Valentinstag und Horror passen erstaunlich gut zusammen. Abseits von „Mein blutiger Valentinstag“ findet ihr viele Filme, die Grusel mit einer Portion Romantik verbinden.
Sündiger Blutsauger-Albtraum in Mississippi
„Sinners“ ist ein Kritikerliebling, ein Kassenerfolg und ein rekordverdächtiger Oscar-Anwärter. Der Film erzählt von Zwillingsbrüdern in Mississippi der 1930er-Jahre, gespielt von Michael B. Jordan, der für seine Leistung eine Oscar-Nominierung erhielt. Sie kämpfen gegen eine Invasion von Vampiren, während sich zugleich eine Geschichte voller Leidenschaft entfaltet. Regisseur Ryan Coogler verbindet expliziten Horror mit erster Liebe und neu entflammten Beziehungen, die den emotionalen Einsatz der Figuren bestimmen. (HBO Max)
„Queens of the Dead“ ist ein Zombiefilm, aber auch eine liebevolle, oft sehr komische Hommage von Tina Romero an das berühmte Genre ihres Vaters. Im Mittelpunkt steht eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Drag-Performer:innen und Bar-Mitarbeiter:innen, die sich gemeinsam in Sicherheit bringen und ihre ungewöhnlichen Kampffähigkeiten bündeln, als eine Hirn-hungrige Apokalypse droht. Entscheidend sind zwei Fragen: Schafft es die schwangere Lizzy rechtzeitig in den Club, um ihre Frau Dre zu finden? Und wieso ist uns nie aufgefallen, wie glitzernd und extravagant Untote aussehen können? (Shudder – Jetzt Amazon Prime)
In „Conjuring 2“ ist die Liebe zwischen Ed und Lorraine Warren ihr stärkstes Werkzeug im Kampf gegen rachsüchtige Geister, dämonische Nonnen und zum Leben erwachte Spielzeuge. Ihre Beziehung basiert auf Glauben und gegenseitiger Unterstützung und hält auch den bedrohlichsten übernatürlichen Angriffen stand. Der zweite Teil der Reihe gilt als besonders gruselig und zugleich besonders zärtlich, denn er vereint Lorraines furchterregende Visionen von Eds gewaltsamem Tod mit Eds einfühlsamer Version von Elvis Presleys „Can’t Help Falling in Love“. (HBO Max)
Slasher, Okkultes und Monster mit Herz
„Heart Eyes“ schickt einen Serienkiller mit einer Maske in Emoji-Form durch Seattle, der es am Valentinstag auf Paare abgesehen hat. Unter den Zielpersonen: zwei Kolleg:innen, zwischen denen Chemie, aber noch keine Romanze herrscht. Der Slasher knüpft an die Tradition blutiger Filme rund um den 14. Februar an und setzt auf ein Ensemble mit dem neuen „Scream“-Star Mason Gooding und 90er-Horrorikone Devon Sawa („Idle Hands“, „Final Destination“, heute „Chucky“). (Netflix)
Wer „Stranger Things“-Bösewicht Vecna liebt, sollte das „Witchboard“-Remake von 2024 im Blick haben, in dem Jamie Campbell Bower eine besonders präsente Rolle spielt. Das Original von 1986, geschrieben und inszeniert von Kevin Tenney („Night of the Demons“), ist durch und durch campy. Tawny Kitaen spielt eine frisch Verlobte, deren spielerischer Umgang mit einem Hexenbrett die Tür zum Grauen öffnet. Ein Liebesdreieck zwischen ihrer Figur, ihrem Verlobten und ihrem Ex sorgt für zusätzliche Spannung, vor allem, weil sich die Gefühle anders entwickeln, als für einen Film dieser Zeit zu erwarten wäre. (Shudder – Jetzt Amazon Prime)
In „Your Monster“ spielt Melissa Barrera eine Schauspielerin mit gebrochenem Herzen, die ihrem Ex, einem Theaterautor, noch immer nachtrauert, obwohl er sie während einer Krebsbehandlung kalt abserviert hat. Sie nimmt eine Zweitbesetzung in seinem neuen Stück an und erlebt weitere Demütigungen, bis sie ein ungewöhnliches Monster in ihrem Kleiderschrank entdeckt. Diese „Die Schöne und das Biest“-Konstellation stärkt ihr Selbstvertrauen und Rückgrat, mit einem Twist-Ende, das deutlich macht, dass Selbstliebe letztlich entscheidend ist. (Leihoption bei Prime Video)
Kultklassiker, Vampire und Körperhorror für zwei
„Die Mumie“ von 1999 ist für den Valentinstag die beste Wahl, wenn ihr auf ägyptische Grabraub-Abenteuer und unheimliche, aber liebeskranke Kreaturen aus Sarkophagen steht. Neben Grusel und Action bietet der Film eine schwungvolle Romanze zwischen Brendan Fraser und Rachel Weisz. Eine neue Fortsetzung ist angekündigt, also lohnt sich ein Blick zurück auf den Anfang der Reihe. (Hulu/Disney+)
„Humanistische Vampirin sucht einvernehmlichen Suizidpartner“ ist ein Indie-Film von 2023, der Fans ungewöhnlicher Paare ansprechen dürfte. Eine junge Vampirin weigert sich zu töten, weshalb ihre Fangzähne nicht wachsen, was ihre Familie zunehmend frustriert. Sie glaubt, die perfekte Lösung gefunden zu haben, als sie einen Mann mit Suizidgedanken trifft, doch Gefühle bringen ihre Pläne durcheinander. (Shudder – Jetzt Amazon Prime)
In „Together“ spielen Dave Franco und Alison Brie ein Paar, das im wahrsten Sinne des Wortes untrennbar wird. Der Film setzt auf ein klares Konzept, das in intensiven Körperhorror mündet und eine clevere Nutzung eines unterschätzten Hits der Spice Girls enthält. (Hulu/Disney+)
„Dellamorte Dellamore – Friedhof der Kuscheltiere“ (international bekannt als „Cemetery Man“) von 1994 stammt vom italienischen Regisseur Michele Soavi („Stage Fright“). Rupert Everett spielt einen Friedhofswärter, der sich in eine faszinierende junge Witwe verliebt. Die aufkeimende Beziehung wird durch Tod, Wiederauferstehung und den Auftritt des personifizierten Todes kompliziert. Der Film kombiniert eigenwilligen Humor mit Horror und hat sich zu einem verdienten Kultklassiker entwickelt. (Shudder – Jetzt Amazon Prime)
Via: https://gizmodo.com