Seit Jahren kursieren Spekulationen zu einem neuen, größeren iMac Pro. Was daran dran ist und was Expert:innen erwarten, lest Ihr hier im Überblick.
Kommt ein neuer iMac Pro?
Gerüchte um eine Neuauflage des iMac Pro begleiten die Apple-Community schon länger. Bereits 2021 sagte ein Leaker auf X ein neues Modell voraus, lag mit dem Zeitpunkt aber daneben. Auch der Analyst Ming-Chi Kuo hat mehrfach auf einen größeren iMac Pro hingewiesen und etwa 2022 den Verkaufsstart für 2023 prognostiziert. Wenig später stellte Apple dann jedoch den Mac Studio mit Apple Studio Display vor und nahm den 27-Zoll-iMac aus dem Sortiment.
Neue Hinweise kamen im Oktober 2023: Ming-Chi Kuo und Bloomberg-Reporter Mark Gurman gehen davon aus, dass ein höherwertiger 32-Zoll-iMac mit Mini-LED-Display im Jahr 2025 erscheinen könnte. Laut Gurman befand sich das Gerät Ende 2023 in einer frühen Testphase.
Hinweise auf Prototypen gab es bereits im Sommer 2022, als laut MacRumors intern mindestens drei größere iMac-Modelle mit Apple-Prozessoren getestet wurden. Immer wieder berichten Brancheninsider von Verzögerungen, zum Beispiel wegen hoher Entwicklungskosten oder technischer Herausforderungen bei den Chips. Bislang ist kein Modell erschienen.
Design, Farben und Displaygröße
Nach Angaben von Mark Gurman könnte sich das Design des neuen iMac Pro am aktuellen 24-Zoll-Modell mit M1-Chip orientieren. Welche Farben Apple plant, ist nicht bekannt – möglich wäre eine Abgrenzung zu den eher farbenfrohen Consumer-Modellen, ähnlich wie bei iPhone Pro und Standard-iPhone.
Es gibt Hinweise, dass Apple beim Pro-Modell dunkle Display-Ränder statt weißer verwenden könnte. Auch eine Notch wie in anderen MacBooks ist denkbar. Möglich wäre zudem ein Wegfall des Kinns unter dem Display, da dies mit Apple-Silicon-Modellen technisch kein Problem mehr wäre.
Frühere Berichte gingen von einem 27-Zoll-Display aus, inzwischen sprechen aber sowohl Gurman als auch Kuo von einem 32-Zoll-Bildschirm. Das wäre das größte je verbaute Display in einem iMac. Ein Mini-LED-Panel mit XDR-Technik ist wahrscheinlich. Im Vergleich: Das Studio Display misst 27 Zoll (5K), das Pro Display XDR 32 Zoll (6K). Für das große iMac-Display erwarten Insider kleinere Bildschirmränder und auf Wunsch Nano-Texturglas mit Matt-Finish gegen Spiegelungen.
Technische Ausstattung: Prozessor, Arbeitsspeicher und Anschlüsse
Zur Prozessorausstattung gibt es bisher keine konkreten Informationen. Erwartet werden je nach Erscheinungszeitpunkt Pro- und Max-Versionen der M-Prozessoren, möglicherweise zunächst der M4 Pro und M4 Max sowie später M5 Pro und M5 Max. Diese Chips bieten je nach Ausbaustufe bis zu 14- oder 16-Kern-CPUs und bis zu 40 GPU-Kerne.
Beim Speicher werden beim M4 Pro bis zu 48 GB und beim M4 Max bis zu 128 GB einheitlicher Arbeitsspeicher unterstützt – allerdings nicht als nachrüstbare Module, sondern fest integriert. Die Basisvariante dürfte mit mindestens 24 GB (Pro) bzw. 36 GB (Max) starten. Auch beim Massenspeicher wird mit mindestens 512 GB, gegebenenfalls auch 1 TB SSD gerechnet. Höhere Konfigurationen können vermutlich bestellt werden.
Bei den Anschlüssen ist die Integration von Thunderbolt 5 sehr wahrscheinlich, wie sie bereits in aktuellen Pro-Modellen zum Einsatz kommt. Weitere Ports wie HDMI oder SD-Kartenleser könnten – je nach Gehäusedicke – ebenfalls verbaut sein. Der Ethernet-Anschluss dürfte, wie schon beim 24-Zoll-iMac, im Netzteil untergebracht werden.
Im Bereich Kamera erwartet Ihr eine 12-Megapixel-FaceTime-Kamera mit Center Stage. Face ID wird zwar weiterhin erwartet, allerdings gibt es dazu weiterhin keine Bestätigung seitens Apple. Weiterhin ist Touch ID über das Zubehör möglich.
Preise und Verfügbarkeit
Über den Preis gibt es nur Schätzungen. Der 27-Zoll-iMac Pro startete zuletzt bei 1.799 US-Dollar (ca. 1.650 Euro), Analyst:innen halten einen Preisanstieg auf über 2.000 US-Dollar (ca. 1.850 Euro) für wahrscheinlich, ähnlich wie beim MacBook Pro. Laut aktuellen Gerüchten könnte die Vorstellung frühestens Ende 2025, wahrscheinlicher aber erst 2026 erfolgen.