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Apple-Chef John Ternus nennt Chipmangel eine Krise

Apple-Chef John Ternus hat den Mangel an Speicherchips gegenüber dem Magazin „Time“ als Krise bezeichnet. Zugleich sagte er, bei der Versorgung mit Speicher müssten alle Optionen auf dem Tisch liegen.

Speicherchips: Apple prüft Alternativen

Im Juli berichtete die „Financial Times“, Apple teste Speicherchips eines chinesischen Unternehmens. Daraufhin warnten parteiübergreifend mehrere US-Senator:innen den Konzern: Ein solcher Schritt könne die nationale Sicherheit gefährden. Auch die US-Regierung hat Apple nach Angaben von „Time“ von chinesischen Speicherchips abgeraten.

Ternus übernahm am 1. September 2026 die Leitung von Apple. Das Magazin porträtiert ihn in seiner Ausgabe zu den besten Erfindungen des Jahres 2026, auf deren Titelbild auch das iPhone Duo zu sehen ist. Zum Speicherengpass sagte Ternus: „Die Einschränkungen bei Speicher sind definitiv eine Krise.“

iPhone Duo: aufklappbares Gerät mit komplexem Scharnier

Ternus und fünf weitere Ingenieur:innen reichten 2011 einen Patentantrag für aufklappbare Geräte ein, berichtet „Time“. Über die ersten Faltgeräte anderer Hersteller sagte Ternus, sie hätten sich „irgendwie billig und mies“ angefühlt.

Das iPhone Duo kostet ab 1.999 US-Dollar (2.299 Euro). Sein Scharnier besteht laut „Time“ aus mehr als 100 kleinen Präzisionsteilen. Eine eigens entwickelte Polymeroberfläche bedeckt die Konstruktion. Die Lieferzeiten reichen bereits bis ins Jahr 2027.

KI, Washington und Tim Cook

Die neue Siri startete im September in den USA. Sie nutzt ein Apple-Modell, das auf Googles Gemini-Technologie zurückgreift. Ternus wies die Vorstellung zurück, Apple ziehe sich damit von der Entwicklung eigener Produkte zurück. „Es ist nicht wirklich unser Ziel, jedes einzelne Teil eines Produkts selbst herzustellen“, sagte er dem Magazin. Apple entwickle jene Komponenten, mit denen sich das Unternehmen abheben könne.

Eine Zukunft ohne Geräte kann sich Ternus nicht vorstellen: „Die Menschen wollen physische Dinge.“ Greg Joswiak, Apples Senior Vice President für weltweites Marketing, sagte, Apple entwickle KI für den Alltag. Sie richte sich nicht an die „extreme Randgruppe“ im Silicon Valley. Von den Hardwareplänen von OpenAI fühle sich Apple nicht bedroht, erklärte Joswiak.

Ternus sagte außerdem, er habe Mitglieder der Trump-Regierung getroffen, um sicherzustellen, dass beide Seiten „gemeinsam an den Themen arbeiten“. Tim Cook, inzwischen geschäftsführender Vorsitzender von Apple, vertritt den Konzern laut „Time“ weiterhin im Ausland.

Via: https://thenextweb.com

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Michael Reimann

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