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Apple begrenzt Private Cloud Compute stark für Drittentwickler:innen

Apple öffnet seine Private Cloud Compute zwar für Apps aus dem App Store, schränkt den Kreis der berechtigten Entwickler:innen jedoch deutlich ein. Vor allem kleine Teams profitieren, größere Anbieter bleiben außen vor.

Private Cloud Compute: Kostenlos nur für sehr kleine Apps

Apple will den Einstieg in große Cloud-Modelle so niedrigschwellig wie möglich halten. Entwickler:innen im App-Store-Kleinunternehmensprogramm mit weniger als zwei Millionen erstmaligen App-Store-Downloads dürfen die Apple-Grundlagenmodelle auf Private Cloud Compute (PCC) ohne Cloud-API-Kosten nutzen. Die Modelle sollen Zugang zu moderner KI-Intelligenz bieten und gleichzeitig starke Datenschutzmechanismen gewährleisten. Damit können kleinere Entwickler:innen KI-Funktionen in ihre Apps einbauen, ohne zuerst in eigene Server-Infrastruktur investieren zu müssen.

Diese Regelung gilt laut Apple ausschließlich für Teilnehmer:innen des App-Store-Kleinunternehmensprogramms. Bestandteil des Angebots ist, dass die Nutzung der Apple-Modelle in der Apple-Cloud nicht zusätzlich berechnet wird, solange die Download-Grenze nicht überschritten wird. Auf diese Weise zielt Apple klar auf Apps, die noch am Anfang stehen und keine hohen Zugriffszahlen haben. Für etablierte Anbieter:innen mit größerer Reichweite sieht Apple dagegen andere Lösungen vor.

Strenge Voraussetzungen für den Zugang zu PCC

Der Zugang zu Private Cloud Compute ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Zunächst müsst Ihr im App-Store-Kleinunternehmensprogramm eingeschrieben sein. Außerdem dürfen alle Eure Apps zusammen im App Store insgesamt weniger als zwei Millionen erstmalige Downloads erreicht haben. Nur wer beide Kriterien erfüllt, kann PCC nutzen. Zusätzlich müsst Ihr eine spezielle Private-Cloud-Compute-Berechtigung für Euer Entwickler:innen-Konto erhalten. Ohne diese Freischaltung steht PCC nicht zur Verfügung.

In Regionen, in denen Apple-Intelligenz verfügbar ist, können berechtigte Entwickler:innen Private Cloud Compute in ihren Apps einsetzen, die über den App Store verteilt werden. Die Funktionen lassen sich außerdem über TestFlight oder eine Ad-hoc-Verteilung testen. Wichtig: Installationen während der Testphase zählen nicht als erstmalige App-Downloads und beeinflussen damit nicht die Zwei-Millionen-Grenze. So könnt Ihr neue PCC-Funktionen ausprobieren, ohne sofort das Limit zu gefährden.

Überschreitet Ihr das Limit, läuft die Zeit

Apple sieht klare Konsequenzen vor, wenn eine App später die Grenze von zwei Millionen erstmaligen Downloads überschreitet oder ein:e Entwickler:in nicht länger am App-Store-Kleinunternehmensprogramm teilnimmt. In diesem Fall informiert Apple die betroffenen Entwickler:innen. Ab diesem Zeitpunkt bleibt ein Zeitraum von sechs Monaten, um auf eine alternative Lösung zu migrieren. Nach Ablauf dieser Frist ist die Nutzung von Private Cloud Compute unter den bisherigen Bedingungen nicht mehr möglich.

Informationen zu den erstmaligen Downloads stellt Apple in den Analysefunktionen von App Store Connect bereit. Dort könnt Ihr nachvollziehen, wann Ihr Euch der Zwei-Millionen-Schwelle nähert und entsprechend planen. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann die notwendige Private-Cloud-Compute-Berechtigung direkt über Apple anfordern.

Via: https://developer.apple.com
Titelbild: KI (zur Illustration)

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Michael Reimann

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