Apple bemüht sich laut einem Bericht der Financial Times um eine Ausnahmegenehmigung der Trump-Regierung, um Speicherchips von einem in den USA gelisteten chinesischen Hersteller zu beziehen. Hintergrund sind gestiegene Kosten und Engpässe bei Speicherchips, die bereits zu höheren Produktpreisen geführt haben.
Apple lobbyiert für Freigabe chinesischer Speicherchips
Die Financial Times berichtet unter Berufung auf sechs mit der Situation vertraute Personen, dass Apple bei der US-Regierung für eine Freigabe von Speicherchip-Käufen beim chinesischen Hersteller CXMT wirbt. Das Unternehmen steht auf einer Liste des Pentagons, weil ihm Verbindungen zur People’s Liberation Army (PLA) vorgeworfen werden.
Dem Bericht zufolge versucht Apple, von der US-Regierung grünes Licht zu erhalten, um den durch steigende Speicherpreise entstehenden finanziellen Druck zu verringern. Der Konzern will damit die Versorgung mit Speicherbausteinen während der anhaltenden globalen Knappheit sicherstellen und so die Produktion seiner Geräte absichern.
Apple soll bereits vor rund einem Monat das US-Handelsministerium kontaktiert haben, um die Möglichkeiten auszuloten, und seine Lobby-Aktivitäten anschließend ausgeweitet haben.
Blacklists erschweren Bezug aus China
Formell ist Apple nicht generell daran gehindert, Speicherchips von CXMT oder YMTC, einem weiteren chinesischen Speicherhersteller, zu kaufen. Beide Unternehmen stehen jedoch auf der sogenannten Chinese Military Company-Blacklist des Pentagons. Die auch als 1260H-Liste bezeichnete Übersicht umfasst zahlreiche chinesische Firmen, denen Verbindungen zur PLA und eine Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA vorgeworfen werden.
Diese Einstufung erschwert US-Unternehmen die Zusammenarbeit mit den betroffenen Firmen deutlich und kann zusätzliche Genehmigungen erforderlich machen. Apple versucht offenbar, genau hierfür eine Lösung zu finden, um die chinesischen Anbieter trotzdem in seine Lieferkette integrieren zu können.
Preiserhöhungen und öffentliche Signale von Tim Cook
Parallel zu den Lobby-Bemühungen hat Apple am Donnerstag die Preise mehrerer Produkte, darunter Macs und iPads, deutlich angehoben. Als Begründung nannte das Unternehmen gestiegene Kosten für Speicher- und Flash-Chips. Bereits eine Woche zuvor hatte Apple-CEO Tim Cook im Wall Street Journal erklärt, dass der Konzern angesichts der RAM-Knappheit keine andere Wahl sehe, als die Preise zu erhöhen.
In diesem Interview deutete Cook zudem an, dass Apple grundsätzlich offen dafür sei, Speicherchips von chinesischen Firmen zu beziehen – vorausgesetzt, die entsprechenden Genehmigungen würden erteilt. Er verwies darauf, dass China nationale Vorzeigeunternehmen im Speicher- und Flash-Bereich habe, US-Unternehmen aufgrund von Sicherheitsvorgaben dafür aber voraussichtlich Lizenzen benötigen würden. Auf die Frage, ob diese Beschränkungen gelockert werden sollten, sagte Cook laut Bericht: „I think everything needs to be on the table“, und ergänzte: „I think we should look at all supply.“
Nach dem Interview und den jüngsten Preiserhöhungen verstärkt Apple nun laut Financial Times den Druck auf die US-Regierung, um eine Freigabe für den Bezug von Speicherchips aus China zu erreichen. Den vollständigen Bericht könnt Ihr bei der Financial Times nachlesen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: 9to5mac.com
