Wer von Euch auf Mac oder iPhone produktiv mit KI arbeiten will, steht vor einer unübersichtlichen Auswahl. Zwischen Cloud-Diensten wie ChatGPT oder Gemini und lokal geplanter Apple KI stellt sich die Frage. Was passt heute wirklich in den Alltag?
ChatGPT Plus und Gemini Pro im Apple-Alltag
Ein aktueller Praxistest bei ZDNET vergleicht ChatGPT Plus und Gemini Pro aus der Perspektive von Nutzer:innen. Im Mittelpunkt steht nicht die Technik im Detail, sondern die Frage, welches Abo sich im Alltag lohnt und ob sich ein Wechsel überhaupt auszahlt. Beide Dienste laufen primär in der Cloud und müssen auf dem iPhone oder Mac über Browser wie Safari oder entsprechende Apps eingebunden werden.
Für Euch als Apple-User:innen bedeutet das: KI-Workflows entstehen heute meist im Zusammenspiel mit vorhandenen Apps. Ihr kopiert etwa Texte aus Mail oder Pages in den Browser, lasst Entwürfe von ChatGPT Plus überarbeiten oder nutzt Gemini Pro, um Informationen zusammenzufassen. Im Entwickler:innen-Alltag kann KI beim Programmieren unterstützen, etwa indem Code-Snippets aus Xcode heraus übertragen und kommentiert, erklärt oder optimiert werden.
Auch Kurzbefehle spielen eine Rolle, wenn Ihr KI-Aufgaben halb automatisieren wollt. Über Web-APIs lassen sich etwa ChatGPT- oder Gemini-Anfragen in Abläufe integrieren, die Safari, Dateien oder andere Apps ansteuern. Der Praxistest von ZDNET zielt genau auf diese Frage ab. Wie zuverlässig und schnell reagieren die Modelle im Alltag, und lohnt sich ein Umstieg von einem Dienst auf den anderen wirklich?
OpenAI kauft Finanz-KI-Startup Hiro
Parallel dazu baut OpenAI seine Strategie mit einer Übernahme aus. Das Unternehmen hat das auf persönliche Finanzen spezialisierte Startup Hiro Finance übernommen, wie TechCrunch berichtet. Hiro war von Finanzinvestor:innen wie Ribbit, General Catalyst und Restive unterstützt worden, bevor OpenAI zuschlug. Finanzielle Details des Deals wurden nicht veröffentlicht, ebenso wenig die genaue Höhe der bisherigen Finanzierung.
Hiro wird seine bisherigen Dienste einstellen, die Plattform schaltet am 20. April ab, alle Daten sollen danach gelöscht werden. Für Euch deutet das auf einen klaren Fokus: KI soll nicht nur allgemeine Fragen beantworten, sondern konkrete Anwendungsfälle im Alltag abdecken, hier im Bereich persönlicher Finanzen. Für Apple-Nutzer:innen könnte das perspektivisch bedeuten, dass spezialisierte Finanzassistent:innen über ChatGPT-Schnittstellen oder eigene Apps tiefer in den Alltag auf iPhone und Mac vordringen.
Sicherheits- und Ethikfragen rund um OpenAI
Gleichzeitig steht OpenAI an anderer Stelle im Fokus der Öffentlichkeit. The Verge berichtet über einen Angriff auf das Haus von OpenAI-Chef Sam Altman und auf das Firmenhauptquartier. Der Beschuldigte Daniel Moreno-Gama sieht sich nun Bundesanklagen gegenüber. Der Vorfall rückt Sicherheitsfragen rund um prominente KI-Unternehmen in den Vordergrund, ebenso wie die gesellschaftlichen Spannungen, die mit dem schnellen KI-Ausbau einhergehen.
Für Apple spielt das alles vor dem Hintergrund der eigenen, bislang vergleichsweise zurückhaltenden KI-Strategie. Das Unternehmen setzt traditionell stark auf Datenschutz und versucht, möglichst viele Funktionen direkt auf den Geräten laufen zu lassen. Während OpenAI und Google mit großen Cloud-Modellen im Zentrum stehen, arbeitet Apple an lokal laufenden Modellen, die eng mit iOS, macOS und Apps wie Safari, Mail, Pages oder Kurzbefehle verzahnt werden sollen.
Für Euch heißt das im Moment. Wer heute produktiv mit KI arbeiten möchte, nutzt auf iPhone und Mac vor allem externe Dienste wie ChatGPT Plus und Gemini Pro im Browser. Oder in Apps, ergänzt durch eigene Automatisierungen. Gleichzeitig wächst der Druck auf Apple, diese Werkzeuge besser ins System einzubinden. Und eine eigene Linie zwischen Cloud-Komfort, On‑Device‑KI und Datenschutzversprechen zu finden – unter den Augen der Regulierungsbehörden.
Via: www.zdnet.com · techcrunch.com · www.theverge.com
