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Bericht: Apple rückt KI auf dem Gerät in den WWDC-Fokus

Datenschutz Apple KI-Daten Vorratsdatenspeicherung

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Apple will die Entwicklerkonferenz WWDC im kommenden Monat offenbar nutzen, um KI-Funktionen direkt auf dem Gerät in den Mittelpunkt zu stellen. Im Zentrum steht dabei der langjährige Vorsprung bei eigener Chip-Entwicklung.

Apple setzt auf lokale KI statt Cloud

Laut einem Bericht von The Information plant Apple, auf der WWDC zu zeigen, wie eigens entwickelte Chips für iPhone, Apple Watch und Mac einen Vorteil bei der lokalen Verarbeitung von KI-Anfragen bringen. Komplexe Aufgaben sollen zwar weiterhin in der Cloud laufen, doch Apple will die Berechnung direkt auf dem Gerät als datenschutzfreundliche und kostensparende Alternative zu den umfangreichen Rechenzentren der Konkurrenz positionieren.

Das Unternehmen stützt sich dabei auf rund 15 Jahre Erfahrung mit eigener Prozessorentwicklung. Diese Chips sollen es ermöglichen, passende KI-Modelle so auszuführen, dass viele Anfragen ohne Umweg über das Netz beantwortet werden können. Nutzer:innen sollen dadurch weniger Daten an externe Server senden müssen.

Kooperation mit Google und geschrumpfte Gemini-Modelle

Im Rahmen einer Vereinbarung mit Google will Apple dem Bericht zufolge eine große Variante des KI-Modells Gemini nutzen, um daraus eine kleinere, komprimierte Version zu trainieren. Diese geschrumpfte Fassung soll direkt auf Apple-Geräten laufen können. Ziel ist es, die Modelle so zu verkleinern, dass sie in den Ressourcenrahmen von iPhone, Apple Watch und Mac passen.

Apple soll außerdem aktiv nach Übernahmen suchen, um diese Arbeit an verkleinerten Modellen voranzubringen. Eine der ins Auge gefassten Firmen ist demnach Liquid AI, ein Start-up aus dem US-Bundesstaat Massachusetts, das sich darauf spezialisiert hat, KI lokal auf Geräten auszuführen. Konkrete Abschlüsse sind in dem Bericht jedoch nicht genannt.

Bestimmte Anfragen werden weiterhin in der Cloud verarbeitet. Apple soll dafür die Nutzung von Nvidias vertraulicher Rechentechnologie innerhalb von Google Cloud genehmigt haben, um die größere, auf Gemini basierende Modellvariante zu betreiben. Diese Sicherheitsfunktion verschlüsselt Daten und KI-Modelle während der Verarbeitung. Laut Bericht geht dies mit einem moderaten Leistungseinbruch einher, bietet aber stärkere Datenschutzvorkehrungen.

Abkehr vom ursprünglichen Apple-Intelligence-Ansatz

Die Kooperation markiert eine Abweichung von der ursprünglichen Ankündigung von Apple Intelligence. Damals hatte Apple erklärt, dass alle in die Cloud gesendeten Anfragen ausschließlich über die eigene Infrastruktur Private Cloud Compute mit Apple-Chips verarbeitet würden. Nach Angaben von The Information will Apple die Bezeichnung Private Cloud Compute zwar beibehalten, auch wenn nun Google Cloud mit im Spiel ist.

Zudem soll es klare technische Grenzen für die Verlagerung der Verarbeitung auf Geräte geben. Das vollständige Gemini-Modell von Google umfasst der Darstellung nach Billionen von Parametern. The Information berichtet, dass Apple Schwierigkeiten hatte, dieses große Modell auf der eigenen Private-Cloud-Compute-Infrastruktur mit Mac-Chips zu betreiben.

Apple Intelligence wurde erstmals auf der WWDC 2024 vorgestellt. Die Einführung verlief jedoch schleppend: Die ersten Funktionen stießen dem Bericht zufolge nur auf verhaltenes Echo, und die stärker personalisierte Version von Siri verzögerte sich deutlich. Apple plant nun, die WWDC 2026, die ab dem 8. Juni stattfindet, zu nutzen, um die Erzählung neu zu setzen, die verschobenen Funktionen erneut vorzustellen und weitere Neuerungen zu präsentieren.

Via: https://www.macrumors.com

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Tags: Private Cloud Compute, Apple, künstliche Intelligenz, Nvidia, WWDC, On-Device KI, Google Gemini, Apple Intelligence

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