Apple plant die Einführung eines neuen, preisbewussten MacBook-Modells im März. Doch steigende Kosten bei Bauteilen und Akkus stellen das günstige Preismodell offenbar infrage.
Marktstart bei Apple-Event im März
Apples Einstiegs-MacBook soll auf der Medienveranstaltung am 4. März in New York vorgestellt werden. Produktionspartner Quanta Computer hat bereits mit der Endmontage begonnen, Foxconn wird zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen. Die Serienfertigung startete zum Jahresbeginn, nachdem sie ursprünglich für Ende 2025 geplant war. Mit dem Marktstart sollen die ersten großen Lieferungen des neuen MacBooks erfolgen. Branchenberichte zufolge plant Apple, innerhalb von zwei Jahren 15 bis 16 Millionen Einheiten zu verkaufen. Im ersten Jahr wird ein Absatz von über acht Millionen Geräten erwartet. Diese ehrgeizigen Ziele sind jedoch eng an stabile Lieferketten geknüpft.
Bauteilpreise steigen deutlich
Die Preisgestaltung für das neue MacBook wird von steigenden Einkaufskosten erschwert, insbesondere bei Arbeitsspeicher. Die Preise für Speicherbausteine haben sich im vergangenen Jahr vervielfacht. Viele chinesische Zulieferer bevorzugen inzwischen einheimische Marken und sind bereits voll ausgelastet, sodass internationale Hersteller wie Apple um die verbleibenden Kapazitäten konkurrieren müssen. Zwar konnte Apple sich in solchen Situationen bislang meistens günstige Einkaufskonditionen sichern, doch die aktuelle Knappheit beim Arbeitsspeicher macht sich zunehmend bemerkbar. Laut CEO Tim Cook war der Effekt im ersten Quartal 2026 noch begrenzt, soll aber im zweiten Quartal stärker durchschlagen.
Auch bei Akkus steigen die Kosten: Die Preise für Kobalt, das für die Akkuherstellung benötigt wird, sind seit Anfang 2025 um 161 Prozent gestiegen. Grund dafür ist ein Exportverbot aus der Demokratischen Republik Kongo. Die Hersteller geben diese gestiegenen Kosten weiter und haben die Preise für Akkumodule allein im Februar um bis zu 15 Prozent erhöht.
Preisgestaltung unsicher – Details zu Ausstattung
Aufgrund der höheren Materialkosten ist der endgültige Preis des neuen MacBooks bislang unklar. Ursprünglich gingen Gerüchte von einem Preis von 599 US-Dollar (ca. 553 Euro) aus, um damit in der Bildungssparte direkt mit Chromebooks zu konkurrieren. Jüngste Schätzungen erwarten allerdings eher 699 bis 749 US-Dollar (ca. 645 bis 692 Euro). Zum Vergleich: Das aktuelle MacBook Air M4 beginnt bei 999 US-Dollar (ca. 922 Euro) bzw. bei 899 US-Dollar (ca. 830 Euro) für Universitäten und Schulen. Das neue Modell würde somit direkt unterhalb des bestehenden Sortiments angesiedelt. In Code von macOS 26.3 wurde das Gerät kürzlich gesichtet. Um die Fertigungskosten niedrig zu halten, soll es auf einem A-Prozessor basieren und nicht auf einem M-Chip, wie bisherige Modelle.
Fachleute erwarten dennoch, dass Apple die Produktion und Verfügbarkeit besser als viele Mitbewerber steuern wird. 2026 sollen die MacBook-Lieferungen insgesamt 21 Millionen Einheiten erreichen – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr, obwohl der weltweite Notebook-Markt voraussichtlich schrumpfen wird. Neue Modelle mit aktuellen Prozessoren könnten laut den Prognosen dazu beitragen, Apples Marktposition weiter zu stärken.
Via: https://www.iclarified.com
Titelbild KI (Zur Illustration)