anschluss an eine besser erreichbare Stelle zu verlegen, nutzte das Unternehmen jedoch nicht.
Die aktuelle Maus unterscheidet sich im Grundprinzip kaum von der Version aus dem Jahr 2009. Eine naheliegende Verbesserung wäre ein USB-C-Anschluss an der Seite, an der üblicherweise das Kabel herausführt. So könnte die Maus auch während des Ladens genutzt werden.
Apple könnte einwenden, dass eine kurze Ladezeit für einen Arbeitstag reicht. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich der Anschluss an der Unterseite im Alltag als unpraktisch erweist.
Auch getrennte, physische Links- und Rechtsklick-Tasten könnten zurückkehren. Sie böten eine spürbare Rückmeldung und könnten die Bedienung angenehmer machen. Gesten müssten damit nicht zwangsläufig verschwinden: Bei der Logitech MX Master 4 lassen sie sich beispielsweise durch einen Tastendruck aktivieren und durch Bewegung der Maus ausführen.
Schließlich könnte Apple die Form überdenken. Das flache, glatte Design sieht zwar eigenständig aus, bietet aber wenig Unterstützung für die Hand. Viele andere Mäuse sind an der Griffstelle höher und fallen zu den Tasten hin ab.
Solche Änderungen würden eine umfassende Neugestaltung erfordern. Ob Apple diesen Schritt geht, bleibt offen. Solange die grundlegenden Schwächen bestehen, dürfte die Magic Mouse für viele iMac-Käufer:innen eher eine Kuriosität bleiben als eine Maus, die sie täglich gern verwenden.
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