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Apple bereitet wichtige RCS‑Neuerungen in Nachrichten-App vor

Apple steht offenbar kurz davor, der Nachrichten-App wichtige Funktionen für RCS-Chats zu spendieren. Besonders im Fokus steht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, aber auch zentrale Komfortfunktionen fehlen noch.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS steht weiter aus

Apple hatte im vergangenen Jahr bestätigt, dass RCS-Nachrichten künftig mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt werden sollen. Zu diesem Zeitpunkt war iOS 18 die aktuelle Version, weshalb allgemein erwartet wurde, dass die Erweiterung mit der nächsten großen Systemgeneration, also iOS 26, kommen würde.

Bisher ist die Verschlüsselung jedoch nicht verfügbar. Damit fehlen auch weitere Anpassungen, die für die Einführung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im RCS-Protokoll notwendig wären. Selbst in iOS 26.3 Release Candidate sind diese Funktionen noch nicht zu finden.

Zur Einordnung: Apple hat mit iOS 18 zunächst eine sehr einfache Umsetzung des RCS-Standards eingeführt. Genutzt wird Version 2.4, die vor allem Basisfunktionen bietet, etwa Lesebestätigungen, höher aufgelöste Fotos und Anzeige beim Tippen. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war dort noch nicht enthalten, da sie im offenen RCS-Standard erst mit Version 3.0 ergänzt wurde.

Im März bestätigte Apple gegenüber 9to5Mac, dass RCS-Nachrichten künftig Ende-zu-Ende-verschlüsselt sein sollen, kurz nach Veröffentlichung von RCS 3.0. Apple betonte dabei, dass iMessage seit Beginn Ende-zu-Ende-Verschlüsselung unterstützt und das Unternehmen an einer branchenübergreifenden Initiative mitgearbeitet habe, um diese Technik in das RCS Universal Profile der GSMA zu bringen. Die Unterstützung für Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Nachrichten soll mit künftigen Updates für iOS, iPadOS, macOS und watchOS folgen.

Die Verschlüsselung ist das zentrale neue Merkmal von RCS 3.0, aber nicht die einzige Neuerung, die RCS auf dem iPhone mit dem Upgrade erhalten wird.

RCS 2.7: Reaktionen, Bearbeiten und Löschen von Nachrichten

Aktuell setzt iOS wie erwähnt auf RCS-Version 2.4. Mit RCS 2.7 kamen jedoch zahlreiche wichtige Verbesserungen ins Protokoll, die es stärker an moderne Messenger-Dienste wie iMessage heranführen. Dazu gehören unter anderem Antworten direkt in Nachrichtenverläufen, eine saubere Unterstützung von Reaktionen, eigene Reaktionen, das Bearbeiten von Nachrichten sowie das Löschen oder Zurückrufen gesendeter Nachrichten.

Derzeit unterstützt RCS auf dem iPhone Reaktionen nur eingeschränkt. Statt eine Emoji-Reaktion nativ darzustellen, wird bislang lediglich ein Fallback-Text angezeigt, etwa „Benutzer:in hat Reaktion X zur Nachricht hinzugefügt“. Erst mit einer vollständigen Umsetzung der RCS-Funktionen wird das System Reaktionen wirklich wie in anderen Messengern direkt an der Nachricht anzeigen.

Auch die Möglichkeit, Nachrichten zwischen iPhone und Android zu bearbeiten, zu löschen oder mit In-Line-Antworten zu versehen, würde den Alltag vieler Nutzer:innen deutlich vereinfachen. All diese Punkte hängen an der Unterstützung der neueren RCS-Versionen und sind bislang noch nicht in iOS integriert.

Hinweise in Netzbetreiber-Profilen und möglicher Zeitplan

Kürzlich haben neue Netzbetreiber-Bundles französischer Provider für iOS 26.3 Beta 2 interessante Hinweise geliefert. Sie deuten darauf hin, dass einige Mobilfunkanbieter Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Nachrichten standardmäßig aktivieren können.

Das ist nicht nur technisch relevant, sondern deutet auch auf den Zeitplan hin: Die entsprechenden RCS-Erweiterungen könnten schon bald ausgerollt werden, vermutlich gemeinsam mit den ersten Betas von iOS 26.4 noch in diesem Monat. Die neuen Netzbetreiber-Profile sprechen dafür, dass Apple die Einführung vorbereitet, auch wenn die Funktionen in iOS 26.3 selbst noch fehlen.

Wie steht Ihr zu RCS in der Nachrichten-App? Freut Ihr Euch auf Verschlüsselung und bessere Chat-Funktionen zwischen iPhone und Android? Diskutiert gerne in den Kommentaren.

Via: https://9to5mac.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Michael Reimann

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