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Apple stellt Vision-Pro-Nachfolger zurück und setzt auf smarte Brillen

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Apple richtet seine XR-Strategie neu aus und verschiebt den Fokus deutlich weg vom Vision Pro hin zu smarten Brillen. Laut Analyst Ming-Chi Kuo bleiben nur noch zwei Brillenprojekte im Plan.

XR-Roadmap wird unter John Ternus neu geordnet

Der künftige Apple-Chef John Ternus hat eine umfassende Überarbeitung der Pläne für Vision-Pro-Produkte und smarte Brillen genehmigt. Damit konsolidiert Apple seine Arbeiten im Bereich der erweiterten und gemischten Realität und verlagert Ressourcen auf leichtere Brillen mit größerem Massenmarktpotenzial. Kuo berichtet, Ternus habe Pläne für einen zweiten Vision Pro und ein leichteres Modell namens Vision Air gestrichen. Auch ein Display-Headset, das ursprünglich mit einem Mac gekoppelt werden sollte, wurde laut Mark Gurman bereits im Januar 2025 eingestellt, während Vision Air im Oktober 2025 auslief.

Kuo schreibt, das von ihm im Juni 2025 veröffentlichte Produkt-Roadmap-Diagramm sei durch die aktuellen Änderungen praktisch hinfällig geworden. Ursprünglich umfasste es sieben Produkte, von denen heute nur noch zwei als relevant gelten. Die Neuausrichtung folgt früheren Hinweisen, dass Apple abgeschlossene Headsets weniger priorisiere, nachdem das Konsumenteninteresse an geschlossenen XR-Headsets nachgelassen hatte.

Zwei verbleibende Projekte: KI-Brille und AR/XR-Brille

Laut Kuo konzentriert sich Apple nun auf zwei smarte Brillen. Das erste Projekt ist eine KI-Brille ohne Display, die 2027 erscheinen soll. Diese Brille ähnelt im Konzept den smarten Ray-Ban-Brillen von Meta: Sie verzichtet auf einen Bildschirm und setzt stattdessen auf Audio und Kameras, um über Siri und Apple Intelligence kontextbezogene Informationen zu liefern. Apple untersucht dabei laut früheren Berichten den Einsatz hochwertiger Acetat-Gestelle, um ein Design zu erreichen, das sich optisch nicht von herkömmlichen Brillen unterscheidet.

Das zweite Projekt ist eine AR-/XR-Brille mit Display, die optische Wellenleiter nutzt. Diese Technologie kombiniert ein Mikrodisplay mit Wellenleitern, die das Bild zu den Augen der Benutzer:innen führen, während die Gläser transparent bleiben. Virtuelle Inhalte erscheinen so über der realen Umgebung. Kuo erwartet dieses Produkt frühestens 2029, nachdem sich der Zeitplan nach hinten verschoben hat. Die Entwicklung leichter, transparenter Displays, die digitale Inhalte überlagern und gleichzeitig eine akzeptable Akkulaufzeit bieten, gilt weiterhin als große technische Herausforderung der Branche.

Vision-Pro-Zukunft bleibt unklar

Kuo geht davon aus, dass Apple derzeit an keiner neuen Version des Vision Pro arbeitet und die Produktlinie gestrichen wurde. Bloomberg-Reporter Mark Gurman zeichnet ein etwas anderes Bild: Er berichtet von einem Vision Pro 2, der sich noch in Tests befinde, die gesamte Kategorie sei allerdings „auf Eis“. Außerdem soll Apple an einem günstigeren, leichteren Vision Pro arbeiten, der jedoch kaum vor Ende 2028 oder 2029 auf den Markt kommen dürfte. Kuo hält die Neuorientierung hin zu smarten Brillen mit größerer Massenmarktchancen für die richtige Entscheidung.

John Ternus wird sein Amt als Apple-CEO am 1. September 2026 antreten. Der bisherige Vorstandschef Tim Cook bleibt dem Unternehmen als Executive Chairman erhalten.

Via: www.macrumors.com · www.iClarified.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: John Ternus, smarte Brillen, Apple, Ming-Chi Kuo, Augmented Reality, Mixed Reality, XR, Mark Gurman, Vision Pro

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