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Apple wollte Halide übernehmen – geplatzter Deal und ein Streit vor Gericht

Apple Design Team Halide

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Apple soll 2025 den Kamera-App-Entwickler Lux Optics mit Halide im Blick gehabt haben. Aus der geplatzten Übernahme ist ein öffentlicher Rechtsstreit zwischen den Mitgründer:innen entstanden.

Apple-Interesse an Lux Optics und Halide

Im Sommer 2025 führte Apple laut einem Bericht von The Information Gespräche über eine mögliche Übernahme von Lux Optics, dem Studio hinter den iPhone-Kamera-Apps Halide, Kino, Spectre und Orion. Ziel war demnach, die eigene Kamera-App zu stärken, die intern als hohe Priorität beschrieben wird. Halide bietet Nutzer:innen präzise manuelle Kontrolle über die iPhone-Kamera-Hardware, was Apple helfen sollte, die integrierte Kamera-App schneller auszubauen.

Während der Gespräche betonten Apple-Mitarbeiter:innen laut Klageschrift, dass das geistige Eigentum von Lux ein zentrales Kriterium bei der Bewertung des Unternehmens sei. Die Kamera der kommenden iPhone‑18‑Pro-Modelle soll sich in bestimmten Funktionen professionellen Kameras annähern, weshalb Apple offenbar die Softwareseite deutlich ausbauen will. Die bisherige Kamera-App des iPhone wird in den Unterlagen überwiegend als Lösung mit Basisfunktionen beschrieben.

Die Verhandlungen zwischen Apple und Lux Optics endeten dem Bericht zufolge im September 2025 ohne Ergebnis. Die beiden Mitgründer Ben Sandofsky und Sebastiaan de With sollen übereingekommen sein, dass zukünftige Updates von Halide den Unternehmenswert weiter steigern könnten, was die Aussicht auf ein späteres, womöglich attraktiveres Angebot von Apple eröffnen sollte.

Von der gescheiterten Übernahme zum Wechsel zu Apple

Rund zwei Monate nach den abgebrochenen Übernahmegesprächen begann Apple laut den vorliegenden Berichten damit, Lux-Mitgründer und Designer Sebastiaan de With anzuwerben. De With machte Ende Januar 2026 öffentlich, dass er Apples Designteam beitritt. Es ist sein zweiter Wechsel zu Apple.

Bei Lux Optics verschärfte sich die interne Lage im gleichen Zeitraum. Den Gerichtsunterlagen zufolge leitete Sandofsky etwa einen Monat nach dem Ende der Gespräche interne Untersuchungen gegen de With ein. Er warf ihm die missbräuchliche Nutzung von Firmengeldern vor und stellte ihn zunächst frei. Im Dezember 2025 soll de With schließlich aus dem Unternehmen entlassen worden sein. Laut Klage soll er vertrauliche Materialien zur künftigen Produktentwicklung von Lux sowie den von Lux gewonnenen Apple-Designpreis in seinem Besitz haben.

Lux-internes Zerwürfnis landet vor Gericht

Lux-CEO und Mitgründer Ben Sandofsky hat inzwischen beim Superior Court im kalifornischen Santa Cruz Klage gegen de With eingereicht. Er wirft ihm vor, seit 2022 mehr als 150.000 US‑Dollar (rund 138.000 Euro) an Firmengeldern für private Ausgaben zweckentfremdet zu haben. Außerdem soll de With vertrauliche Unterlagen und Quellcode von Lux an Apple weitergegeben haben. Apple wird in der Klage nicht als Beklagte geführt und nicht eines Fehlverhaltens beschuldigt.

Die Rechtsvertretung von de With weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die Klage als unbegründet. De With habe in seiner neuen Rolle bei Apple keine Lux-Geheimnisse genutzt, übertragen oder offengelegt, heißt es in der Stellungnahme. Die Anwält:innen argumentieren zudem, die Klage sei erst erhoben worden, nachdem de With selbst auf finanzielle Unregelmäßigkeiten bei Lux hingewiesen und Einsicht in die Finanzunterlagen und Zahlungen des Unternehmens verlangt habe. Sie werten das Verfahren als Vergeltungsmaßnahme und Versuch, einer genaueren Prüfung dieser Vorgänge zu entgehen.

Unabhängig vom juristischen Streit legen die Unterlagen offen, dass Apple den Ausbau seiner Kamera-Software für das iPhone 18 Pro gezielt vorantreibt und dafür auch eine Übernahme von Lux Optics geprüft hat.

Via: appleinsider.com · www.macrumors.com · 9to5mac.com

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Tags: Lux Optics, Ben Sandofsky, Apple, Übernahme, Klage, Halide, Kamera-App, iPhone 18 Pro, Sebastiaan de With

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