Die Europäische Union (EU) hat in den letzten Jahren massive Strafen und strikte Regulierungen gegen große Technologieunternehmen wie Apple, Google und Meta verhängt. Doch laut aktuellen Berichten könnten diese Maßnahmen nun pausieren, während die EU auf politische Richtungsentscheidungen wartet – insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende US-Regierung unter Donald Trump.
Unter der Leitung von Margrethe Vestager hat die EU eine Vorreiterrolle bei der Regulierung von Big Tech übernommen. Der Digital Markets Act (DMA) legt klare Vorschriften für große Technologieplattformen fest, einschließlich empfindlicher Strafen bei Verstößen von bis zu 10 % des Jahresumsatzes. Diese Regulierungen führten unter anderem dazu, dass Apple auf USB-C-Anschlüsse umstieg und Irland 14 Milliarden Euro an ausstehenden Steuern zahlte.
Die EU hat Apple außerdem 2024 eine Strafe von 2 Milliarden US-Dollar für angeblich wettbewerbswidriges Verhalten im Zusammenhang mit Apple Music auferlegt – trotz der vergleichsweise geringen Marktanteile des Dienstes.
Laut einem Bericht der Financial Times werden viele der geplanten Entscheidungen zu Strafen und Regulierungen derzeit verschoben. Gründe dafür sind der Wechsel der EU-Führung und die erwartete politische Unterstützung für Big Tech durch die Trump-Administration in den USA. Anonyme EU-Diplomaten äußerten Bedenken, dass der Einfluss von Tech-Lobbyisten auf die US-Regierung Druck auf europäische Regulierer ausüben könnte.
Die EU bestreitet jedoch, dass politische Überlegungen die aktuellen Verzögerungen beeinflussen. Dennoch fordern Abgeordnete wie MEP Stéphanie Yon-Courtin die EU auf, die Umsetzung des DMA ohne Verzögerungen fortzusetzen.
Die EU wurde wiederholt dafür kritisiert, Unternehmen aus ihrem eigenen Gebiet – wie Spotify – unverhältnismäßig zu bevorzugen. Dies wird besonders am Fall der Strafe gegen Apple Music deutlich, die einige Beobachter:innen als politische Entscheidung bewerten.
Die derzeitige Pause bei den Entscheidungen wirft Fragen darüber auf, wie viel der Regulierungen wirklich auf Verbraucher:innenschutz abzielen und wie viel von geopolitischen Interessen geprägt ist. Tim Cook, CEO von Apple, bezeichnete einige EU-Entscheidungen (2016) als „reinen politischen Quatsch“.
Die Lobbyarbeit von Big Tech in den USA könnte während Trumps Amtszeit den Druck auf die Unternehmen verringern. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich der politische Einfluss auf die Regulierungen in Europa auswirkt. Während die EU weiterhin auf eine klare Linie hinarbeitet, könnte die Machtbalance zwischen Technologieunternehmen und Regierungen neu verhandelt werden – mit potenziellen Folgen für Verbraucher:innen weltweit.
Via: Appleinsider
Bild: KI (Dall-e)
Apple hat mit dem Test von iOS 27.3 begonnen. Das Update ergänzt neue Funktionen für Safari, Siri und die Health-App…
Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…
Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…
Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.
WhatsApp führt eine Funktion ein, die Euch beim Öffnen eines Chats aktuelle Fotos und Videos aus der Galerie vorschlägt. Der…
Mit Gym Strength bringt Apple Fitness+ ein neues Krafttrainingserlebnis ins Fitnessstudio. Die Funktion ist derzeit als Beta verfügbar und erstellt…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen