Apple arbeitet weiter daran, AirPods besser an unterschiedliche Ohren anzupassen – ein neues Patent geht nun einen Schritt weiter und beschreibt individuell gefertigte Ohrhörer. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich dafür präzise Ohrmaße für große Nutzerzahlen erfassen lassen.
3D-Scan des Ohrs als Basis für die Fertigung
Das neu erteilte Patent mit dem Titel „Fabric-based earbuds“ beschreibt ein Verfahren, bei dem ein elektronisches Gerät mit einem dreidimensionalen Sensor detaillierte 3D-Bilder eines oder beider Ohren einer Person aufnimmt. Diese Aufnahmen sollen an ein Rechensystem übermittelt werden, das daraus konkrete Abmessungen des Ohrs ermittelt – darunter Größenangaben für Tragus, Antitragus und Concha.
Auf Basis dieser Daten könnten anschließend Webmaschinen individuell angepasste Ohrhörer herstellen. Laut Patent würden so passgenaue AirPods für einzelne Käufer:innen entstehen. Apple geht dabei auch auf Details ein: So könnte der Concha-Bereich der maßgefertigten Ohrhörer mit etwas größeren Abmessungen als die tatsächliche Ohrmuschel gewebt werden, da dieser Bereich eine gewisse Kompression ohne Unbehagen verkraften kann.
Der Schwerpunkt des Patents liegt auf den technischen Herausforderungen, dreidimensionale Strukturen aus gewebtem Stoff zu formen. Das Prinzip könnte sich Apple zufolge auch auf Produkte wie Apple Watch Armbänder anwenden lassen, der konkrete Fokus liegt jedoch auf 3D-Strukturen wie Ohrhörern.
Stoff statt Kunststoff: Vorteile und Herausforderungen
Im Patent beschreibt Apple umfangreich, wie ein solches Gewebe in drei Dimensionen aufgebaut werden könnte. Es geht um die Anordnung von Schussfäden, Kettmaschen und Haken, also um sehr konkrete Details des Webprozesses, die auch für spezialisierte Fachleute interessant sein dürften.
Neben der besseren Passform spricht das Dokument auch mögliche Materialvorteile an. Stoffbasierte Produkte könnten demnach ein ansprechendes Erscheinungsbild bieten und Eigenschaften wie Schalldurchlässigkeit, geringes Gewicht und Haltbarkeit mitbringen. Damit würden sich AirPods und AirPods Pro von den bisher überwiegend aus Kunststoff gefertigten Modellen deutlich unterscheiden.
Gleichzeitig macht das Patent deutlich, dass der Fokus auf der Webtechnik selbst liegt. Fragen zur praktischen Umsetzung im Massenmarkt – insbesondere zur Messung von Ohren vieler Millionen Nutzer:innen – werden darin kaum beantwortet.
Offene Fragen zur Vermessung der Ohren
Das Patent verweist zwar auf ein „elektronisches Gerät mit einer dreidimensionalen Sensorik“ für die Erfassung der Ohrgeometrie, nennt aber keine konkreteren Umsetzungsdetails. Wie genau und wo diese Messungen stattfinden könnten, bleibt offen.
Apple hat in der Vergangenheit bereits Verfahren zur individuellen Anpassung anderer Produkte eingesetzt, etwa bei Apple Vision Pro, wo Gesichter gescannt werden, um passende Linsen zu bestimmen. Für die erste Apple Watch gab es zudem eine eher einfache Größenermittlung mit ausgedruckten Papierstreifen zur Messung des Handgelenksumfangs. Im aktuellen Patent werden solche bestehenden Prozesse jedoch nicht weiter ausgeführt oder direkt verknüpft.
Das jetzt veröffentlichte Patent wird drei Erfinder:innen zugeschrieben, darunter Kathleen A. Bergeron. Sie war zuvor bereits an mehreren Apple-Patenten beteiligt, die sich mit Audio und Stoffmaterialien befassen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
