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Apple M5: Kein großer Technologiesprung im Vergleich zum M4

Apple M5 Benchmark Apple Day-One Updates M5-Chip Leistungsunterschied

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Ihr interessiert euch für den neuen Apple M5 Chip? Hier erfahrt ihr, warum die neuen Ankündigungen weniger spektakulär sind, als Apple es gern darstellt.

Apple hat offiziell den neuen Apple M5 Chip vorgestellt, der kommende Geräte wie das 14-Zoll MacBook Pro, das 11- und 13-Zoll iPad Pro sowie das Vision Pro Headset antreiben wird. Erstmals integriert Apple „neuronale Beschleuniger“ direkt in die GPU-Kerne – eine Technik, die Konkurrenten wie Intel, AMD und Nvidia bereits seit einigen Generationen einsetzen. Dadurch soll die Grafikleistung in Spielen und Anwendungen, die darauf zurückgreifen können, verbessert werden.

Laut Apple erreicht die „nächste Generation“ der GPU im M5 bis zu 30 Prozent mehr Leistung als der M4 und bis zu 2,5-mal mehr als der M1. Die CPU soll bei gleicher Kernkonfiguration bis zu 15 Prozent bessere Multicore-Performance als der M4 bieten; Angaben zur Single-Core-Leistung gibt es jedoch nicht. Außerdem erhöht Apple die Bandbreite des gemeinsamen Speichers auf bis zu 153 GB/s – ein Anstieg um rund 30 Prozent gegenüber dem M4. Diese Steigerung kommt besonders speicherintensiven Grafikaufgaben zugute, verrät aber wenig über grundsätzliche Architekturveränderungen.

Warum die Neuerungen kaum ins Gewicht fallen

Trotz der aufgelisteten Verbesserungen bleibt der große Technologiesprung aus. Der Grund liegt darin, dass Apple für den M5 erneut auf das gleiche TSMC 3-Nanometer-Fertigungsverfahren (N3) wie bei den Vorgängern setzt. Dadurch fallen mögliche Leistungsgewinne eher begrenzt aus. Branchenüblich versprechen Hersteller stets beeindruckende Leistungssteigerungen; Firmen wie AMD, Intel oder Nvidia belegen diese aber mit konkreten Benchmarks und Beispielen. Apple bleibt bei seinen Leistungsangaben vage und nennt keine konkreten Anwendungen oder Tests, auf denen die Aussagen beruhen. In der offiziellen Mitteilung findet sich lediglich ein Verweis auf „ausgewählte standardisierte Benchmarks“ und spezielle Testsysteme.

Die größte Neuerung beim M5 ist die erweiterte KI-Verarbeitung, also der Einsatz neuronaler Beschleuniger. In der Praxis profitieren aber nur wenige spezialisierte Apps davon, weil Apples KI-Lösungen nicht mit Nvidias dominierender CUDA-Plattform konkurrieren können. Für echte professionelle KI-Arbeit werden weiterhin Systeme mit Nvidia-Grafik genutzt. Apples eigene KI-Frameworks sind zwar vorhanden, jedoch branchenspezifisch wenig verbreitet. Wer hier langfristig flexibel bleiben will, setzt weiterhin auf Nvidia-GPUs. Entsprechend bleibt der Mehrwert des M5 gegenüber dem M4 im Alltag gering. Die Preisgestaltung dürfte ähnlich sein; ältere Modelle mit M4 erhalten voraussichtlich einen niedrigeren Preis und bieten damit mehr Gegenwert.

Wäre es besser gewesen, mit dem M5 zu warten?

Ein späteres Erscheinen hätte durchaus Sinn ergeben. Die Zusammenarbeit zwischen Apple, TSMC und Samsung hätte es Apple ermöglicht, die Fertigung auf die kommende 2-Nanometer-Technik umzustellen, die 2026 verfügbar sein soll. Damit ließen sich deutliche Leistungssprünge erzielen. Wegen des steigenden Drucks beim Thema KI brachte Apple den M5 nun dennoch auf den Markt. Auch Experten wie Sam Altman von OpenAI halten das KI-Thema aktuell für eine Blase. Wie sich Apples Strategie langfristig auswirkt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber: Apple profitiert nicht mehr so stark von der M-Serie wie noch in den ersten Jahren und muss nun mit der stagnierenden Entwicklung der Chipfertigung leben. Drei Generationen M-Chips setzen nun auf die gleiche 3-Nanometer-Technik, deutlich sichtbare Innovationen bleiben aus. Apple braucht mehr als nur neue Marketingversprechen – der M5 bietet das derzeit nicht.

Via: Techradar

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Tags: Vision Pro, Chipfertigung, M5, Apple, neuronale Beschleuniger, iPad Pro, TSMC, MacBook Pro, GPU, KI, CPU

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