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Apple-Chef John Ternus spricht über iPhone Duo, Siri-KI und seine neue Rolle

Apple-Chef John Ternus hat in der Canal+-Talkshow Clique nach dem September-Event ausführlich über das iPhone Duo, Siri-KI und seinen Weg an die Konzernspitze gesprochen. Das Gespräch gibt seltene Einblicke in Designentscheidungen, interne Herausforderungen und seine Pläne für Apple.

iPhone Duo: Großes Display statt „zwei Telefone zusammenkleben“

Ternus beschreibt das iPhone Duo als etwas Neues und Eigenständiges. Apple habe nicht einfach zwei Telefonformen aneinanderfügen und ein „komisches Quadrat“ bauen wollen. Stattdessen sei das Ziel gewesen, ein großes Display-Erlebnis zu schaffen, das sich für Apple stimmig anfühle.

Die Erfahrung mit dem iPad habe eine wichtige Rolle gespielt. Apple habe bereits lange große Bildschirme entwickelt und daher eine klare Vorstellung davon gehabt, welche Form sich richtig anfühle. Aus diesem Prozess sei ein neues Seitenverhältnis für das iPhone Duo entstanden.

Bei der Entwicklung des faltbaren Geräts habe es nach Ternus’ Worten „so viele Probleme“ zu lösen gegeben. Gleichzeitig sei das Projekt eine Gelegenheit gewesen, dass Apple-Mitarbeiter:innen „wirklich clever“ sein und „vollkommen neue Dinge entwickeln“ konnten. Zu den zentralen Hardware-Herausforderungen zählten das Scharnier und das Display sowie deren Zuverlässigkeit im Alltag.

Als Lieblingsfunktion des iPhone Duo nannte Ternus die Öffnungsanimation. Beim Aufklappen des Geräts laufe eine Animation über beide Seiten, die er als verspielt und unterhaltsam beschreibt. Sie solle Nutzer:innen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Siri-KI: Unterstützung statt Ersatz für Beziehungen

Ternus bekräftigte Apples Haltung zu KI-Assistent:innen. Die Siri-KI sei „nicht dazu gedacht, deine Freundin oder dein Freund zu sein“. Diese Linie hatte Craig Federighi bereits Anfang des Jahres öffentlich vertreten.

Apple wolle menschliche Beziehungen nicht ersetzen, betonte Ternus. Zwischenmenschliche Kontakte seien für Lernen, persönliches Wachstum sowie Freude und Glück entscheidend. Entsprechend verstehe Apple Siri-KI als Werkzeug, nicht als Ersatz für echte Begegnungen.

Vom Hardware-Chef zum Apple-CEO

Über seinen Weg an die Spitze von Apple berichtete Ternus, dass ihn die Anfrage von Vorgänger Tim Cook und dem Aufsichtsrat überrascht habe. Er nannte keinen Zeitpunkt, machte aber deutlich, wie unerwartet der Moment für ihn war. Als Cook ihn fragte, ob er sich die Rolle vorstellen könne, sei es gut gewesen, dass er saß, sagte Ternus. Er hätte sich eine solche Situation „in einer Million Jahren“ nicht ausgemalt.

Trotz des Rollenwechsels kündigt Ternus keinen Kurswechsel an. Auf die Frage, ob Apple unter seiner Führung zu seinen Wurzeln mit stärkerem Fokus auf Ingenieurskunst zurückkehre, antwortete er, im Kern habe sich nichts geändert. Innovation, Produkte und vor allem die Kund:innen hätten schon immer im Zentrum gestanden und täten es weiterhin.

Er selbst sei „sehr leidenschaftlich“ für Produkte und liebe es, Dinge zu bauen. Das sei der Grund, warum er so lange bei Apple arbeite und seine Aufgabe so gerne ausübe. Er sehe seine Rolle daher nicht als Anlass für „radikale“ Veränderungen, sondern als Fortsetzung des bisherigen Ansatzes.

Besonders bewegt habe ihn der Moment, beim September-Event „Noch eine Sache“ auf der Bühne sagen zu dürfen. Er habe Steve Jobs und Tim Cook dabei erlebt, und selbst diesen Satz auszusprechen, sei „ziemlich magisch“ gewesen und habe ihm Gänsehaut bereitet.

Im vollständigen Interview spricht Ternus außerdem über Tim Cook, den Wettbewerb im Bereich KI, Apples Umweltziele, die Vision Pro, neue Kindersicherungen in iOS 27 und weitere Themen.

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Via: https://www.macrumors.com

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Michael Reimann

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