AirDrop gehört seit Jahren zu den beliebtesten Funktionen im Apple-Ökosystem. Der Dienst erlaubt es, Dateien einfach und schnell zwischen Macs, iPhones und iPads auszutauschen. Dabei läuft im Hintergrund eine ausgeklügelte Kombination aus drahtlosen Technologien. Doch auf welchen Standards basiert AirDrop genau – und wie hat Apple diese modifiziert? Ein Überblick.
AirDrop wurde erstmals 2011 mit Mac OS X Lion eingeführt. Mit iOS 7 kam die Funktion 2013 auf iPhone und iPad. Seit OS X Yosemite und iOS 8 ist AirDrop plattformübergreifend nutzbar.
Technisch setzt Apple auf eine Kombination mehrerer Protokolle:
Bluetooth LE dient dazu, in der Nähe befindliche Geräte zu erkennen.
Peer-to-Peer-WLAN auf Basis von IEEE 802.11 ermöglicht schnelle Datenübertragung ohne Umweg über einen Router.
Übertragen werden die Dateien in einer TLS-verschlüsselten Verbindung.
Metadaten und Steuerinformationen tauscht AirDrop über ein proprietäres Protokoll im Apple Property List (plist)-Format aus.
Apple verwendet bei AirDrop keine fertige Standardlösung wie Wi-Fi Direct oder das Bluetooth File Transfer Profile. Stattdessen werden die Basis-Technologien gezielt angepasst:
Bluetooth LE sendet zusätzliche Metadaten, etwa Hashes von Apple-IDs oder Kontakten, um die AirDrop-Auswahl im Interface zu steuern.
Die Peer-to-Peer-WLAN-Verbindung wird hardwareseitig direkt gesteuert. Im Gegensatz zu Standard-Wi-Fi Direct ist sie stärker in das Apple-Ökosystem integriert.
Für Sicherheit und Authentifizierung nutzt Apple eigene TLS-Zertifikate und Schlüssel.
Das Ergebnis: hohe Übertragungsraten, zuverlässige Verbindungen und eine nahtlose Integration in macOS, iOS und iPadOS.
Mit iOS 17.1 und macOS Sonoma hat Apple AirDrop weiterentwickelt. Begonnene Übertragungen lassen sich nun auch fortsetzen, wenn sich die Geräte aus der Bluetooth- und WLAN-Reichweite entfernen. Voraussetzung: Beide Geräte sind in der iCloud angemeldet. In diesem Fall wird die Übertragung über eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Verbindung über das Internet fortgesetzt.
Damit macht Apple AirDrop noch flexibler und hebt es funktional auf eine neue Stufe. Im Vergleich zu Android Nearby Share bleibt AirDrop allerdings weiterhin eine plattformexklusive Lösung. Das will die EU aber ändern.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDas Hackerteam Calif hat ein iPhone 18 Pro im Sperrmodus jailbreakt. In einem Video zeigt die Gruppe außerdem, dass der…
Mit iOS 27.3 können Entwickler:innen Siri AI in ihre Apps integrieren. Die Sprachassistenz soll dadurch Aufgaben über mehr Apps hinweg…
Apple hat die ersten Entwickler-Betas für iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS Golden Gate 27.3, watchOS 27.3, tvOS 27.3 und visionOS…
Mit der Beta von iOS 27.3 kehrt Apples neu gestaltete Health-App zurück, nachdem Apple sie zuvor aus einer Testversion entfernt…
Apple legt starke Quartalszahlen vor, deutet aber zugleich steigende Preise und Engpässe bei Hardware an. Parallel konkretisieren sich Pläne für…
Der Leaker Digital Chat Station erwartet beim iPhone 18 einen größeren Akku und hält auch einen höheren Preis für möglich.…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen