Apple bereitet laut mehreren Berichten einen neuen Anlauf im Wearable-Markt vor: smarte Brillen, die sich klar von der Apple Vision Pro unterscheiden sollen. Im Fokus stehen ein unauffälliges Design, iPhone-Anbindung und KI-Funktionen.
Design: Unauffällige Brille statt Headset
Die geplanten Apple smart glasses sollen sich optisch deutlich von der voluminösen Apple Vision Pro unterscheiden und eher wie eine klassische Korrektur- oder Sonnenbrille wirken. Statt Headset oder Goggles ist ein leichtes, alltagstaugliches Gestell geplant, das primär als Accessoire wahrgenommen werden soll.
Laut Berichten priorisiert Apple ein geringes Gewicht und eine unauffällige Bauform, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Die Brille soll als Begleiter für das iPhone positioniert werden und nicht als eigenständiger Computer. Um Kamera, Lautsprecher und Mikrofone unterzubringen, dürften die Bügel und der Rahmen etwas massiver als bei herkömmlichen Brillen ausfallen, aber weiterhin deutlich näher an klassischer Eyewear als an einem Headset liegen. Als Material ist unter anderem Acetat im Gespräch.
Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet von vier getesteten Rahmenvarianten: einem großen, rechteckigen Design im Stil von Ray-Ban Wayfarers, einem größeren ovalen oder runden Modell, einem schlankeren rechteckigen Rahmen ähnlich den Brillen von Apple-CEO Tim Cook sowie einer kleineren, dezenteren ovalen oder runden Variante. Zusätzlich testet Apple offenbar verschiedene Farben wie Schwarz, Hellbraun und Ocean Blue.
Anders als Meta (Ray-Ban, Oakley) oder Google (Warby Parker) soll Apple die Gestelle intern entwickeln, ohne Markenpartner. Die Brille soll dadurch als Apple-Produkt sofort erkennbar sein, mit einem höheren Anspruch an Material- und Verarbeitungsqualität als bei konkurrierenden Smart Glasses.
Funktionen: KI-Wearable als iPhone-Erweiterung
Die smarten Brillen sind Berichten zufolge als KI-zentriertes Zubehör gedacht, das das iPhone ergänzt. Sie sollen kein eigenständiges Gerät mit eigenem Ökosystem sein, sondern sich stark auf eine Bluetooth-Verbindung zum iPhone verlassen. Wie viel ohne gekoppeltes iPhone möglich sein wird, ist bislang offen.
Zu den kolportierten Funktionen gehören eine eingebaute Kamera für Fotos und Videos, offene Lautsprecher für Anrufe, Musik, Podcasts, Navigation und Benachrichtigungen sowie ein Mikrofon für Telefonate, Sprachbefehle und mögliche Live-Übersetzung. Die Kamera soll Inhalte in Echtzeit für Funktionen wie Objekt- oder Texterkennung auswerten können, etwa über Visual Intelligence. Berichte sprechen von vertikal ausgerichteten, ovalen Kameralinsen mit umlaufenden Status-LEDs.
Zentrale Schnittstelle soll eine weiterentwickelte, KI-gestützte Siri sein. Die Brille ist als Interface für Apple Intelligence vorgesehen, mit einem Schwerpunkt auf Spracheingabe und Kontextanalyse. Eine einfache, fixe Anzeige für Overlays wie Benachrichtigungen oder Navigationshinweise ist im Gespräch, allerdings ohne vollwertige AR- oder Spatial-Computing-Erfahrung wie bei Vision Pro. Teilweise werden auch Gesundheitsfunktionen diskutiert, die jedoch nicht den Umfang einer Apple Watch erreichen sollen.
Längerfristig wird laut Berichten intern ein Ausbau hin zu echter Augmented Reality geprüft, inklusive 3D-Inhalten, natürlicheren Navigationshinweisen (z.B. anhand realer Orientierungspunkte) sowie kontextabhängigen Erinnerungen, etwa beim Blick auf bestimmte Produkte im Laden. Für die erste Generation rechnen Beobachter jedoch eher mit Audio-Fokus und einfachen visuellen Ergänzungen.
Hardware, Name, Marktstart und Preisrahmen
Technisch sollen die Brillen auf einer stark energieeffizienten Chip-Plattform basieren, die von den S‑Series-Chips der Apple Watch abgeleitet ist. Apple arbeitet demnach an angepassten SoCs, die Kamera- und KI-Aufgaben bei sehr geringem Energieverbrauch übernehmen. Neben Kamera, Mikrofon und offenen Lautsprechern ist für die erste Version auch eine Variante ohne Display im Gespräch – ähnlich den Ray‑Ban Meta smart glasses.
Offen ist, ob Apple ab Werk Korrektionsgläser anbieten wird und wie Größen und Passformen gelöst werden. Bisherige Berichte geben dazu keine Details. Bestehende Strukturen wie Vision-Pro-Demos und Anpassungen in Apple Stores könnten für Anprobe und Beratung genutzt werden, bestätigt ist das aber nicht.
Zur finalen Produktbezeichnung gibt es bislang keinerlei konkrete Hinweise; intern wird das Projekt unter dem Codenamen N50 geführt. Unklar ist auch, ob Apple die Brille in die Vision-Familie einordnet oder eine eigenständige Produktlinie etabliert.
Apple selbst hat den Marktstart nicht angekündigt. Laut mehreren Roadmaps von Analyst:innen und Berichten von Mark Gurman arbeitet Apple jedoch seit Längerem an dem Projekt und hat interne Fokusgruppen mit Mitarbeitenden durchgeführt. Zwischenzeitlich soll ein leichteres Vision-Pro-Modell zugunsten der Brille zurückgestellt worden sein. Ein möglicher Zeitrahmen für die Markteinführung liegt demnach zwischen Ende 2026 und 2028, mit zunehmenden Hinweisen auf eine Vorstellung oder Preview 2026 und eine Veröffentlichung 2027. Verzögerungen beim Thema KI könnten das Projekt laut Berichten bis 2028 schieben. Hinweise im Release Candidate von macOS 26.7 auf neue Produkt-IDs könnten damit zusammenhängen, sind aber bislang nicht eindeutig zugeordnet.
Zum Preis gibt es derzeit keine belastbaren Angaben. Zur Einordnung werden in Berichten die Meta AI-Brillen genannt, die – je nach Ray‑Ban- oder Oakley-Modell und Generation – zwischen 299 und 499 US‑Dollar starten. Apple dürfte sich in diesem Umfeld positionieren, ohne dass bisher konkrete Zahlen bekannt sind.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macworld.com
