Apple hat still und leise das bisher sehr attraktive „Pro Apps Bundle für Bildung“ eingestellt. Stattdessen rückt das neue Abo-Angebot Apple Creator Studio in den Fokus.
Das „Pro Apps Bundle für Bildung“ umfasste Einmalkauf-Versionen von Final Cut Pro, Logic Pro, Motion, Compressor und MainStage. Das Paket wurde in den USA für 199,99 Euro angeboten. Würdet Ihr alle enthaltenen Apps einzeln kaufen, kämt Ihr auf 629,95 US‑Dollar (rund 585 Euro). Das Bundle bot damit eine Ersparnis von über 400 US‑Dollar.
Seit seiner Einführung im Jahr 2017 wurde das Paket über den Online-Bildungsstore von Apple verkauft. In den USA und einigen anderen Ländern verzichtete Apple auf eine Überprüfung des Schüler:innen- oder Lehrendenstatus. So konnten faktisch die meisten Kund:innen das Paket erwerben, auch ohne Nachweis einer Bildungsberechtigung.
Wer das Bundle bereits gekauft hat, kann die enthaltenen Apps weiterhin nutzen. Die Einstellung des Angebots betrifft also nur neue Käufe, nicht aber bestehende Installationen.
Parallel zur Einstellung des Bundles scheint Apple auch gegen das Teilen der enthaltenen Anwendungen vorzugehen. Laut einem Tipp an MacRumors funktioniert das Weitergeben der Apps als ZIP-Datei nicht mehr wie bisher. Empfänger:innen erhalten demnach beim Öffnen der so geteilten Programme eine Fehlermeldung, sodass sich die Apps nicht mehr nutzen lassen.
Damit schränkt Apple offenbar eine bisher mögliche Umgehung des Kaufs ein, bei der die Programme außerhalb des offiziellen Vertriebswegs weitergegeben wurden. Offizielle Details oder eine Ankündigung dazu liegen allerdings nicht vor.
Mit Apple Creator Studio bietet Apple nun ein neues Abo-Paket an, das den Zugriff auf mehrere Kreativ-Apps bündelt. Enthalten sind Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage, jeweils für Mac und/oder iPad. In den USA kostet das Abo 12,99 US‑Dollar (rund 12 Euro) pro Monat oder 129 US‑Dollar (rund 120 Euro) pro Jahr.
Die Einmalkauf-Versionen aller sechs Apps bleiben auf dem Mac vorerst weiterhin verfügbar. Nutzer:innen können also aktuell noch zwischen klassischem Kauf und Abo-Modell wählen, je nach Bedarf und bevorzugter Zahlungsweise.
Ein Abonnement von Apple Creator Studio schaltet zudem „intelligente Funktionen“ und „Premium-Inhalte“ in weiteren Apps frei. Dazu zählen Pixelmator Pro sowie die Apple-Programme Numbers, Pages und Keynote, später auch Freeform. Diese Zusatzfunktionen sind an das laufende Creator-Studio-Abo gekoppelt und stehen ohne dieses nicht zur Verfügung.
Apple hat außerdem die Kauf-Version von Final Cut Pro auf Version 12 angehoben. Nach über einem Jahr ist die App trotz erweiterter KI-Funktionen weiterhin nicht in der Lage, Transkriptionen für Untertitel in anderen Sprachen, als Englisch zu erstellen.
Via: https://www.macrumors.com
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