Apple bleibt im Premium-Segment der Smartphones klar führend und baut seinen Anteil im ersten Halbjahr 2026 weiter aus. Gleichzeitig gewinnen chinesische Anbieter in ihrem Heimatmarkt an Bedeutung.
Apples starke Stellung im Premium-Segment
Laut einem Bericht von Counterpoint Research hält Apple 65 Prozent des weltweiten Marktes für Smartphones mit einem Verkaufspreis von über 600 US-Dollar. In diesem Premium-Segment legte Apple im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent zu. Im Vergleich zu 2022 ist der Marktanteil jedoch zurückgegangen, damals lag er noch bei 74 Prozent.
Über alle Preisklassen hinweg liefert Apple 23 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones aus und erwirtschaftet 49 Prozent des weltweiten Gewinns in diesem Markt. Im Premium-Bereich liegt Samsung mit 19 Prozent deutlich hinter Apple, die übrigen Hersteller teilen sich die verbleibenden 16 Prozent.
Der Bericht hebt hervor, dass Apple trotz steigender Preise im gesamten Markt seine dominierende Position im Premium-Segment halten kann. Während andere Hersteller ihre Preispunkte anheben, verbleibt ein großer Teil der Geräte über der Marke von 600 US-Dollar, in der Apple besonders stark vertreten ist.
Wachsende Konkurrenz aus China
Der Rückgang von Apples Marktanteil seit 2022 im Premium-Segment wird auf das Wachstum chinesischer Hersteller zurückgeführt. In China entscheiden sich viele Kund:innen bei der Wahl eines teuren Smartphones nicht mehr automatisch für ein iPhone, sondern greifen zu lokalen Marken wie Huawei, Xiaomi oder Oppo.
Wenn chinesische Verbraucher:innen die Wahl zwischen einem iPhone und einem Premium-Modell eines dieser Anbieter haben, tendieren sie laut Bericht zunehmend zur heimischen Marke. Diese Verschiebung innerhalb des chinesischen Marktes wirkt sich direkt auf Apples globalen Anteil im Premium-Segment aus.
Markt verschiebt sich nach oben – und verknappte Ressourcen
Der Premium-Smartphone-Markt insgesamt wuchs im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich um 5 Prozent und erreicht nun einen Rekordanteil von 29 Prozent am globalen Smartphone-Markt. Ein Treiber dieser Entwicklung ist der weltweite Mangel an RAM, der die Preise in die Höhe treibt und mehr Geräte in die Preisklasse oberhalb von 600 US-Dollar verschiebt. Gleichzeitig sorgen Preisaufschläge bei günstigeren Modellen dafür, dass sich mehr Kund:innen gleich für ein teureres Gerät entscheiden.
Vor diesem Hintergrund setzen Hersteller verstärkt auf Finanzierungsangebote. Samsung hat etwa kürzlich seine Galaxy Card gestartet, während Apple mit Apple Upgrade ein eigenes Programm anbietet. Parallel dazu steigen die Ankaufspreise für Altgeräte, wie sich bei Apple bereits gezeigt hat. Ziel ist es, Besitzer:innen teurer Smartphones, die ihre Geräte tendenziell länger nutzen, früher zu einem Upgrade zu bewegen – trotz steigender Preise.
Für den Herbst zeichnen sich Herausforderungen für Apple ab: Die anhaltende RAM-Knappheit könnte die Verfügbarkeit des iPhone 18 Pro einschränken. Gleichzeitig berichtet Apple, dass das Unternehmen bereits so viele iPhone 17 verkauft, wie produziert werden können. Die Nachfrage dürfte also hoch bleiben, während die Lieferketten als begrenzender Faktor wirken. Wie stark wirtschaftliche Unsicherheiten die Kaufbereitschaft beeinflussen, bleibt offen – vor allem, wenn Finanzierungsmodelle und Trade-in-Angebote weiter stark genutzt werden.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
