Die werbefreie Zeit bei ChatGPT könnte sich dem Ende nähern. Hinweise im Code der Android-App deuten darauf hin, dass OpenAI Anzeigen in seinen KI-Dienst integrieren könnte.
In einer aktuellen Betaversion der ChatGPT-App für Android (Version 1.2025.32) haben Nutzer:innen Formulierungen entdeckt, die auf bevorstehende Werbung hindeuten. In mehreren Codezeilen mit Bezug auf „openai.feature.ads“ tauchen Begriffe wie „Suchanzeige“, „Karussell mit Suchanzeigen“ und „Werbeziel“ auf.
Die Überlegungen zu Werbung sind nicht völlig neu. In der ersten Folge des firmeneigenen OpenAI-Podcasts äußerte sich CEO Sam Altman bereits zu möglichen Anzeigen im Produkt. Er sei nicht grundsätzlich dagegen, sagte er, und nannte Beispiele, in denen er Werbung positiv finde. Altman erklärte etwa, dass er Werbung auf Instagram „irgendwie cool“ finde, räumte aber ein, dass es schwierig sei, sie richtig umzusetzen.
Diese Aussagen stehen in einem gewissen Gegensatz zu früheren Äußerungen. Im vergangenen Jahr sagte Altman in einem Vortrag an der Harvard-Universität, er „hasse Werbung“. Zwar sei er auch damals nicht vollständig dagegen gewesen, Werbung in OpenAI-Produkten einzusetzen, er bezeichnete sie aber als „letztes Mittel“.
Der mögliche Schritt hin zu Anzeigen fällt in eine Phase, in der OpenAI für seine finanzielle Situation stark kritisiert wird. Wie ein Bericht des Magazins The Information nahelegt, erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2025 zwar einen Umsatz von 4,3 Milliarden US‑Dollar (rund 4,0 Milliarden Euro), verzeichnete im selben Zeitraum jedoch einen Nettoverlust von 13,5 Milliarden US‑Dollar (rund 12,6 Milliarden Euro).
Unklar ist derzeit, wie Werbung in ChatGPT konkret aussehen könnte. Möglich wäre, dass Anzeigen bei allen Anfragen erscheinen oder nur bei solchen mit Kaufbezug, etwa bei der Suche nach einem zuverlässigen Trocknermodell. Altman hat darauf hingewiesen, dass Nutzer:innen sich fragen könnten, wer für die Beeinflussung einer Antwort bezahlt hat, und dass dies das Vertrauen in die Ergebnisse mindern könnte.
Offizielle Kommentare von OpenAI zur möglichen Einführung von Werbung gibt es bisher nicht. Allerdings lässt der Stand der Entwicklung, wie er sich im App-Code zeigt, vermuten, dass entsprechende Funktionen nicht mehr allzu weit entfernt sind.
Zumindest derzeit gibt es noch einen Weg, ChatGPT ohne Werbung zu verwenden. Vor etwas mehr als einem Jahr hat Apple eine Partnerschaft mit OpenAI geschlossen, um ChatGPT in die eigenen Betriebssysteme iOS, iPadOS und macOS zu integrieren.
Mehrere Onlineberichte weisen darauf hin, dass diese Integration keine Anfragen für das Training der Modelle nutzt und keine Werbung einblendet, solange sie ohne ChatGPT-Konto verwendet wird. Theoretisch bedeutet das: Wenn Ihr ChatGPT über Siri nutzt – etwa indem Ihr eine Frage stellt, die Siri selbst nicht beantworten kann – erhaltet Ihr Zugriff auf eine werbefreie Version von ChatGPT.
Die Autorin oder der Autor des ursprünglichen Berichts hat OpenAI um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vor.
Der veröffentlichende Medienkonzern Ziff Davis, zu dem auch ZDNET gehört, hat im April 2025 eine Klage gegen OpenAI eingereicht. Der Vorwurf lautet, OpenAI habe Urheberrechte von Ziff Davis beim Training und beim Betrieb seiner KI-Systeme verletzt.
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Google hat Google Maps für die Displays des faltbaren iPhone Duo angepasst. Die App füllt nun sowohl den inneren als…
Das Basismodell des iPhone 18 könnte teurer werden als sein Vorgänger. Einem Bericht zufolge soll Apple dafür unter anderem einen…
Die Beta von iOS 27.3 bringt die Bedienungshilfe „Einhandmodus“ auf das iPhone Duo. Damit rückt der Bildschirmbereich auf der gegenüberliegenden…
Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…
Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…
Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen