Apple soll bei Samsung Speicherchips für das erste faltbare iPhone geordert haben. Die Auslieferung des Geräts ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
Aus der Lieferkette in Korea heißt es, dass Samsung 12 GB LPDDR5X-DRAM für das faltbare iPhone liefert. Die Speicher-Module sollen ab dem zweiten Quartal an Apples Auftragsfertiger gehen. Damit sichert sich Apple frühzeitig zentrale Bauteile für den Marktstart in der zweiten Jahreshälfte.
Die Vereinbarung mit Samsung ist offenbar kostspielig. Obwohl Apple seine großen Bestellmengen üblicherweise nutzt, um bessere Konditionen zu verhandeln, liegt der Preis für diesen DRAM fast doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Branchenberichte verweisen auf einen starken Anstieg der DRAM-Preise im vergangenen Jahr.
Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach Speicher für KI-Infrastrukturen, die das Angebot auf dem Markt verknappt hat. Laut einem aktuellen Bericht zu steigenden Speicherpreisen wirkt sich dieser Trend bereits deutlich auf Apples Komponenten-Kosten aus. Dennoch soll Apple die Chips günstiger beziehen als viele andere Smartphone-Hersteller.
Samsung wird voraussichtlich Hauptlieferant für den Arbeitsspeicher, was vor allem an der hohen Produktionskapazität liegt. Gleichzeitig dürfte Apple weiter auf eine Mehrquellen-Strategie setzen und zusätzlich Speicher von SK Hynix und Micron einkaufen. So verteilt der Konzern Risiken und ist weniger von einem einzelnen Zulieferer abhängig.
Die Konfiguration mit 12 GB RAM deckt sich mit früheren Berichten, wonach das faltbare iPhone ähnliche High-End-Innereien wie die kommenden Modelle der iPhone-18-Pro-Reihe erhalten soll. Die Speichermenge soll ausreichend Spielraum bieten, damit Apple-Intelligence-Funktionen direkt auf dem Gerät laufen können.
Die Zusammenarbeit zwischen Apple und Samsung geht über den internen Speicher hinaus. Samsung Display ist dem Bericht zufolge exklusiver Lieferant für das faltbare Display des neuen iPhones. Konkurrenten wie LG Display und BOE sollen Schwierigkeiten haben, die für Apple nötigen stabilen Ausbeuten in der Massenproduktion zu erreichen.
Um sich auf die erwarteten Stückzahlen vorzubereiten, hat Samsung Display im vergangenen Jahr eine eigene Produktionslinie im koreanischen Asan, Provinz Chungcheongnam-do, aufgebaut. Die Fertigung soll im zweiten Quartal deutlich hochgefahren werden. Dies passt zu früheren Meldungen aus der Lieferkette, wonach die Produktion der knickfreien Display-Panels bereits läuft.
Für das erste Jahr rechnen Branchenbeobachter:innen mit eher vorsichtigen Stückzahlen. Die Auslieferungen sollen im niedrigen Millionenbereich liegen und damit weniger als fünf Prozent von Apples jährlichen iPhone-Verkäufen ausmachen. Mit der begrenzten Anfangsproduktion kann Apple die Einführung der neuen Geräteklasse besser steuern und sich zugleich genügend hochwertige Komponenten in einem angespannten Markt sichern.
Via: https://www.iClarified.com
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