Apple bleibt beim kommenden A20-Pro-Chip beim bekannten LPDDR5X-Arbeitsspeicher. Statt auf LPDDR6 zu wechseln, erhöht der Konzern die Speicherbandbreite über eine neue Sechs-Kanal-Architektur.
Sechs-Kanal-Speicher soll KI-Aufgaben beschleunigen
Während Konkurrenzchips wie der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro bereits LPDDR6 unterstützen, hält Apple an seiner Strategie fest, neue Standards später zu übernehmen. Beim A20 Pro bedeutet das, dass Ihr weiterhin auf LPDDR5X-RAM setzt, dieser aber deutlich anders angebunden wird.
Bereits vor dem großen Tata-Leak gab es Berichte, dass das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max mit einem Sechs-Kanal-Speicher ausgestattet werden sollen, um KI-Aufgaben besser zu bewältigen. Die maximale Speicherbandbreite des A20 Pro soll dadurch spürbar steigen.
Neue Schaltpläne, die von Reptalica veröffentlicht wurden, zeigen nun, wie Apple das umsetzen will: Der erste 2‑Nanometer-SoC des Unternehmens soll nicht nur sechs Kanäle für LPDDR5X-RAM unterstützen, sondern diesen auch über eine 96-Bit-Speicheranbindung ansprechen.
Damit verabschiedet sich Apple von seinem bisherigen Ansatz mit vier Speicherkanälen und einem 64-Bit-Bus. Parallel dazu wurde das ältere inFO-PoP-Gehäuse aufgegeben. Stattdessen setzt Apple laut den vorliegenden Informationen auf ein Wafer-Level-Mehrchipmodul (Wafer-Level Multi-Chip Module, WMCM), das besser für hohe Datenmengen und damit für flüssigere KI-Berechnungen geeignet ist.
Breiterer Speicherbus gegen Engpässe bei KI-Modellen
Für aktuelle KI-Funktionen auf dem Gerät reicht höhere Rechenleistung allein nicht mehr aus. Viele KI-Modelle sind speichergebunden, also durch die Datenbereitstellung limitiert, nicht durch die eigentliche Verarbeitung. Ein zu schmaler Speicherbus kann hier schnell zum Flaschenhals werden.
Der A20 Pro soll zusätzlich zu einer größeren Neural Engine von der 96-Bit-Anbindung des LPDDR5X-RAM profitieren. So muss der Prozessor weniger auf nachgelieferte Daten warten. Ein engerer Bus hätte dieses Problem verschärft, der breitere Ansatz soll es entschärfen.
Die Kombination aus sechs Kanälen und 96-Bit-Busbreite benötigt allerdings mehr Platz für den Speicher. Das ist ein Grund, warum Apple beim A20 Pro auf das neue WMCM-Gehäuse umstellt. Diese Bauweise ist auf ein größeres Speicher-Footprint ausgelegt und damit besser für die neue Architektur geeignet.
Ein weiterer Effekt: Da der DRAM getrennt vom A20-Pro-Chip selbst untergebracht ist, verbessert sich die Wärmeabfuhr des SoC. Das soll zu einer stabileren Langzeitleistung führen und längere KI-Workloads ermöglichen, ohne dass die Leistung stark einbricht.
Auch wenn fehlende LPDDR6-Unterstützung zunächst enttäuschend wirken mag, zeigt Apple mit dem A20 Pro einen anderen Weg, die Speicherbandbreite und -leistung zu steigern. Die technischen Anpassungen zielen klar darauf ab, anspruchsvolle KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät besser zu unterstützen.
Via: https://wccftech.com
