Ein neuer Mac ist schnell eingerichtet, aber mit ein paar gezielten Einstellungen arbeitet Ihr deutlich flüssiger. Diese sechs Anpassungen lohnen sich jedes Mal aufs Neue.
macOS erlaubt es Euch, bestimmte Trackpad-Gesten nach eigenen Vorlieben zu verändern. Standardmäßig könnt Ihr etwa die Gesten für „Zwischen Apps streichen“, „Zwischen Vollbild-Apps streichen“, „Mission Control“ und „Exposé“ anpassen. Wenn Ihr mit den Vorgaben nicht zufrieden seid, ändert Ihr sie über Systemeinstellungen > Trackpad > Weitere Gesten.
Wer noch weiter gehen möchte, greift zu einem Zusatzwerkzeug wie BetterTouchTool. Diese App (15 US‑Dollar, ca. 14 Euro, einmalige Lizenz) ist darauf spezialisiert, benutzerdefinierte Gesten zu erstellen. Damit könnt Ihr für nahezu jede Aktion eigene Fingerbewegungen festlegen, etwa eine einfingerige Kreisgeste, um die App-Umschaltung zu öffnen. Wenn Ihr ernsthaft mit Gesten arbeitet, führt an so einem Werkzeug kaum ein Weg vorbei.
Praktisch und oft unterschätzt sind die aktiven Ecken des Bildschirms, die sogenannten Hot Corners. Ihr weist jeder Ecke eine Funktion zu, zum Beispiel die Anzeige aller Programmfenster, Mission Control, die App-Übersicht oder das Mitteilungszentrum. Fahrt Ihr mit dem Mauszeiger in die entsprechende Ecke, wird die Aktion sofort ausgelöst. Ein mögliches Setup: oben links Anwendungsfenster, unten links Mission Control, oben rechts Apps, unten rechts Mitteilungszentrale. Einrichten könnt Ihr das unter Systemeinstellungen > Schreibtisch & Dock > Aktive Ecken.
Etwas unverständlich ist, dass Apple „Tippen zum Klicken“ nicht ab Werk aktiviert. Viele von Euch nutzen diese Funktion intuitiv und müssen sie erst einschalten. Für viele ist ein Tipp auf das Trackpad deutlich angenehmer als ein fester Druck, besonders wenn das MacBook nicht auf einer stabilen Unterlage steht. Zudem reagiert der Druck nicht immer zuverlässig, was schnell nervt. Aktiviert „Tippen zum Klicken“ über Systemeinstellungen > Trackpad
.Auch das Verhalten der Tastatur lohnt einen Blick. Haltet Ihr in einem Texteingabefeld eine Taste gedrückt, wiederholt macOS den jeweiligen Buchstaben, etwa beim Löschen mit der Rückschritt-Taste. Ihr könnt sowohl die Verzögerung bis zum Einsetzen der Wiederholung als auch die Wiederholgeschwindigkeit anpassen. Standardmäßig ist die Wiederholrate fast auf Maximum gestellt, die Verzögerung liegt etwa in der Mitte. Die schnelle Wiederholung ist oft sinnvoll, zu kurze Verzögerungen können aber zu vielen gelöschten Zeichen führen. Wer schnell tippt und Wartezeiten nicht mag, verkürzt die Verzögerung. Diese Optionen findet Ihr unter Systemeinstellungen > Tastatur.
Eine sichtbare Prozentanzeige für den Akkustand in der Menüleiste kann sehr hilfreich sein. Ohne diese Anzeige ist nur das kleine Symbol sichtbar, das den aktuellen Stand eher grob andeutet. Die Prozentzahl lässt Euch genauer einschätzen, wie lange der Akku noch hält, was besonders unterwegs wichtig ist. Viele achten außerdem darauf, den Akkustand nicht zu weit absinken zu lassen oder dauerhaft bei 100 Prozent zu halten. Die Prozentanzeige aktiviert Ihr unter Systemeinstellungen > Menüleiste > Batterie > Batterieoptionen.
Zum Schluss lohnt ein Blick auf das Dock. Ein überfülltes Dock erschwert die Orientierung und macht das Starten der wichtigsten Programme langsamer. Wenn Ihr ohnehin vor allem über die App-Übersicht startet, braucht Ihr im Dock nur die wirklich häufig genutzten Anwendungen. Entfernt deshalb konsequent alle Symbole, die Ihr selten oder nie anklickt. So bleibt das Dock übersichtlich und schneller erfassbar. Um ein Symbol zu entfernen, klickt Ihr es mit der rechten Maustaste oder mit zwei Fingern an, wählt „Optionen“ und dann „Aus dem Dock entfernen“.
Diese sechs Anpassungen sind schnell erledigt und können dafür sorgen, dass sich ein neuer Mac von Anfang an deutlich besser anfühlt und effizienter nutzen lässt.
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