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App Store: Apple gibt Entwickler:innen neue Werkzeuge für Wachstum und Reichweite

Apple rüstet den App Store in diesem Jahr mit zahlreichen Neuerungen aus, die speziell auf Entwickler:innen zugeschnitten sind. Ziel ist es, Apps besser zu vermarkten, Abos flexibler zu gestalten und Eltern mehr Kontrolle zu geben.

Neue Vermarktungsoptionen und personalisierte Empfehlungen

Im App Store erhaltet Ihr künftig mehr Spielraum, um Eure Apps und Spiele zu präsentieren. Zusätzlich zu klassischen Bildschirmfotos und Vorschauvideos könnt Ihr sogenannte kreative Elemente mit Bildern und Videos im Header der Produktseite und in den Suchergebnissen einsetzen. Damit hebt Ihr Marken, saisonale Aktionen oder neue Inhalte hervor und könnt diese mit anpassbaren Produktseiten und Produktseitenoptimierung kombinieren, um unterschiedliche Varianten zu testen.

App Store Connect zeigt Euch über eine Produktseitenvorschau, wie Texte, Bilder und Videos auf iPhone und iPad wirken – in verschiedenen Sprachen, im Dunkelmodus sowie im Hoch- oder Querformat. Eine neue Asset-Mediathek bündelt alle kreativen Elemente, Vorschauvideos und Screenshots zentral. So verwendet Ihr Material für Produktseiten und In‑App Events wieder und spart doppelte Uploads. Kreative Elemente könnt Ihr zudem unabhängig von App-Updates zur App-Überprüfung einreichen, etwa für kurzfristige saisonale Kampagnen oder abgestimmte Apple-Werbung.

Auf Nutzer:innenseite führt Apple personalisierte Sammlungen und App-Hinweise ein. Diese Empfehlungen basieren auf den Interessen, der Nutzung und den Downloads der Nutzer:innen und erscheinen in den Tabs „Apps“, „Spiele“ und „Suchen“. App-Hinweise erläutern, warum bestimmte Titel vorgeschlagen werden. Der Start erfolgt zunächst in dieser Woche auf Englisch in den USA, weitere Sprachen und Regionen sollen folgen.

Spieleentwickler:innen können außerdem über die Apple-Spiele-App gezielt Angebote platzieren. Über sogenannte Vorschlagsnominierungen reicht Ihr Pläne für In‑Game-Deals oder zeitlich begrenzte Rabatte beim Redaktionsteam des App Store ein, um zusätzliche Sichtbarkeit zu erhalten.

Neue Abo-Modelle, Bundles und effizientere Einreichung

Bei In‑App Käufen führt Apple neue Funktionen ein, um Abonnements für Gruppen und Organisationen zu ermöglichen. Grundlage ist StoreKit 2, mit dem Ihr In‑App-Kauferlebnisse für mehrere Nutzer:innen abbildet. Volumenkäufe über Apple Business Manager und Apple School Manager erlauben es, Abos an Unternehmens- und Bildungskund:innen zu verkaufen, die Apps ohnehin in größerem Umfang beziehen. Die Verteilung an Endnutzer:innen erfolgt über bestehende Geräteverwaltungen, sodass Organisationen ihre bekannte Infrastruktur weiter nutzen.

Mit Gruppenkäufen richtet Ihr Abos für Teams aller Größen ein – von kleineren Kreativgruppen bis zu großen Produktionsfirmen. Eine Person kauft Nutzungslizenzen, lädt andere über die von Apple bereitgestellte Einladungsfunktion ein, und jede:r nutzt das eigene Konto. Das vereinfacht Verwaltung und Transparenz. Beide Optionen konfiguriert Ihr in App Store Connect; Volumenkäufe sollen im Herbst, Gruppenkäufe im Winter starten.

Übergreifende App-Store-Bundles erlauben Entwickler:innen Kooperationen: Nutzer:innen können mehrere Apps verschiedener Anbieter:innen gemeinsam zu einem günstigeren Preis abonnieren. Zusätzlich lassen sich Suiten und Abo-Pakete anbieten, die nicht separat erhältlich sind. Für die Kündigungsphase führt Apple Retention-Mitteilungen ein. Ihr könnt Abonnent:innen beim Abbestellen mit angepassten Hinweisen oder speziellen Angeboten ansprechen.

Die App-Prüfung wird ebenfalls überarbeitet. Künftig fasst Ihr mehrere In‑App Käufe und zugehörige Elemente in einer gebündelten Einreichung zusammen. Im Mac App Store entfällt zudem die Pflicht zur Intel-Unterstützung. Binärdateien nur für Apple-Chips reichen aus, sodass Ihr keine separaten Builds mehr pflegen müsst.

Nutzungszeiten für Kinder und neue Kategorisierung

Für Kinder- und Jugendkonten erweitert Apple die Bildschirmzeit-Funktionen in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27. Neue Nutzungszeiten geben Eltern feinere Kontrolle über die Dauer, die Kinder in Kategorien wie Unterhaltung, Spiele oder soziale Netzwerke verbringen. Diese Voreinstellungen orientieren sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und der jeweiligen Altersgruppe, lassen sich aber jederzeit anpassen. Über neue Zeitpläne legen Eltern fest, welche Apps zu welchen Tageszeiten erlaubt sind, um etwa Lernphasen vor Ablenkungen zu schützen.

Entwickler:innen passen ihre Apps in App Store Connect an diese Funktionen an. Ab Juli wird der Fragebogen zur Altersfreigabe erweitert, sodass Ihr angeben könnt, ob Eure App soziale Netzwerkfunktionen bietet, etwa Interaktionen mit nutzergenerierten Inhalten in einem Feed. Auf Basis dieser Angaben sortiert Apple Apps automatisch in Nutzungszeit-Kategorien wie Soziale Netze, Unterhaltung, Spiele oder Andere ein. Damit sollen Anwendungen mit sozialen Funktionen altersgerecht eingestuft werden, während Eltern fundierte Entscheidungen für ihre Familien treffen können.

Mit diesen Neuerungen will Apple den App Store weiterentwickeln, ohne die etablierten Sicherheits- und Vertrauensstandards aufzugeben. Entwickler:innen erhalten mehr Freiheiten, um globale Zielgruppen zu erreichen und tragfähige Geschäftsmodelle aufzubauen, während Nutzer:innen von klareren Empfehlungen und neuen Kontrollmöglichkeiten profitieren.

Via: https://www.apple.com

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Michael Reimann

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