Die jüngsten Stellenstreichungen bei Apple rund um das Vision-Pro-Projekt fallen offenbar deutlich größer aus als bisher angenommen. Ein Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman zeichnet das Bild eines breiter angelegten Personalabbaus in mehreren Bereichen des Konzerns.
Stellenabbau betrifft deutlich mehr Bereiche als nur Gaming und Video
Bereits im Vormonat hatte Gurman gemeldet, dass Apple rund 100 Stellen in der Vision Products Group streicht, mit einem Schwerpunkt auf den Teams für Gaming und immersive Videos. Nach seinen neuen Informationen beschränken sich die Entlassungen jedoch nicht auf diese Bereiche.
Demnach sind auch Mitarbeitende betroffen, die an anderen zentralen Komponenten von Vision Pro arbeiten. Dazu zählen laut Gurman Teams für Gerätesicherheit, Audio-Engineering, Siri-Integration, Tests sowie an visionOS. Damit reichen die Einschnitte über die ursprünglichen Kernbereiche des Headsets hinaus in mehrere Funktionsfelder, die für das gesamte Plattform-Ökosystem relevant sind.
Die Kürzungen folgen auf den Weggang von Paul Meade im Juni. Meade war für Apples Vision-Pro- und Smart-Glasses-Sparte verantwortlich und wechselte zu OpenAI. Sein Abschied markiert eine weitere Veränderung in der Führungsstruktur der Projekte rund um Headsets und smarte Brillen.
Interner Druck auf CEO Ternus – Skepsis gegenüber Vision Pro
Laut Gurman setzen sich Mitarbeitende des Vision-Pro-Teams seit Monaten intern dafür ein, dass Apple die Plattform weiter vorantreibt, obwohl die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben. Ziel sei es, neuen CEO John Ternus von einer langfristigen Strategie für Vision Pro zu überzeugen.
Kolleg:innen, die mit Ternus über das Headset gesprochen haben, schildern ihn laut Bericht jedoch als von Beginn an skeptisch. Er soll Vision Pro als zu klobig und zu teuer einschätzen, um ein Massenpublikum zu erreichen. Diese Haltung steht im Kontrast zu den Bemühungen der Teams, die Plattform im Unternehmen zu verankern.
Auswirkungen auf Smart-Glasses-Software und künftige Produkte
Besonders relevant ist, dass visionOS offenbar auch auf Apples kommenden Smart Glasses laufen soll. Die nun bekannt gewordenen, breiter angelegten Entlassungen betreffen damit nicht nur das Vision-Pro-Headset, sondern auch Software, die beide Produktlinien gemeinsam nutzen.
Trotz der Skepsis gegenüber Vision Pro unterstützt Ternus laut Gurman weiterhin das Smart-Glasses-Projekt mit dem Codenamen N50. Dieses befinde sich weiterhin im Plan für einen Marktstart im kommenden Jahr. Gleichzeitig soll Ternus aber grundsätzlich bereit sein, sich von der gesamten Kategorie der am Kopf getragenen Geräte zu trennen, falls diese bei Käufer:innen dauerhaft keinen Anklang findet.
Diese grundsätzliche Haltung könnte sich auch auf den Nachfolger von Vision Pro auswirken. Das überarbeitete Modell mit dem Codenamen N224 wird nach dem Bericht vor Ende 2028 nicht erwartet. Wie sich die aktuelle Personalpolitik und die strategische Unsicherheit auf Zeitplan und Ausrichtung der nächsten Vision-Pro-Generation auswirken, bleibt offen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
