In Texas tritt am 4. Juni ein neues Gesetz in Kraft, das Apple zur Altersprüfung neuer App-Store-Nutzer:innen verpflichtet. Apple passt dafür seine Regeln für Apple Accounts und für Entwickler:innen an.
Die im Mai 2025 verabschiedete Texas App Store Accountability Act schreibt Unternehmen wie Apple und Google vor, das Alter von Nutzer:innen mit Wohnsitz in Texas zu verifizieren. Mit Beginn der Durchsetzung des Gesetzes am Donnerstag reagiert Apple nun mit konkreten Änderungen an den App-Store-Regeln.
Auf der Apple-Developer-Website führt das Unternehmen aus, dass neue Apple Accounts in Texas künftig einer „age assurance and parent or guardian consent on behalf of minors under the age of 18 for downloads, Apple In-App Purchases, and significant changes associated with an app“ unterliegen. Praktisch bedeutet das: Wer in Texas einen neuen Apple Account anlegen will, muss bestätigen, dass die Person 18 Jahre oder älter ist. Minderjährige unter 18 Jahren müssen einem Family-Sharing-Verbund beitreten.
Für Eltern oder Erziehungsberechtigte ändert sich damit ebenfalls etwas: Sie können künftig den Zugriff auf zuvor freigegebene Apps aus dem App Store wieder entziehen. Die Altersprüfung wirkt sich somit sowohl auf die Kontoerstellung als auch auf spätere Nutzungsentscheidungen aus.
Die neuen Vorgaben treffen nicht nur Apple Accounts, sondern auch App-Entwickler:innen. Diese müssen die Declared Age Range API nutzen, um das Alter eines Apple-Account-Nutzers beziehungsweise einer Nutzerin zu bestimmen. So soll sichergestellt werden, dass Apps korrekt mit den Altersangaben umgehen.
Kommt es zu „significant changes“ an einer App, sind Entwickler:innen verpflichtet, die Significant Change API im Rahmen des PermissionKit-Frameworks zu verwenden, um Eltern oder Erziehungsberechtigte zu informieren. Apple stellt dabei klar: Es liegt ausdrücklich in der Verantwortung der Entwickler:innen zu entscheiden, wann eine Änderung an ihrer App als „significant“ einzustufen ist.
Apple hatte sich gegen die Texas App Store Accountability Act von Beginn an ausgesprochen, noch bevor das Gesetz im Mai 2025 unterzeichnet wurde. Dazu gehörte auch ein Anruf von Apple-CEO Tim Cook beim texanischen Gouverneur Greg Abbott, der jedoch ohne Folgen blieb. Darüber hinaus setzte Apple sechs Lobbyist:innen in Texas ein und finanzierte lokale Werbekampagnen, in denen unter anderem behauptet wurde, das Gesetz werde von Pornowebsites unterstützt.
Das Unternehmen argumentierte, das Gesetz zwinge Apple dazu, sensible personenbezogene Daten wie amtliche Ausweise oder andere Identifikationsmerkmale von allen Nutzer:innen zu erheben und zu speichern, nicht nur von Kindern. Nachdem diese Lobby- und Werbeaktivitäten erfolglos blieben, legte Apple im Detail dar, welche Änderungen notwendig seien, um das Gesetz zu erfüllen. Ursprünglich sollte es am 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Im Dezember 2025 stoppte der texanische Bundesrichter Robert Pitman die Altersverifizierung vorläufig per einstweiliger Verfügung. Er kritisierte das Gesetz mit dem Vergleich, es sei so, als müssten Buchhandlungen das Alter aller Kund:innen vor dem Betreten prüfen und eine elterliche Zustimmung einholen, sobald Minderjährige ein Buch kaufen wollen.
Diese einstweilige Verfügung hielt jedoch nicht lange an: Am 1. Juni 2026 setzte das Berufungsgericht des Fifth Circuit die Verfügung vorübergehend aus, ohne sie dauerhaft aufzuheben. Damit bleibt die Zukunft des Gesetzes rechtlich unsicher. Bis zu einer endgültigen gerichtlichen Klärung müssen sich App-Entwickler:innen und App-Store-Nutzer:innen in Texas aber an die neuen Anforderungen zur Altersprüfung halten.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
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