Apple plant den lang erwarteten Umzug seines Zürcher Ladens in die Lintheschergasse 7. Die neue Filiale rückt näher an die zentrale Einkaufszone, bleibt aber beim Flächenangebot zurückhaltend.
Neuer Standort nahe Einkaufsmeile, Start 2027
Apple hat im Februar 2026 bei der Stadt Zürich ein Baugesuch für den Standort Lintheschergasse 7 eingereicht. Laut Unterlagen soll der Umbau im November 2026 beginnen und bis Mai 2027 abgeschlossen sein, mit einer Eröffnung im Sommer 2027.
Geplant sind eine komplett neu gestaltete Schaufensterfront, eine modernisierte Fassade und ein neu konfigurierter Innenraum. Der neue Store liegt in unmittelbarer Nähe zu einer der wichtigsten Einkaufsachsen der Stadt, was Sichtbarkeit und Zugang deutlich verbessert.
Der aktuelle Apple Store am Rennweg war nie als dauerhafte Flaggschiff-Filiale vorgesehen. Apple sucht bereits seit Jahren nach einem langfristig geeigneteren Standort im Stadtzentrum und setzt nun klar auf Lage und Erreichbarkeit statt auf maximale Größe.
Fläche bleibt in etwa gleich groß
Die eingereichten Pläne weisen im Erdgeschoss eine Verkaufsfläche von rund 4.887 Quadratfuß, also gut 454 Quadratmetern, unter der Bezeichnung „Verkauf“ aus. Damit bewegt sich der neue Store auf einem ähnlichen Nutzflächen-Niveau wie der bisherige Standort.
Im oberen Stockwerk sind etwa 5.606 Quadratfuß, also rund 521 Quadratmeter, als „Backstage“ ausgewiesen. Dieser Bereich ist für interne Abläufe wie Büros oder Betriebsflächen vorgesehen und nicht für den direkten Kund:innenkontakt gedacht.
Damit unterläuft die Aufteilung die Erwartung an einen deutlich größeren Flaggschiff-Store. Insgesamt ergibt sich eine Fläche von etwa 10.387 Quadratfuß beziehungsweise knapp 965 Quadratmetern, wobei nur das Erdgeschoss klar als Verkaufsraum definiert ist.
Eine spätere Umwidmung des Obergeschosses in zusätzliche Verkaufsfläche wäre theoretisch möglich, ist jedoch nicht Teil des aktuellen Baugesuchs und damit planerisch nicht bestätigt.
Fassadenumbau mit Grenzen durch Denkmalschutz
Im Mittelpunkt der Pläne steht eine Fassadensanierung, die laut Unterlagen Aluminium-Paneele in Champagner-Finish und überarbeitete Fensterrahmen vorsieht. Zudem soll der Eingangsbereich nach außen gezogen werden, um innen zusätzliche Fläche zu gewinnen und den Grundriss effizienter zu gestalten.
Die Zürcher Vorschriften zum Erhalt des Stadtbilds begrenzen allerdings den Umfang der baulichen Veränderungen. Der bestehende Betonrahmen und das grundsätzliche Erscheinungsbild des Gebäudes bleiben erhalten, größere strukturelle Eingriffe sind nicht vorgesehen.
Durch das Entfernen des zurückversetzten Eingangs gewinnt Apple lediglich rund 118 Quadratfuß, also etwa elf Quadratmeter, zusätzliche Nutzfläche. Im Vergleich zu Apples neueren „Stadtplatz“-Stores mit weitläufigen Glasfronten und offenen Raumkonzepten erlaubt der Standort in Zürich keine derart grundlegende Neugestaltung.
Am Ende entsteht damit ein modernisierter, besser positionierter Store, der das Gebäude sichtbar aufwertet, ohne es substanziell zu verändern oder die Verkaufsfläche deutlich zu vergrößern.
Für Zürcher Apple-Benutzer:innen bedeutet der Umzug vor allem ein zeitgemäßeres Design und eine prominentere Lage – nicht aber den großen Flagship-Sprung, den sich Apple für die Stadt ursprünglich gewünscht haben dürfte.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild: Kanton Zürich / eBaugesuche – Screenshot
