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Apple wird im Sommer drei seiner Ladengeschäfte in den USA dauerhaft schließen, darunter den ersten Standort mit gewerkschaftlicher Vertretung. Die Standorte sollen im Juni ihren Betrieb einstellen.
Der Konzern plant, die Apple Stores in Trumbull im US-Bundesstaat Connecticut, in Escondido in Kalifornien sowie in Towson in Maryland dauerhaft zu schließen. Alle drei Geschäfte befinden sich in Einkaufszentren, in denen sich in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen deutlich verändert haben.
Der Apple Store in Towson war der erste Standort in den USA, an dem Beschäftigte einen Betriebsrat gründeten und Apple 2024 eine Tarifvereinbarung mit der Belegschaft abschloss. Damit hatte dieser Store eine besondere Rolle in der noch jungen Geschichte der gewerkschaftlichen Organisation von Apple-Beschäftigten in den Vereinigten Staaten.
Das Portal MacRumors veröffentlichte eine Stellungnahme von Apple, in der der Konzern die Schließungen bestätigt. Demnach begründet Apple den Schritt mit „dem Weggang mehrerer Einzelhändler und sich verschlechternden Bedingungen“ in den Einkaufszentren, in denen die drei Stores untergebracht sind.
In der Erklärung heißt es weiter, dass die Teammitglieder in Trumbull und im Store North County, der den Standort in Escondido beschreibt, ihre Arbeit in nahegelegenen Apple Stores fortsetzen sollen. Für die Beschäftigten in Towson
gelte, dass sie sich gemäß der bestehenden Tarifvereinbarung auf offene Stellen bei Apple bewerben können.Auf Nachfrage weiterer Medien verwies Apple erneut auf genau diese Stellungnahme und ergänzte keine zusätzlichen Details. Konkrete Angaben zu Mitarbeiter:innenzahlen oder möglichen Abfindungen machte das Unternehmen nicht.
Die Internationale Vereinigung der Maschinist:innen und Luft- und Raumfahrtbeschäftigten, die Gewerkschaft, der sich die Mitarbeiter:innen in Towson angeschlossen hatten, reagierte mit deutlicher Kritik. In einer eigenen Stellungnahme wirft die Organisation Apple vor, die Rolle der Tarifvereinbarung falsch darzustellen.
Die Gewerkschaft erklärte, Apples Behauptung, die Tarifvereinbarung verhindere eine Versetzung der Beschäftigten, sei schlicht falsch. Dies wecke ernste Zweifel daran, ob die Schließung nicht ein „zynischer Versuch“ sei, den Betriebsrat zu zerschlagen. Die Organisation kündigte an, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen.
Außerdem wolle man mit gewählten Vertreter:innen und weiteren Unterstützer:innen zusammenarbeiten, um Apple zur Verantwortung zu ziehen. Konkrete rechtliche Schritte wurden in der Erklärung noch nicht benannt, die Prüfung möglicher Optionen laufe jedoch bereits.
Apple selbst äußerte sich über die veröffentlichte Stellungnahme hinaus nicht zu den Vorwürfen der Gewerkschaft. Die drei betroffenen Stores sollen planmäßig im Juni ihre Türen schließen.
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