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Apple: Anleger:innen verlieren die Geduld mit der KI-Strategie

Apple KI-Strategie

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Nach der diesjährigen Entwicklerkonferenz wächst der Unmut vieler Apple-Anleger:innen. Die versprochene KI-getriebene Upgrade-Welle lässt weiter auf sich warten, während Siri nur als Beta startet.

WWDC enttäuscht Erwartungen an Apple-Intelligenz

Apples überarbeitete Siri-KI soll im Herbst erscheinen, allerdings zunächst nur als Beta-Version. Die Assistenz basiert auf einem angepassten Google-Gemini-Modell, das auf Nvidia-Blackwell-Grafikprozessoren läuft, und macht Apple damit stark abhängig von der Infrastruktur eines großen Konkurrenten.

Die neuen KI-Funktionen werden zum Start weder in der Europäischen Union noch in China verfügbar sein. Damit fehlen ausgerechnet zwei der wichtigsten Märkte des Konzerns. Es ist bereits das zweite Mal, dass Apple Intelligence in Europa verschoben wird, diesmal ohne Zeitplan, nachdem Apple und EU-Behörden beim Digital Markets Act keine Einigung erzielen konnten.

An der Wall Street blieb die Reaktion verhalten. Nach Angaben von Bloomberg passte keine einzige Analystin und kein einziger Analyst die Umsatzprognosen für 2027 oder 2028 nach der Konferenz an. Das deutet darauf hin, dass die Präsentationen keine neuen Impulse geliefert haben, die nicht bereits im Kurs berücksichtigt waren.

Tim Chubb, Chief Investment Officer bei Girard, einer Einheit von Univest Wealth, sprach gegenüber Bloomberg von einer gewissen Ermüdung bei Apple und KI. Wegen der zahlreichen Verzögerungen falle es schwer, Apple noch denselben Vertrauensvorschuss wie früher zu geben.

Hohe Bewertung ohne sichtbaren KI-Katalysator

Die Apple-Aktie hat ihre schwächste Woche seit Februar hinter sich, nachdem die weltweite Entwicklerkonferenz die Börse nicht von einem näher rückenden Upgrade-Zyklus überzeugen konnte. Der Kurs wird derzeit mit mehr als dem 33-Fachen der erwarteten Gewinne der nächsten zwölf Monate bewertet und liegt damit deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von 23.

Apple ist damit die zweit­teuerste Aktie unter den sogenannten „Großartigen Sieben“, nur Tesla ist höher bewertet. In dieser Prämie steckt die Erwartung eines KI-getriebenen iPhone-Erneuerungszyklus, der seit 2024 in Aussicht gestellt und mehrfach verschoben wurde. Im Mai war die Aktie im Vorfeld der Entwicklerkonferenz noch um 15 Prozent gestiegen, der beste Monat seit Juli 2022, verlor danach aber einen Teil dieser Gewinne wieder.

Für das Geschäftsjahr 2026, das im September endet, rechnen Expert:innen mit einem Umsatzwachstum von etwa 15 Prozent, nach 6,4 Prozent im Jahr 2025. Für 2027 wird ein Tempo von 8,6 Prozent erwartet, danach dürfte das Wachstum weiter nachlassen. Ohne klaren Auslöser durch neue Produkte oder Dienste fällt es damit zunehmend schwer, die aktuelle Bewertung nachzuvollziehen.

Stärken von Apple – und ihre Grenzen bei KI

Der optimistische Blick auf Apple ist bekannt: ein großer Bargeldbestand, eine solide Bilanz, stetige Aktienrückkäufe und eine installierte Basis von mehr als einer Milliarde Geräte. Zusätzlich arbeitet Apple an einem Rahmen für KI-Erweiterungen von Drittanbietern für Siri, der das iPhone langfristig zu einer Plattform für Dienste wie Claude, ChatGPT und Gemini machen könnte.

Auftrieb erhielt die Aktie am Dienstag durch einen Bloomberg-Bericht, wonach kamera­bestückte AirPods, ein faltbares Smartphone der nächsten Generation und ein iPhone zum 20-jährigen Jubiläum für 2027 in Entwicklung sein sollen. Gleichzeitig heißt es jedoch, dass die Zeitplanung „flexibel bleibt und sich ändern kann“ – eine Formulierung, die sinnbildlich für Apples gesamte KI-Strategie stehen könnte.

Portfoliomanager Jed Ellerbroek von Argent Capital Management bezeichnete die Konferenz gegenüber Bloomberg als „nicht schlecht, aber auch nicht besonders ermutigend“. Beim Thema Apple und KI fühle er sich wie Charlie Brown mit dem Football.

Needham-Analystin Laura Martin formulierte es noch klarer. Apple habe „nichts getan, um zu zeigen, dass es für seine KI-Werkzeuge und -Fähigkeiten Aufpreise verlangen oder durch KI Kosten sparen kann“. Zudem wirke der Konzern „übermäßig abhängig“ von Alphabet, dem wichtigsten Rivalen im Smartphone-Geschäft.

Via: https://thenextweb.com

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Tags: Google Gemini, Apple, Apple Intelligence, iPhone, Investor:innen, Siri, Nvidia, WWDC, Alphabet, Börse, KI

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