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Siri-KI auf der Apple Watch: Ältere Modelle bleiben ohne klare Begründung außen vor

Apple hat erstmals genauer erklärt, welche Apple-Watch-Modelle die neue Siri-KI erhalten. Warum viele ältere Uhren trotz gekoppeltem iPhone leer ausgehen, bleibt jedoch weiter offen.

Apple verweist auf Leistung, bleibt aber vage

In einem Interview mit TechRadar vom 19. Juni hat Apple auf Nachfragen zur neuen Funktion reagiert. Cait Dooley, verantwortlich für Produktmarketing rund um Apple Watch und Gesundheit, erklärte, Siri-KI und andere Funktionen von watchOS 27 würden auf neuerer Hardware am besten laufen.

Apple nannte dabei konkret die Apple Watch Series 9 und spätere Modelle, die Apple Watch Ultra 2 und spätere Modelle sowie die Apple Watch SE der dritten Generation. Siri-KI ist Teil von watchOS 27, das auf der WWDC 2026 vorgestellt wurde. Für die Nutzung ist sowohl eine kompatible Apple Watch als auch ein in der Nähe befindliches iPhone mit Apple Intelligence erforderlich, wobei die Unterstützung bei der Apple Watch Series 9 beginnt.

TechRadar fragte direkt nach, warum ältere Modelle der Apple Watch nicht berücksichtigt werden. Dooley betonte, Apple lege bei jeder Softwareversion großen Wert auf Energieeffizienz und Leistung und wiederholte, dass Siri-KI auf neuerer Hardware am besten funktioniere. Die Antwort präzisierte zwar die Kompatibilitätsliste, blieb jedoch eine technische Begründung für den Schnitt schuldig.

Klare Trennlinie bei der Kompatibilität

Unter watchOS 27 unterstützt Siri-KI die folgenden Apple-Watch-Modelle:

  • Apple Watch SE (3. Generation)
  • Apple Watch Series 9
  • Apple Watch Series 10
  • Apple Watch Series 11
  • Apple Watch Ultra 2
  • Apple Watch Ultra 3

Diese Modelle erhalten Siri-KI, während eine ganze Reihe älterer Uhren außen vor bleibt:

  • Apple Watch SE (2. Generation)
  • Apple Watch Series 6
  • Apple Watch Series 7
  • Apple Watch Series 8
  • Apple Watch Ultra (1. Generation)

Die Apple Watch Series 8 und die erste Generation der Apple Watch Ultra verwenden den S8-Chip mit einer Neural Engine mit zwei Kernen. Die Apple Watch Series 9 führte das System-in-Package S9 ein, das eine Neural Engine mit vier Kernen bietet und Aufgaben des maschinellen Lernens bis zu doppelt so schnell wie der S8 bewältigt.

Der neue Chip brachte zudem die Möglichkeit, Siri-Anfragen direkt auf der Uhr zu verarbeiten, sowie die Unterstützung für die Doppeltipp-Geste. Diese Hardware-Unterschiede zwischen unterstützten und nicht unterstützten Modellen liefern eine mögliche Erklärung für Apples Kompatibilitätsgrenze, Apple selbst formuliert das so aber nicht.

TechRadar interpretiert – Apple schweigt zu Details

Nach der Veröffentlichung der Apple-Aussagen legte TechRadar mit einer eigenen Einschätzung nach. Das Magazin schrieb, es sei wahrscheinlich, dass nur Apple Watches mit den leistungsstarken S9- und S10-Chips die technischen Anforderungen von Siri-KI bewältigen können.

Apple hat diese Behauptung so nicht aufgestellt. Die Erklärung des Unternehmens und die Schlussfolgerung von TechRadar sind nicht identisch. Apple könnte technische Gründe haben, Siri-KI auf neuere Uhren zu beschränken, etwa im Zusammenhang mit der lokalen Siri-Verarbeitung, doch in den bisherigen öffentlichen Aussagen werden diese Gründe nicht benannt.

Die eigenen Voraussetzungen von Apple erschweren die Bewertung der Siri-KI-Grenze zusätzlich, da die Funktion nicht als eigenständige Fähigkeit der Apple Watch präsentiert wird. Ein gekoppeltes iPhone übernimmt die rechenintensiven Aufgaben.

Besitzer:innen einer Apple Watch haben nun eine klare Kompatibilitätsliste und eine grobe Begründung über Leistung und Energieeffizienz. Eine konkrete technische Erklärung, warum Siri-KI erst mit der Apple-Watch-Generation ab Series 9 startet, steht weiterhin aus.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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