Apple reduziert offenbar die Produktion sowie das Marketingbudget für das Vision Pro, weil die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor.
Laut dem Bericht hat Apple die ursprünglich geplante Produktionsmenge für das Vision Pro deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen hatte zum Start höhere Stückzahlen eingeplant, passt diese nun aber an die tatsächliche Nachfrage an. Die Fertigungskapazitäten bei den Zulieferern werden demnach zurückgefahren, um Überbestände zu vermeiden.
Die schwächeren Verkäufe sollen vor allem mit dem hohen Preis des Geräts zusammenhängen. Vision Pro ist in den USA zu einem Preis von 3.499 US‑Dollar (in Deutschland 3.999 Euro) gestartet. In einigen Märkten ist das Produkt zudem noch gar nicht verfügbar, was die Stückzahlen zusätzlich begrenzt. Apple orientiert sich mit der Anpassung der Produktion an den aktuellen Bestellungen und Reservierungen. Aktuell startet die Apple Vision Pro in Deutschland bei 3.699 Euro.
Parallel zur reduzierten Produktion soll Apple auch die Ausgaben für Werbung und Marketing rund um das Vision Pro senken. Geplante Kampagnen werden dem Bericht zufolge verschoben, verkleinert oder ganz gestrichen. Das betrifft sowohl klassische Werbeformate als auch Online‑Kampagnen.
Apple hatte das Vision Pro bei der Vorstellung stark in den Mittelpunkt gerückt und als neue Produktkategorie positioniert. Nach dem Marktstart fällt das Marketing jetzt deutlich zurückhaltender aus. Statt breiter Kampagnen setzt Apple demnach stärker auf gezielte Präsentationen in eigenen Stores und auf ausgewählte Zielgruppen.
Der Schritt wird als direkte Reaktion auf die bislang enttäuschenden Verkaufszahlen gewertet. Das Vision Pro richtet sich aktuell vor allem an Entwickler:innen, Early Adopter und professionelle Nutzer:innen. Für viele potenzielle Käufer:innen ist der Preis ein Hindernis, zudem fehlt es noch an speziell angepassten Anwendungen.
Apple beobachtet laut Bericht genau, wie sich Nutzung und Feedback der bisherigen Käufer:innen entwickeln. Diese Daten sollen in die weitere Produktplanung einfließen. Dazu gehören mögliche Anpassungen beim Funktionsumfang, bei der Software und bei der Positionierung des Geräts im Markt.
Unklar bleibt, ob und wann Apple den Vertrieb in weiteren Ländern ausweiten oder preisgünstigere Varianten des Vision Pro anbieten wird. Aktuell steht im Fokus, die vorhandene Nachfrage realistisch einzuschätzen und Kosten in Produktion und Marketing entsprechend zu steuern. Für Euch als interessierte Nutzer:innen bedeutet das, dass sich der internationale Ausbau und neue Versionen verzögern könnten.
Via: https://www.iClarified.com
Titelbild: Apfeltalk / Michael Reimann
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